Endlich Winter
Die letzten Tage war es wirklich richtig kalt und endlich ist auch der Winter da. Am Freitag durfte ich erst einmal ordentlich Schnee schippen. Den ersten Bus erreichte ich somit nicht mehr, bis der nächste kam, hatte ich noch ein bisschen Zeit. Ich liegf also von Pappritz hoch nach Gönnsdorf zur nächsten Haltestelle. Mein Gesicht fühlte sich nach kurzer Zeit an, als wenn es in tausend Scherben zerspringen wollte. Trotzdem fühlte ich mich euphorisch „Oxygen gets you high!“. Vielleicht habe ich ja einen Vogel aber bei solchen Gelegenheiten muss ich immer an die Soldaten denken, die im Zweiten Weltkrieg bei Stalingrad standen und dann bin ich dankbar, in solch eine friedliche Zeit hineingeboren zu sein…
Am Abend brauchte ich dann etwas länger nach Hause – unglücklicherweise verpasste ich gleich zwei Busse und so lief ich los. Meine Finger waren trotz Handschuh schon kalt und irgendwann hatte ich den Eindruck, dass ich sie mir erfriere. Das Hausmittel in solchen Fällen: Die kalten Hände mit Schnee einreiben. Der nächste Bus kam auch bald und so saß ich dann mit schmerzverzerrten Gesicht auf meinem Sitz, in der Hoffnung, nicht schreien zu müssen. Meine Fresse, das tut weh, wenn die Gliedmaßen wieder auftauen.

Samstag war ich dann außerhalb – die Autobahn nach Norden war OK und die Fahrt nicht allzu gefährlich – und Sonntag sind wir dann eine Runde spazieren gewesen, rüber nach Schönfeld und zurück. Ideales Wetter mit Sonneschein, teilweise blauem Himmel und nicht zu kalt. Der Winter zeigte sich von seiner schönsten Seite.
Ob klirrend kalt oder sonnig angenehm – ich mag den Winter und habe mich riesig gefreut, als es endlich schneite. Das Gejammer vieler Leute kann ich nicht verstehen. Die Jahreszeiten gehören zu unserm Leben und erst der Wechsel macht das Ganze interessant. Ewiger Sonnenschein wäre die Hölle für mich…



