Dresdner|Rand

Dresden vom Rand her betrachtet.

Napoleonstein, Weißig

Das Wochenende rückt näher und damit auch wieder die ausgiebige Wanderzeit. OK, das Wetter ist derzeit mies aber Sonntag soll es schon wieder schöner werden. Wer nicht zu weit laufen und trotzdem ein wenig an frischer Luft sein will, dem sei der Napoleonstein bei Weißig empfohlen (wo wir letztes Wochenende waren). Vom Gasthof Weißig, wo u.a. der Bus 61 hält, sind es kaum zwei Kilometer bis auf die Spitze des Hügels (Berg kann man bei diesen Höhen ja noch nicht sagen) – die Aussicht von hier ist wunderbar. Wer nicht die ganze Zeit durchs Dorf laufen will, der kann auf der Rückseite des sehenswerten Friedhofs an der Kinder- und Jugendfarm “Spielwiese” vorbei ein Stück übers Feld gehen- Hält man sich an der Weggabelung rechts, gelangt man an der Hauptstraße zum Puppentheater mai hof, wer sich links hält kommt direkt auf die Straße „Am Hutberg“. Der muss man nur noch folgen, später heißt sie einfach nur Bergstraße. Selbige mündet nach einiger Zeit in einem kleinen dreieckigen Platz, an dem man sich links hält. Von da auf geht dann bergauf auf den Napoleonstein. Eine leichte Strecke, die man auch mit kleineren Kindern bewältigen kann. Auf dem Napoleonstein gibt es Bänke und eine kleine Wetterhütte, der ideale Ort also für ein Picknick. Wer besser zu Fuß ist, kann von hier aus zum Triebenberg weiter wandern. Dazu aber an anderer Stelle mehr. Wir sind über Schullwitz, Schönfeld, Helfenberg nach Hause. Ist inklusive der Wanderung von Pappritz nach Weißig über Gönnsdorf schon ein ganz schönes Stückchen…

Warum der Napoleonstein Napoleonstein heißt, das steht auf dieser Tafel (zum Vergrößern auf’s Bild klicken):

Napoleonstein
Napoleonstein

Blick auf den Weißig, im Vordergrund der Hutberg
(dort gibt es einen schönen Steinbruch mit Teich. Ist aber ein Naturschutzgebiet!)

Napoleonstein

Blick Richtung Gönnsdorf / Pappritz mit Fernsehturm

Napoleonstein

Blick Richtung Rossendorf

Napoleonstein

Der Napoleon-Gedenkstein. Genau hier muss er gestanden haben

Posted 10 months, 3 weeks ago at 14:34.

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Sperrung in Gönnsdorf

Am Wochenende fährt die Buslinie 61 nicht zum Fernsehturm.

Heut morgen bin ich wieder mit dem Rad nach Gönnsdorf hoch. An der Kreuzung Schönfelder / Weißiger Landstraße waren gelb neue Fahrbahnmarkierungen aufgezeichnet – ich habe mich nur gewundert. Eine Kollegin, die ebenfalls in Pappritz wohnt, meinte, an der Haltestelle stünde schon ein Hinweis, dass der Bus ab dem 5. November eine Umleitung fährt über die B6 nach Ullersdorf. Bei den Dresdner Verkehrsbetrieben ist leider bisher noch nichts zum Thema zu finden, genauso wenig wie im Newsletter der Stadt. Erst die Recherche im Internet bracht die Information beim Dresden Fernsehen: „Auf der Pappritzer Straße im Ortsteil Gönnsdorf wird von Freitag, 6. November, 12 8Uhr, bis Montag, 9. November, 5 Uhr, eine neue Asphaltdeckschicht aufgebracht.“ (Freitag ist übrigens der 5.) Die volle Mitteilung auch zu den Änderungen der Buslinien findet Ihr hier. Sehr seltsam, dass die Nachricht beim DF schon seit Montag online, auf der DVB-Seite aber noch nichts zu finden ist. Oder die Mitteilung ist so versteckt, dass man sie nicht findet.

Wer am Wochenende trotzdem zum Fernsehturm will und kein Auto zur Verfügung hat, dem bleiben folgende Möglichkeiten:
Mit der Linie 98A des Hochlandexpresses von Weißig aus – da fährt auch die 61 hin – Richtung Niederpoyritz fahren und in Pappritz an der Birkenstraße aussteigen, also dort, wo der Bus von der Fernsehturmstraße abbiegt. Von da aus kann man bequem am Dorfrand die Fernsehturmstraße entlang laufen und dann noch ein kleines Stück den Oberwachwitzer Weg bergab. In zehn Minuten sollte das zu schaffen sein.

Wer es etwas anstrengender liebt, der nimmt vom Körnerplatz die 63 und fährt bis Altwachwitz. Dort läuft man den Wachwitzgrund aufwärts und biegt dann auf Höhe der letzten Häuser rechts auf den Wanderweg ein (immer noch Wachwitzgrund) – wenn ich mich richtig erinnere, müsste das nach dem Aufgang zur Wachbergschänke sein. Wer da hoch geht, macht aber auch nichts falsch, er verpasst nur den Johannisturm…

NACHTRAG:
Alles halb so schlimm: die 61 fährt nun doch zum Fernsehturm – allerdings über die B6, um dann “Am Steinkreuz” (Baywa-Markt) auf die Weißiger Landstraße einzubiegen. Das wird ordentlich eng werden, wenn der Bus von Weißig aus die Gönnsdorfer Kreuzung anfährt. Zwei Autos passen gerade noch so nebeneinander da lang aber ein Bus?
Falsch war übrigens auch die Startzeit der “Maßnahme” – bereits ab 8 Uhr fährt die 61 die Umleitung. Da werde ich morgen wohl etwas früher aufstehen oder wieder das Rad nehmen…

Posted 1 year, 3 months ago at 14:52.

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775 Jahre Weißig – Diavortrag zur Geschichte des Dresdner Ortsteils

Über „Weißig im Wandel der Zeiten“ spricht Heimatforscher und Buchautor Christian Kunath in einem Diavortrag am Donnerstag, 14. Oktober, 18 Uhr, im Stadtarchiv Dresden, Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist frei.
Die Zeitreise durch das seit 1999 zu Dresden gehörende Weißig beginnt im Mittelalter. Weißig ist der größte und älteste Ort des Schönfelder Hochlandes. Die Kirche unterhalb des Hutberges, das Mordkreuz am Ortseingang und das barocke Pfarrhaus sind Zeugen einer wechselvollen Geschichte. Eisenbahn, Straßenbahn und Oberleitungsbus fuhren hier. Heute ist Weißig ein naturnaher Siedlungsraum mit gut erhaltener Altbausubstanz, ergänzt mit neuzeitlichen Wohn-, Gewerbe- und Sportbauten.

Quelle

Das ist mir natürlich eine besondere Freude, diesen Vortrag hier anzukündigen. Etwas über den Dresdner Rand erfahren, ohne die Neustadt zu verlassen. Also bequemer geht’s nun wirklich nicht…

Posted 1 year, 3 months ago at 14:18.

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Vetternwirtschaft im Hochland?

Irgendwann im Laufe der vergangenen Woche erhielt ich eine PM der Grünen unter der Überschrift „Hochlandsumpf trocken legen!“ Darin ging es um Unregelmäßigkeiten beim Bauvorhaben für eine Kindertageseinrichtung auf dem Grundstück Hauptstraße 4 in Weißig. Die Stadt will den alten Dreiseitenhof vom Besitzer, der Österreich Haus Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, mieten und als Kita nutzen. Ortsvorsteher Hans-Jürgen Behr, CDU, stimmt einer entsprechenden Vorlage im Ortschaftsrat zu. Dumm nur, dass Behr Bevollmächtigter des Vermieters ist, weshalb der Ortsvorsteher einräumen musste, dass er eigentlich an der Abstimmung wegen Befangenheit nicht hätte teilnehmen dürfen. „Darauf hin hat der Ortschaftsrat, ohne dass dieser Beratungspunkt auf der Tagesordnung stand, ein weiteres Mal abgestimmt, diesmal ohne Herrn Behr.“ (SZ) Die Grünen vermuten, dass der ehemalige Weißiger Bürgermeister von der Vermietung auch privat profitierte, Dank eines Vermittlungshonorars. Behr selbst bestreitet das und hebt sein Engagement für Weißig hervor. Die neuerliche Ausschreibung, wie sie die Grünen fordern, sei zudem wenig Erfolg versprechend. Bei der Suche vor zwei Jahren gab es neben der Hauptstraße 4 nur ein weiteres Angebot, welches sich aber als ungeeignet erwies.

Soweit die Fakten, wie sie sich anhand der Presse rekonstruieren lassen. Was wirklich passiert ist und wer tatsächlich vom Kita-Vertrag profitiert, das erfahren wir als Bürger sicher nicht. Normalerweise verlaufen solche Vorgänge ja immer im Sande. Momentan scheint jedoch der Wind dem im Hochland recht beliebten Hans-Jürgen Behr langsam aber sicher in Gesicht zu wehen. Nachdem am vergangenen Samstag (18.09.) in der SZ ein Artikel zu obigen Sachverhalt erschien, schaffte es der Ortsvorsteher in dieser Woche gleich noch zwei weitere Mal in das Blatt: Am Montag titelte die SZ „Behr verschweigt Fördergeld-Höhe“ – hier ging es darum, dass Behr keine Informationen über die Summen, mit denen Vereine und Institutionen des Hochlandes aus dem Verfügungsfonds der Ortschaft unterstützt werden, geben wollte. Am Mittwoch nahm der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Schönfelder Hochland, Hans-Joachim Brauns, zu den Vorwürfen bzgl. des Kita-Projektes Stellung. Auch dies kein unbedingt üblicher Vorgang.

Anzumerken bleibt, dass dies nicht das erste Mal ist, dass Herrn Behr Vetternwirtschaft vorgeworfen wird. Mitte der 1990er gehörte der Bauunternehmer und „Kommunalberater“ zur Entourage von Dynamo-Präsident Otto: [Behr] ist in seiner Funktion als Bürgermeister des Dresdner Vororts Weißig dem Bauherren Otto bei dessen 150-Millionen-Mark-Projekt (870 Wohnungen) in seiner Gemeinde behilflich. „Uns“, so Behr, „verbindet mehr als eine Geschäftsbeziehung.“ [Quelle: Focus, zur Kritik an den Bauprojekten Ottos in Weißig s. auch hier im Spiegel]

Bei der Recherche im Netz bin ich auf folgendes Dokument zum Verkauf eines Grundstückes in Weißig gestoßen. Es enthält die Antwort von Bürgermeister Lutz Vogel auf eine schriftliche Anfrage von Thomas Hans, Stadtrat der Grünen, mit Datum vom 23. Juni 2008. In dem Schreiben geht es um den Erwerb des Grundstückes Borsbergstraße 4 in Weißig durch eine GbR, bestehend aus Annette und Rocco Behr, dem der Ortschaftsrat zugestimmt hatte. Das ursprüngliche Angebot kam von der BBV Weißig GmbH mit den Geschäftsführern Hans-Jürgen und Rocco Behr. Zumindest eine etwas seltsame Angelegenheit, aus der Jeder selbst seine Schlüsse ziehen kann. Ich werde das Thema auf jeden Fall weiter verfolgen…

Posted 1 year, 4 months ago at 10:24.

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