Zwei Wettrennen
Derzeit ist es recht kalt, das hat sicher jeder schon mitbekommen. Deshalb macht es auch wenig Spaß, an der Haltestelle herumzustehen. Gestern versuchte ich deshalb mal eine andere Variante nach Hause zu kommen. Und zwar fuhr ich mit der 64 (ehemals 91) eine Station bis zur Angelikastraße. Rein theoretisch hätte der Bus 261 nach Sebnitz auch sofort kommen müssen, ganz praktisch ließ er fünf Minuten auf sich warten und ich die Straßenbahn 11 wegfahren. Ich hatte mich ja nun einmal entschlossen, diesen „Weg zu gehen“. Obwohl der Bus natürlich öfter im Stau steht und einige Minuten Rückstand hatte, gelang es uns, die Straßenbahn an der Grundstraße fast einzuholen, am Ullersdorfer Platz lagen wir gleichauf. Hier machen sich die relativ wenigen Stopps bezahlt und finanziell ist es mit Monatskarte auch egal, welches Verkehrsmittel man benutzt.
Am Ullersdorfer Platz hätte ich allerdings etwas stutzig werden müssen, da der Bus, der nach Gönnsdorf rausfährt an der Haltestelle hält und nicht auf der Straße. Als die 261 dann geradeaus weiterfuhr, fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren. Mist, das war die falsche Linie. Mir blieb also nichts weiter, als „Am Steinkreuz“ auszusteigen und über den Berg an der Sternwarte vorbei (Weißiger Landstraße) zu traben. So kam ich wenigstens noch zu ein wenig Bewegung…
Bei meinem mehr oder weniger freiwilligen Spaziergang wurde ich Zeuge der nächsten Verfolgungsjagd, denn ein paar Polizisten versuchten einen Schäferhund einzufangen, der wohl vorher die B6 unsicher gemacht hatte. Ein Streuner war das nicht, schließlich trug das Tier ein Gurt, wie es zum Beispiel Blindenhunde tragen. Ganz ungeniert rannte der Hund die Straße entlang, vor und zwischen den Autos. Hintendrein die Polizei, doch ohne echte Chance. Eine Polizistin versuchte verzweifelt die Aufgabe per Sprechfunk an die Tierrettung oder eine andere Stelle zu delegieren, doch ohne Erfolg. Soweit ich es mitbekam, blieb der Hund auf freiem Feld und damit auf freiem Fuß…
Tags: Bus vs. Bahn, Hundejagd