Stau-Warnung

Die kaum zu übersehende Stau-Warnung…

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Ein Kollege wies mich auf zwei selbstgemalte Plakate an der Bautzner Landstraße kurz vor der Einmündung der Grundstraße hin. Hier wurde gegen die Verbreiterung der Straßenbahnschienen demonstriert (vielleicht mache ich die nächsten Tage mal noch Fotos). Anfangs glaubte ich an einen bescheuerten Scherz, mittlerweile habe ich allerdings herausgefunden, dass es einen faktischen Hintergrund dieses Ärgers gibt. Die DVB will wohl breitere Straßenbahn-Wagen einsetzen und dazu die Abstände zwischen den Schienensträngen verbreitern. Eine Umstellung auf eine größere Spurweite ist natürlich Quatsch, denn dies würde einen Umbau des kompletten Schienennetzes nach sich ziehen. Die Blöd-Zeitung und die Autofraktion heulen jetzt vor allem wegen zu erwartender Staus rum, weil an den breiteren Bahnen dann (angeblich) keiner mehr vorbei kommt. Nun ja, warten wir’s erst einmal ab. Ziemlich sicher ist wohl schon, dass die Gleise der Linie 11 zwischen Grund- und Elisabethstraße erneuert werden müssen (was nächstes Jahr geschehen soll) und dabei im erweiterten Spurabstand gebaut wird. Idiotisch ist, dass die Stadt wohl nicht gleich die Gelegenheit nutzen kann und will, die Straße in diesem Abschnitt gleich mitzusanieren. Angeblich gibt es weder Pläne noch Geld. Am Ende müssen dann bei einer späteren Sanierung der Fahrbahn auch die Schienen wieder rausgerissen werden. Ja sind die denn alle breit???

Bautzner Landstraße

Bautzner Landstraße auf Höhe des Lidl-Marktes. Hier soll es eng werden.

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Angesichts dieses Staus – das Foto ist auf der Höhe des Künstlerhauses aufgenommen, wo allerdings noch nicht das Stauende war – frage ich mich: Gibt es zu wenige Brücken oder zu viele Autos. Ich tippe mal auf Letzteres…

Rückstau vom Blauen Wunder…

Nachdem ich das Bild geknippst hatte, bin ich kopfschüttelnd am Stau vorbei geradelt. Aus Sicherheitsgründen auf dem Fußweg. Bloß gut, dass die Ordnungshüter das nicht gesehen haben.

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Heute morgen bin ich auf die „kluge“ Idee gekommen, mein Weib zum Bahnhof zu schaffen, da sie auf Dienstreise gehen wollte. Mit dem Auto selbstverständlich, kurz vor acht. So ein Schwachsinn! Allein der Stau auf vom Blauen Wunder reichte bis hinter das Künstlerhaus zurück. Dabei ging es noch relativ fix voran. Relativ!
Zum Glück haben wir es geschafft und sie hat den Zug erreicht aber es war ganz schön knapp. Ehrlich gesagt, kann ich nicht verstehen, wie man sich diesen Stress freiwillig jeden Tag antun kann. Ganz zu schweigen von der abschließenden Parkplatzsuche. Entweder hätte ich schon längst einen Herzinfarkt oder ich würde Amok laufen. Interessant wäre auch, wie viel Prozent derer, die sich da in die Blechkolonne einreihen, tatsächlich ohne größere Probleme auf ihre Kiste verzichten bzw. wie viele dieser MIVenden Fortbewegungsmittel bei optimaler Auslastung gespart werden könnten. Vielleicht mache ich mir in den nächsten Tagen mal die Arbeit und suche nach Zahlen dazu.

Klar, man kann das Problem auch lösen, indem man die Stadt planiert und Highways baut, 3-, 6-, 12-spurig. Oder die Elbe mit einem schnellbindenden Zement auffüllt und so eine richtige Rennstrecke durch die Stadt schafft. Aber es muss ja auch andere, sinnvolle Lösungen geben wie preisgünstiges Park + Ride etc. Lange wird, lange kann dieser Wahnsinn nicht mehr währen…
Mehr oder weniger „nötig“ war die Maßnahme geworden, weil mittlerweile kaum noch ein Zug am Neustädter Bahnhof hält, es mit der Verbindung von Pappritz aus zum Hauptbahnhof aber eher schlecht bestellt ist. Da steht man im Bus nämlich auch am Blauen Wunder und wenn dann der Anschluss nicht klappt, wird’s Brühe. Und zwei Stunden vorher losfahren will ja auch keiner. Aber letztendlich ist es eine schwache Entschuldigung. Es wäre klüger gewesen, auf den ÖPNV zu vertrauen. Mea culpa!

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Winter ist schon eine richtig schlimme Sache, denn da fällt Schnee. Speziell heute morgen war’s ganz schön anstrengend, die ganze weiße Pracht aus dem bzw. vom Weg zu räumen. Die Frau ist mit dem Auto kaum vom Hof gekommen…
Was momentan total nervend ist, ist dass der öffentliche Verkehr nicht wirklich funktioniert. Gestern Abend bin ich vom Ullersdorfer Platz aus gelaufen. Kurz vorm Hornweg kam ich dann an einem Bus vorbei, der steckengeblieben war. Das passiert zur Zeit ständig. Heut morgen ging auf der Strecke auch nichts – gerüchteweise stand ein Bus quer auf der Fahrbahn.

Bus liegen geblieben...
Kurz vor dem Gipfel musste der Bus, vom Ullersdorfer Platz kommend,
gestern in Quohren aufgeben…

 
Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, einem älteren Herren zuzuhören, der über die neuen, mehrachsigen Busse dozierte und dass die Fahrzeuge mit zwei Achsen früher nicht so oft liegen geblieben wären. Keine Ahnung ob das stimmt, auf jeden Fall läuft aber etwas falsch. So viele Ausfälle, wie ich sie jetzt allein schon persönlich mitbekommen habe, dürfen einfach nicht sein.
Heute morgen hat sich mal wieder schön gezeigt, wer außerdem noch dafür verantwortlich ist, dass nichts mehr geht: die Autofahrer. Vom Steinkreuz bis zum Ullersdorfer Platz habe ich eine halbe Stunde gebraucht – das entspricht etwa 3 1/2 km/h – nicht etwa weil die Straße so schlecht war, sondern weil die Blechlawine nur Zentimeterweise voran kam. Ab der Plattleite waren wie durch Zauberhand keine Autos mehr im Weg, da fuhr die Straßenbahn dann mit Normalgeschwindigkeit. Es wird endlich Zeit, dass der motorisierte Individualverkehr eingeschränkt wird. So geht es nicht weiter…

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Das Thema des heutigen Tages auf Arbeit ist die „Anreise“ Alle, die mit den öffentlichen unterwegs waren, sind heut extrem spät gekommen, der Kollege aus Graupa hat gar über zwei Stunden gebraucht.
Die fahrt zur Arbeit ist derzeit schon ein echtes Glücksspiel. Gestern habe ich über zehn Minuten an der zugigen Haltestelle gewartet, weshalb ich heute besonders schlau sein wollte und mich von meiner Frau mit zur B6 zur Haltestelle Steinkreuz mitnehmen ließ. Ein fataler Fehler, wie sich herausstellte, denn die Einfahrt in die Landeshauptstadt war so gut wie unmöglich. Ein Auto am anderen und nichts ging voran. Ich bin dann, um der Kälte zu entkommen in die 261 gestiegen – die Überlandbusse sind wenigstens warm und bequem – und habe gelesen. Einziger Nachteil – die Busfahrer sind durch die Bank weg Schlagerfans. Ich sag nur „M-D-R-Eins, Radio für Sachsen“. Gruselig!


Stau auf der B6. Dier Autos schieben sich Stoßstange an Stoßstange voran. Das ging so weiter bis ins Stadtzentrum…
 

Egal, am Ullersdorfer Platz angekommen, stieg ich in die Bahn, die auch recht schnell abfuhr, nur, um sich dann meist in Schrittgeschwindigkeit fortzubewegen. Ausgestiegen bin ich dann an der Angelikastraße, um wenigstens die letzten Meter noch etwas schneller voranzukommen. An der Wilhelminenstraße, eine Station zuvor, war ich schon versucht, per pedes weiterzumachen aber ich hab’s dann dummerweise doch gelassen. Mit dem Ergebnis, dass ich ewig brauchte. Aber immerhin wurde ich noch Zeuge der Ansage der Straßenbahnfahrerin, dass von „oben bis unten ein viehscher Stau“ ist. Die Leute haben es erstaunlich gelassen genommen – die Stimmung war seltsamerweise heute alles andere als genervt und aggressiv.
In den letzten Tagen lief es insgesamt nicht so toll, mit dem Verkehr, was zum einen an den Leuten selbst liegt – falsche Bereifung, unsicheres Fahren – zum andern sicher auch an der bisher eher schwachen Leistung des Winterdienstes. Die Stadt meldet heute zum Thema: „Die 57 Arbeitskräfte konzentrieren sich mit ihren 46 Räum- und Streufahrzeugen zunächst auf Glättebildungen im Hauptstreckennetz, streuen vor allem auf Brücken und Gefällestrecken. Schnee geschoben wurde nach Verwehungen im Schönfelder Hochland.“ 57 Arbeitskräfte mit 46 Fahrzeugen – ist das viel für eine Stadt wie Dresden oder nicht? Schwer zu sagen. Der Straßenzustand sagt eher, dass es zu wenige sind. Eine Kollegin machte heut den Vorschlag, dass man doch in den Wintermonaten Arbeitslose anstellen könnte. Weiß nicht, ob das arbeitsrechtlich so ohne Weiteres geht aber dumm wäre das nicht. Da gibt es sicher Leute, die lieber etwas Sinnvolles tun, als daheim rumzuhocken…
 
Schneetreiben am Waldschlösschen
Und so sah es gestern Abend am Waldschlösschen aus. Eigentlich wollte ich noch zu einem Konzert, ich hab’s dann aber gelassen…

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Meine Fahrt zur Arbeit von Pappritz zum Waldschlösschen ist wie ein Würfelspiel. Mal werfe ich eine Sechs – soll heißen, alles klappt und ich bin in einer halben Stunde am Ziel. Mal fällt die Eins, ich steh mit dem Bus im Stau und es wird schnell eine dreiviertel Stunde und länger. Bleiben wir in diesem Modell, so ist heute der Würfel glattweg vom Tisch gefallen.

Alles begann damit, dass an der Einmündung der Quorener Straße auf die B6, also kurz vorm Umstieg in den Schienenersatzbus 11 dem hinter uns stehenden LKW ein Bus aufs Heck knallte. Zwar waren wir von diesem Vorfall wenig betroffen; die Verzögerung genügte jedoch, den EV11 abfahren zu lassen. Also: Warten auf den Anschluss. Kaum saßen wir im Bus, gab es eine Durchsage, dass es an der Mordgrundbrücke zu einer Havarie gekommen sei und auch Stau auf der Grundstraße…
Nach einer knappen halben Stunde erreichten wir die Haltestelle Weißer Adler, wo ich mich entschied auszusteigen. Ich lief dann bis zur nächsten Haltestelle am Parkhotel – die Autos waren abgewiesen worden, die wenigen Busse durften weiter geradeaus fahren – wo ich Dank eines Sprints den Bus erreichte, der mir am Ullersdorfer Platz weggefahren war. Von da an ging es vorbei an nicht weniger als drei Feuerwehrautus und einem Feuerwehr-LKW mit schwerem Gerät und über eine Sandspur relativ schnell zum Ziel meiner Reise. Dort angekommen, musste ich dann erst mal ein Stück Kuchen einwerfen, um meinen Blutzuckerspiegel wieder auf normale Höhen zu bringen :-)

Fazit: Hätte ich Depp bei dem schönen Wetter doch das Rad genommen!

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