Das Thema des heutigen Tages auf Arbeit ist die „Anreise“ Alle, die mit den öffentlichen unterwegs waren, sind heut extrem spät gekommen, der Kollege aus Graupa hat gar über zwei Stunden gebraucht.
Die fahrt zur Arbeit ist derzeit schon ein echtes Glücksspiel. Gestern habe ich über zehn Minuten an der zugigen Haltestelle gewartet, weshalb ich heute besonders schlau sein wollte und mich von meiner Frau mit zur B6 zur Haltestelle Steinkreuz mitnehmen ließ. Ein fataler Fehler, wie sich herausstellte, denn die Einfahrt in die Landeshauptstadt war so gut wie unmöglich. Ein Auto am anderen und nichts ging voran. Ich bin dann, um der Kälte zu entkommen in die 261 gestiegen – die Überlandbusse sind wenigstens warm und bequem – und habe gelesen. Einziger Nachteil – die Busfahrer sind durch die Bank weg Schlagerfans. Ich sag nur „M-D-R-Eins, Radio für Sachsen“. Gruselig!

Stau auf der B6. Dier Autos schieben sich Stoßstange an Stoßstange voran. Das ging so weiter bis ins Stadtzentrum…
Egal, am Ullersdorfer Platz angekommen, stieg ich in die Bahn, die auch recht schnell abfuhr, nur, um sich dann meist in Schrittgeschwindigkeit fortzubewegen. Ausgestiegen bin ich dann an der Angelikastraße, um wenigstens die letzten Meter noch etwas schneller voranzukommen. An der Wilhelminenstraße, eine Station zuvor, war ich schon versucht, per pedes weiterzumachen aber ich hab’s dann dummerweise doch gelassen. Mit dem Ergebnis, dass ich ewig brauchte. Aber immerhin wurde ich noch Zeuge der Ansage der Straßenbahnfahrerin, dass von „oben bis unten ein viehscher Stau“ ist. Die Leute haben es erstaunlich gelassen genommen – die Stimmung war seltsamerweise heute alles andere als genervt und aggressiv.
In den letzten Tagen lief es insgesamt nicht so toll, mit dem Verkehr, was zum einen an den Leuten selbst liegt – falsche Bereifung, unsicheres Fahren – zum andern sicher auch an der bisher eher schwachen Leistung des Winterdienstes. Die Stadt meldet heute zum Thema: „Die 57 Arbeitskräfte konzentrieren sich mit ihren 46 Räum- und Streufahrzeugen zunächst auf Glättebildungen im Hauptstreckennetz, streuen vor allem auf Brücken und Gefällestrecken. Schnee geschoben wurde nach Verwehungen im Schönfelder Hochland.“ 57 Arbeitskräfte mit 46 Fahrzeugen – ist das viel für eine Stadt wie Dresden oder nicht? Schwer zu sagen. Der Straßenzustand sagt eher, dass es zu wenige sind. Eine Kollegin machte heut den Vorschlag, dass man doch in den Wintermonaten Arbeitslose anstellen könnte. Weiß nicht, ob das arbeitsrechtlich so ohne Weiteres geht aber dumm wäre das nicht. Da gibt es sicher Leute, die lieber etwas Sinnvolles tun, als daheim rumzuhocken…

Und so sah es gestern Abend am Waldschlösschen aus. Eigentlich wollte ich noch zu einem Konzert, ich hab’s dann aber gelassen…

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