Ich hatte mich schon gefragt, wie so eine Unterwasseroper, wie sie beim Ornö stattfand, funktionieren soll. Ganz offensichtlich hat sie das im ersten Teil nicht allzu gut. Das hätte ich zwar auch schon in der Zeitung nachlesen können aber ich lese nun mal keine Zeitung mehr. Das liegt aber weniger an meiner Lesefaulheit als an den mittelmäßigen Presseerzeugnissen in unserer Stadt. Das ist aber ein ganz anderes Thema…
Vom Veranstalter bekam ich nun heute als Randberichterstatter heute eine Mail, die die Probleme erklärt. Als jemand,d er gelegentlich auch Veranstaltungen organisiert, musste ich übe reinige Punkte lachen. So zum Beispiel darüber: “Zwei Handmikrophone sind kurz vor Vorstellungsbeginn im Auftrag der Leiterin der Unterwasseroper abgeholt worden. Dazu wurden die Mikrophone wie üblich ausgeschaltet übergeben. Diese Mikrophone sind nicht wieder eingeschaltet worden, weil keiner vom Technikteam in diesen Vorgang einbezogen wurde und dieser auch nicht abgesprochen war.” Klassischer Anfängerfehler, allerdings sollte man erwarten, dass die Akteuere das merken und beheben können. Probleme wie kaputte Netzteile oder undichte Kabel sind da schon wesentlich härter.
Richtig lustig finde ich allerdings diesen Kritikpunkt: “Der Soundcheck wird mit sogenannten Rosa Rauschen (Pink Noice) durchgeführt. Das kann auch als Lärm aufgefasst werden. Der Regisseur hat den Soundcheck nachhaltig und wiederholt unterbunden mit dem Hinweis, dass er sich das nicht anhören könne.” Da fällt mir nur eins dazu ein: “Ich kann so nicht arbeiten!”
Auf die weiteren Probleme will ich nicht weiter eingehen. Wer’s gesehen hat, wird wissen, was nicht funktioniert hat. Zugegebenermaßen war das auch ein ganz schön ehrgeiziges Projekt. Vielleicht sollte man das beim nächsten Mal eine Nummer kleiner machen. Wo viel Technik im Einsatz ist, kann auch viel schiefgehen.

Hier ein Beitrag aus der DNN zum Thema: http://www.dnn-online.de/dresden/web/regional/kultur/detail/-/specific/Nach-Unterwasseroper-in-Dresden-Intendant-der-ORNoe-Reihe-zeigt-sich-selbstkritisch-2269489517
Ich hatte im Vorfeld überlegt, ob ich zu dem Thema ein wenig Wikileaks spielen sollte. Ich hatte von Beteiligten eine Anfrage erhalten, ob ich sie technisch beraten könnte zu einer Oper, die in der Elbe unter Wasser stattfinden sollte. Bei der Beschreibung schwankte ich zwischen
a) hier will mich jemand verarschen
b) die haben ja so wenig Ahnung – noch dilettantischer geht’s echt nicht mehr.
Vielleicht schreibe ich es nun doch noch auf. Auf jeden Fall scheint hier echt viel Kunstsubventionsgeld die Elbe hinunter geflossen zu sein. Hast Du ein paar Links zu den schlechten Kritiken? Ich habe das Ganze nicht verfolgt, da ich im Urlaub war.
Hier ist eine Rezi der LVZ http://www.lvz-online.de/gestaltete-specials/flut-2012/flut-dresden/elbe-wird-zur-opernbuehne–gesang-unter-wasser-in-dresden/r-flut-dresden-a-150389.html und hier (2. Hälfte) von einem dieser Experten http://www.musik-in-dresden.de/2012/08/13/stummfilm-mit-blub