Dresdner|Rand

Dresden vom Rand her betrachtet.

Tendenz steigend

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Tendenz steigendDresdner|Rand

Das Frühjahr beginnt und in Dresden steht das Thema Hochwasser wieder auf dem Plan. In einer Stadt, die direkt an einem Flussufer liegt, ist das auch alles andere als verwunderlich. Dabei können wir unseren Vorfahren noch richtig dankbar sein, dass die so intelligent waren, die hübschen Elbufer zum großen Teil nicht zu bebauen. Heutzutage reizt das tolle Bauland oftmals dazu, es einem weniger intelligenten Zeitgenossen zu verkaufen, der sich dann regelmäßig darüber wundert, dass sein Keller voll läuft oder die Elbe zur Tür hereinkommt. Herr schmeiß Hirn vom Himmel! Ob die supertolle Hochwasserschutzmauer in Pieschen, der zahllose alte Bäume weichen mussten, da wirklich Hilfe verspricht? Ich bezweifle das einfach mal so. Ich frag mich immer, was sich die Leute dabei denken. Was wenn das Wasser einfach drum herum läuft oder aus der Kanalisation gedrückt wird? Wäre es nicht klüger, einige Gebiete einfach mal zurückzubauen und als Pufferzone frei zu lassen? Egal. Dass das Thema bewegt, sieht man daran, dass heut gleich zwei Hochwassermeldungen im Stadt-Newsletter zu finden waren.
Ich bin heut morgen den Körnerweg gefahren und ich kann vermelden, dass es nur noch wenige Zentimeter sind, bis das Wasser auf den Radweg läuft. Vorn am Wasserwerk sprudelte das Bächlein schon über die Brunnenfassung und über den Weg. Ich hoffe, ich komme heut Abend dort noch trockenen Fusses lang.
Apropos Wasser – das hat grad gekocht und ich hab mir einen Tee angesetzt. Mit dem Kaffee ist erst einmal Schluss, auf Dauer hat meine Magen und mein Kreislauf diese Belastung nicht ausgehalten. Die Kollegen lästern zwar, wenn ich mit meinem Kännchen durch die Gegend marschiere aber der Hohn prallt an mir ab. Jetzt kommt also Tee auf den Tisch – da gibt es verschiedene leckere Teesorten und nicht nur eine Art koffeinhaltiges Heißgetränk. Denn im Büro stehen selbstverständlich nur die preiswertesten Sorten Kaffee und die sind auf Dauer nicht wirklich ein Genuss. Vor kurzem habe ich irgendwo (man sollte sich alles bookmarken) gelesen, dass im handelsüblichen Kaffee bis zu 30 Prozent Zichorie enthalten sein darf, ohne dass das auf der Packung angegeben werden muss. Eigentlich kann ich’s kaum glauben, bei unserem strengen Lebensmittelrecht…

Aber zurück zum Hochwasser. Wer den weiteren Pegelansteig mitverfolgen will, dem sei die Adresse www.hochwasserzentrum.sachsen.de empfohlen!

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Posted in Dresden für alle 1 year, 10 months ago at 10:34.

4 comments

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4 Replies

  1. Wir haben kein strenges Lebensmittelrecht. Nur das wissen wir alle nicht, weil wir die Gesetze nicht kennen.

    Wie willst du die Leute zum Wegziehen oder Auflassen bewegen? Zu marktüblichen Preisen die Grundstücke aufkaufen?

  2. @ Lebensmittelrecht – da widerspreche ich Dir

    @ Uferbebauung: Keine Ahnung. Nach der nächsten Jahrhundertflut sind die Grundstücke bestimmt wieder billig…

  3. Wie kann es dann sein, dass so viele schlechte Produkte erlaubt sind. Schlecht = Verlustbehaftete Vorverarbeitung (Fabrikgerichte)

  4. Ist zwar offtopic aber ich werde trotzdem nochmal meine Meinung kund tun. Ich denke, wir haben hier mit Sicherheit nicht die beste aber eine der besten Lebensmittelgesetzgebungen der ganzen Welt. Unser Problem und das vieler industrialisierter Länder ist, dass wir aus allerlei Gründen auf vorproduzierte Lebensmittel setzen. Das ist zweifelsohne schlecht. Aber solange der Konsument das Zeug kauft, kannst Du nur mit restriktiven Gesetzen dagegen vorgehen und das macht hierzulande niemand.
    Denk nur mal an die Spurlock Geschichte mit “Supersize Me” und wie Mc Donalds drauf reagiert hat. Leute beruhigt, alle wieder im Lot. Nicht zu vergessen – die Eigenverantwortung. Dass das Problem komplexer ist, ist mir völlig klar aber ich habe an dieser Stelle keine Zeit, das ausführlich zu diskutieren. Wahrscheinlich sind wir uns aber in den meisten Punkten einig.
    Gegen gewisse Missstände kannst Du eigentlich nur was machen, indem Du die Leute davon überzeugst, wieder mehr Frisches zu Essen und sich ihre Speisen selbst zuzubereiten. Das hat auch viel damit zu tun, welches Wertesystem man hat – geb ich lieber Geld für was Vernünftiges zu Essen aus oder für das neueste Handy. Sehr komplex, das Ganze.
    Was mich persönlich aufregt ist die Tatsache, dass z.B. bei den Gammelfleischskandalen die Firmen nicht genannt werden durften…


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