Dresdner|Rand

Dresden vom Rand her betrachtet.

It’s not cool to be cold

Für alle, denen das noch nicht aufgefallen ist – es ist kalt draußen. Sehr kalt! Wer jetzt denkt: „Wie bekloppt ist der denn? Das hat doch Jeder schon gemerkt!“, dem muss ich leider entgegenhalten: offensichtlich nicht. Trotz Temperaturen von –10°C und kälter sehe ich immer noch haufenweise Mitmenschen ohne Mützen und Handschuhe und in zum Teil lächerlich dünner Oberbekleidung herumlaufen. So zum Beispiel gestern Abend ein vielleicht 16-jähriges Mädchen, die sich dafür krampfhaft an ihrer Thermotasse festhielt. Eine Bemerkung habe ich mir verkniffen – wenn man mehr als doppelt so alt ist, wird man schnell zum perversen Lüstling gestempelt – aber irgendwie tat mir die Gute leid. Hat sie kein Geld für warme Kleidung? Oder ist es tatsächlich so, dass sie als junger Mensch ihr Äußeres gegen alle Vernunft höher einschätzt als ihre Gesundheit? Ja, das ist wohl das Vorrecht der Jugend, sich zu überschätzen. Dumm nur, dass auch nicht wenige Erwachsene so zu denken scheinen.

Wetter Dresden
Das zeigt Google bei der Suche nach “Temperatur Dresden”. Stand 03.02.2012, 14h

Oder liegt es einfach daran, dass wir Büro- und Wohnungsmenschen einfach uns nicht mehr vorstellen können, dass die Natur sich nicht danach richtet, ob wir gerade was Stylisches zum Anziehen parat haben? Ich weiß es nicht. Ich für meinen Teil trage momentan einen warme Mütze, Handschuhe, einen dicken Anorak, den ich mir schon vor etlichen Jahren gekauft habe, aber bisher kaum anziehen konnte und sogar lange Unterhosen! [Keine Markenware zwar aber immerhin warm :-)] Das sieht vielleicht nicht so super sexy aus aber was soll’s? Mir ist es ehrlich gesagt völlig Schnuppe, ob mein Outfit modischen Gepflogenheiten entspricht. Ich würde auch die Wattejacken und -hosen anziehen, wie sie früher meine Eltern zur Arbeit anhatten. Allemal besser als in Schönheit erfrieren. Und der nächste Frühling kommt bestimmt…

Posted 3 days, 2 hours ago at 15:09.

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Haltestellengespräche

Ein Vorteil der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel liegt darin, dass man ungefragt Volkes Stimme hören darf. Zum Glück ging’s heute morgen nicht um das gestrige Bayern-Spiel, das nebenbei gesagt ganz OK war, sondern um das Thema Nummer 1 – das Wetter. Natürlich ist es zu kalt aber der April ist nun mal wechselhaft – wer erinnert sich nicht an Omis Spruch „April, April, der weiß nicht, was er will“. Gestern Abend schneite es gar für zwei Minuten am Ullersdorfer Platz, bevor ich im schönsten Sonnenschein den restlichen Weg nach Hause bergauf-bergab radelte. Natürlich werden die Menschen unruhig, wenn es im April noch so kalt ist aber gleich wieder am Klimawandel zu zweifeln, das muss dann doch nicht sein (wie geschehen). „Wetter“ ist nun mal eine statistische Größe und da gibt es immer mal wieder Abweichungen nach oben und unten. Ich kann mich noch an einen Februar-Tag während meiner Studentenzeit erinnern, als ich in den Semesterferien auf der Baustelle arbeitete, im T-Shirt! Im Februar! Einer der Diskutanten brachte dann noch die These ins Spiel, dass die nächste Eiszeit bevorstünde, wenn der Golfstrom versiege. Davor bewahre uns der liebe Gott oder wer auch immer da die Hand drauf hat. Denn dann wird es richtig heftig kalt. Und da es andernorts wärmer wird, steigt sicher auch der Meeresspiegel. Ich dachte mir: Nur gut, dass ich im Hochland lebe! Bei der nächsten Flut sitze ich auf der Agneshöhe und schieße die Bilder für die Twittergemeinde in der ganzen Welt oder so…
Das zweite Aufregerthema des Morgens war dann die fünfminütige Verspätung des Busses. Leider kommt der bei uns meist etwas nach der Zeit, was aber auch leicht zu erklären ist, denn der Bus fährt fast eine ganze Stunde und dabei über die Nossener Brücke und das Blaue Wunder. Da stockt es gerade in den Morgenstunden im Allgemeinen eigentlich immer. Insofern sind die fünf Minuten nun nicht wirklich schlimm. Aber eigentlich erregten sich die Herrschaften nicht über die Verspätung, sondern darum, dass der Busfahrer, hätte er an der Endhaltestelle sofort kehrt gemacht, den Zeitplan wohl noch eingehalten hätte. „Aber nein, der muss ja erst Mal pinkeln“ etc. Ich war ja kurz davor, die Stichworte „Fahrtenschreiber“ und „gesetzliche Pausen“ in die Runde zu werfen aber ich ließ es dann doch. Statt dessen erinnerte ich mich lächelnd an meinen Urlaub in Marokko. Dort läuft der öffentliche Nah- und Fernverkehr noch etwas anders als bei uns: Wenn man Pech hat, fährt der Bus einfach an der Haltestelle vorbei, wenn er nämlich schon überfüllt ist und man muss auf den nächsten warten. Müßig zu erwähnen, dass unsere Maßstäbe der Pünktlichkeit in Nordafrika versagen… Na dann: Euch allen eine gute Fahrt und weiterhin einen schönen Frühling! Wer’s lieber zuverlässig haben will, der kann ja seinen Urlaub am See in heimischen Gefilden verbringen.

PS: Ich bin kein Lauscher aber leider nicht in der Lage “abzuschalten”. Wenn ich zwei babelnde Omis hinter mir sitzen hab, bleibt mir nur, auf das Ende der beiden, äh der Fahrt zu hoffen
;-)

Posted 1 year, 9 months ago at 18:49.

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Wetteraussichten

Wenn man nichts Besseres zu tun hat, redet man halt übers Wetter. Ich kann mich über mangelnde Arbeit zwar nicht beklagen, hier aber ein paar Worte dazu: Die erwarteten Schneemengen sind heut Nacht ausgeblieben. Heut morgen lagen nur ein paar Millimeter Pulverschnee (gut wegzukehren, was ich heut morgen auch tat mit Crisis auf den Kopfhörern – ein genialer Tagesbeginn!). Sehr windig war es bei uns im Hochland, in der Stadt geht es.
Vorhin fing es an zu schneien, irgendwo zwischen Schneeregen und Graupel – die Temperatur liegt wohl um den Gefrierpunkt und Petrus kann sich nicht so recht entscheiden. Kurz sah es so aus, als wenn es jetzt richtig losgeht aber jetzt hat es schon wieder aufgehört. Die Medien melden natürlich schon wieder Katastrophen (was sonst). Besonders lachen musste ich über ein Bild von einem vereisten Fahrrad, das ich bei web.de fand und das dort den Katastrophenartikel bebilderte. Dummerweise hatte ich gestern oder vorgestern schon in einem Berliner Blog über eben dieses Fahrrad etwas gelesen. Also nix mit Katastrophe, nur Dachschaden…
Vorsichtig solltet Ihr trotzdem unterwegs sein. Der lose Schnee auf dem Eis der vergangenen Tage und Wochen ist eine leicht zu übersehende Falle und wer’s zu eilig hat, den reißt es schnell von den Füßen. Also: immer mit der Ruhe, die Herrschaften!

Nachtrag: Hab grad mit meiner Frau gequatscht. Die muss jeden Tag mit dem Auto auf Arbeit. Von Gönnsdorf nach Weißig war die Straße wieder ordentlich verweht und in Ullersdorf stand jemand in Polizeibegelitung auf der Wiese. Also schön laaangsaaaaaaaaaam fahren!


Liebe Kinder: Nicht Zuhause nachmachen!

Posted 2 years ago at 10:31.

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