Heute gibt’s mal wieder Neues oder doch schon eher Altes zur Neuen Mensa. Laut einer Pressemitteilung von Dr. Karl-Heinz Gerstenberg, dem hochschulpolitischer Sprecher der Grünen im Sächsischen Landtag, ist Dresdens zweitgrößte Mensa dringend sanierungsbedürftig: “Der Brandschutz der Neuen Mensa auf dem Campus der TU Dresden ist nicht gewährleistet, die Statik wackelt, die Elektrik und die Wasserleitungen haben ihre besten Zeiten längst hinter sich. Hinzu kommen ‘hygienische Unzulänglichkeiten’, die das Finanzministerium lieber nicht allzu konkret beschreiben wollte.” Die Mängel seien seit 2005 bekannt, getan habe sich seitdem allerdings nichts. Im Doppelhaushalt 2013/2014 sind zudem keine Gelder für die Sanierung der Mensa eingestellt (s. Antworten auf kleine Anfrage, “Leertitel”).

Eine akute Sicherheitsgefährdung besteht laut Angaben des Ministeriums nicht. Wenn dem so wäre, müsste die Mensa ja auch umgehend geschlossen werden. Ich kann mich erinnern, dass vor einigen Jahren mal eine Veranstaltung abgesagt wurde, weil die Größe angeblich mit der Statik nicht zu vereinbaren wäre. Im darauffolgenden Jahr fand sie dann wieder statt. Nun war ich schon ewig nicht mehr in der Mensa, kann mir aber vorstellen, dass es da Einiges an Renovierungsbedarf gibt, schließlich ist die Neuen Mensa schon über 30 Jahre alt. Im beigefügten Dokument scheint mir insbesondere das Argument Brandschutz von Bedeutung. Wenn alle Fluchtwege über das Foyer führen, kann dies zu einem echten Problem werden, wenn es genau da brennt, auch wenn das Foyer recht weiträumig ist. Allerdings gibt es – so mein Wissenstand – mindestes einen Weg, der nicht über das Foyer führt. Ich werde auf jeden Fall am Thema dran bleiben.

Hier findet sich die Antwort auf die kleine Anfrage der Grünen.

Share in top social networks!

Bei dieser Meldung, die sich heute im Newsletter der Stadt fand, weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll:

Instandsetzung der Quohrener Straße in Bühlau

Im Auftrag des Straßen- und Tiefbauamtes saniert die Firma SAZ Straßenbau von A bis Z bis 26. Mai die Fahrbahn auf der Quohrener Straße. Auf dem etwa 200 Meter langen Fahrbahnabschnitt zwischen der Erkmannsdorfer Straße und der Schönfelder Landstraße wird die gesamte Asphaltschicht erneuert. Die Kosten betragen etwa 58 000 Euro.

Nachdem ich die Überschrift gelesen hatte, dachte ich, es handelt sich um den Abschnitt zwischen Ullersdorfer Platz und Hornweg, der saniert werden soll, denn es gibt wohl kaum eine Straße im Hochland, die das nötiger hätte. Im Bus stauche ich mir regelmäßig den Rücken, wenn das Teil durch die komplett zerfahrene Straße rumpelt und per Rad muss ich den Lenker ganz fest fassen, damit es mir das Steuer nicht aus der Hand reißt. Mit anderen Worten: Es ist jedes Mal eine Gefahr für Leib und Leben, den unteren Teil der Quohrener Straße zu benutzen. Saniert wird aber der obere Abschnitt Richtung Schönfeld.


Größere Kartenansicht

Nun benutze ich die Straße nicht so oft und bin mir daher nicht sicher, ob das dort auch notwendig ist, doch nach meiner Erinnerung ist der Zustand der Fahrbahn eigentlich OK. Ich werde mir das heute mal nach der Arbeit anschauen, was sich mir da für ein Bild bietet…

Positiv ist allein, dass ich auf diese Weise wahrscheinlich von Staus und zusätzlichen Busverspätungen verschont bleibe aber das ist auch Alles. Das war ein Irrtum, der Abschnitt liegt genau auf meiner Buslinie. Dann halt Fahrrad fahren…

Share in top social networks!

Für viel “Freude” sorgt derzeit der Umbau des Rathauses bzw. dessen so genante “Komplexsanierung“. Die Stadt formuliert: “Bei den bisher abgeschlossenen Arbeiten wurde jedoch deutlich, dass das ursprünglich geplante Budget bis 2015 von 25 Millionen Euro nicht ausreichen wird und um 7,8 Millionen Euro erhöht werden muss. Der größte Teil der Mehrkosten resultiert aus Mängeln und Defiziten der vorhandenen Bausubstanz, die mit etwa 6,3 Millionen Euro bis 2015 zu Buche schlagen.”

Da fragt man sich doch, was die Architekten und Bauplaner da eigentlich gemacht haben. Rechnen wir mal die 1,5 Millionen ab, die für “Zusätzliche Nutzeranforderungen im Ostflügel” gebraucht werden – auch eine vollkommen unvorhersehbare Größe) – so erhöht sich der Gesamtpreis der Sanierung um sage und schreibe um ein Viertel. Jeder private Bauherr würde dem Architekten / Planer seine Arbeit um die Ohren hauen und sagen 10%, wie’s im Vertrag steht, den Rest müsst Ihr Euch selbst kümmern. Nur die blöde Kommune, also die Steuerzahler, die müssen das schlucken. Ganz großes Kino! Ich sehe die nächste große Streiterei im Anmarsch. Laut Grünen hat Oberfinanzer Vorjohann schon seit einiger Zeit gewusst, dass es teurer wird. Statt die anderen Fraktionen direkt zu informieren hat er das jedoch den Zeitungen überlassen. Das ist ein politisches Klima in dieser Stadt…

Hier die Standpunkte der Stadtratsfraktionen

+ CDU – nicht gefunden
+ SPD – Nichts gefunden
+ FDP
+ Bündnis 90/Die Grünen
+ Die Linke – Nichts gefunden
+ Bürgerfraktion – Nichts gefunden

Falls Ihr was findet – Ergänzungen sind willkommen..

Share in top social networks!

Seit einiger Zeit steht das Elbe-Hotel Demnitz im Rohbau unterhalb des Körnerplatzes. Seit Jahren ist hier nichts passiert, obwohl die Sanierung schon oft angekündigt wurde. Auf der Website demnitz.de ist noch Folgendes zu lesen:
„Im ersten Abschnitt der Bauarbeiten steht das Hotel im Vordergrund. In das Erdgeschoss wird ein Restaurant einziehen und der im Gebäude befindliche Baalsaal wird wieder entstehen. Hinzu kommen Verkaufseinrichtungen und Büros. Auf den links und rechts befindlichen Türmen werden die Dächer abgetragen, ein Glasring aufgesetzt und somit die Dächer angehoben.
Bauabschnitt Nummer Zwei beschäftigt sich mit dem Biergarten. Dieser soll an Hand von alten Plänen, Fotos und Zeichnungen der einstigen Gestaltung nachempfunden werden. Die Reihenfolge der Bauarbeiten ist aber so gelegt, daß der Biergarten in einer provisorischen Variante weiter betrieben werden kann.“

Von diesen Vorhaben war, wie gesagt, in letzer Zeit nichts zu merken. Jetzt äußert sich der Besitzer Thomas Diller in der Dresdner Woche zu seinen Plänen. „Bis 2013 will er mit einer Investitionssumme von 4,5 Millionen Euro das Objekt fertig stellen. Im Erdgeschoss soll bereits Ende 2012 ein Restaurant einziehen. Im April 2012 öffnet ein Biergarten. In den oberen Etagen will Diller Wohnungen und Büros anbieten. Den historischen Ballsall soll es nicht mehr geben.“

Schauen wir mal, ob tatsächlich etwas passiert. Ende nächsten Jahres sind wir dann ein Stück schlauer. Um den Ballsaal ist’s auf jeden Fall schade.

Share in top social networks!

Beim Stefanolix gab es vor einigen Tagen einen Beitrag zum Thema der vielerorts notwendigen Schulhaussanierung mit anschließender Diskussion, die wie immer recht heftig ausfiel. Anlass war die Schaltung der Seite Dresdenmachtschule.de, auf der die Notstände angeprangert werden.
Persönlich war ich schon sehr lange nicht mehr in einer Schule, auch weil ich keine Kinder habe. Trotzdem denke ich, dass etwas getan werden muss. Ich finde es eher peinlich, wenn man, wie im Blog angemerkt, sich die Schuld gegenseitig zuschiebt. Manchmal wünschte ich mir, die Entscheidungsträger wären fähig, einen Strich zu ziehen und dann zu sagen – was wollen wir, was brauchen wir dafür, wie realisieren wir unser Vorhaben? Letztendlich herrscht doch, zumindest soweit ich das beurteilen kann, Einigkeit darüber, dass Bildung wichtig ist. Und das die Rahmenbedingungen stimmen müssen, ist auch eine Binsenweisheit. Wo liegt eigentlich das Problem? Ist es nur das Geld oder ist es nicht eher der fehlende Wille wirklich allen gleiche Bildungschancen einzuräumen?

„Ich glaube, die, die sich für dieses Volksbegehren [gegen die Schulreform in Hamburg] engagieren, haben Angst, dass ihren Kindern durch Konkurrenz aus Aufsteigerfamilien der Weg zu den attraktiven beruflichen Positionen erschwert wird“, meint der Bildungsforscher Ernst Rösner. In so einer Situation schottet man sich nach unten ab, um sicherzustellen, dass es oben halbwegs so bleibt, wie es ist. (Quelle)

Share in top social networks!

Um den über hundert Jahre alten Volkspark an der Räcknitzhöhe denkmalgerecht instand setzen zu können, werden historische Ansichten der Parkanlage gesucht. Wer leihweise historische Postkarten, persönliche Fotos u. ä. Dokumente zur Verfügung stellen kann, die Auskunft über den Park in der Vor- und Nachkriegszeit vermitteln, wende sich bitte an das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, Abteilung Planung/Entwurf/Neubau, Postfach 12 00 20, 01001 Dresden.

Quelle: Dresden.de

Muss ich doch mal vorbeigehen und mir den Ort in seinem jetzigen Zustand mal anschauen. Momentan hab ich kein Bild vor Augen. Wo ist der eigentlich genau?



Share in top social networks!

Eine Stadt, die am Fluss liegt, hat ein Problem: Um von einem Ufer ans andere zu kommen, braucht man Brücken (Fähren gehen zwar auch aber das ist wohl nicht so effektiv.) Die Elbe fließt mitten durch Dresden und teilt die Stadt sozusagen in zwei Hälften. Kein Wunder also, dass das Thema der Flussquerung hier immer wieder eine wichtige Rolle spielt. Zudem ist gerade Wahlkampfzeit und da meint mancher Politiker mit “tollen” Ideen bei seinem Wahlvolk punkten zu können.


Größere Kartenansicht

Heut morgen las ich, dass es jetzt für die Loschwitzer Brücke (bekannt als “Blaues Wunder“) neue Pläne gibt. Dass die über 100 Jahre alte Stahlkonstruktion nicht für den Wahnsinns-Verkehr der Jetztzeit gebaut wurde, leuchtet sicher Jedem ein. Und das nach einem Jahrhundert eine Sanierung not tut, ist sicher auch klar. Doch, dass jetzt der Abriss und Wiederaufbau zur Debatte steht, empfinde ich als total bescheuert. Offensichtlich ist es den Herrschaften nicht klar, welche touristische Bedeutung die Brücke hat, die quasi neben Frauenkirche und Zwinger ein Wahrzeichen der Stadt ist.
Die Rede davon ist, dass die Bauarbeiten bei einer Sanierung zwei Jahre dauern sollen – wie lange würde ein Neubau in Anspruch nehmen? Und was passiert in der Zwischenzeit? Bauen wir nicht doch einen Tunnel (Schon wieder einer!) oder eine “Nebenbrücke”, die den Autoverkehr aufnimmt? Letzteres scheint mir zumindest aus verkehrstechnischer Sicht die sinnvollste Variante zu sein, wenn das Ganze auch wieder zu Lasten der einzigartigen Elblandschaft geht. Ganz ohne Enteignung einiger Anlieger wird solch ein Vorhaben auch nicht funktionieren. Für die Loschwitzer Brücke wäre das aber ein klienes Opfer. Als Fußgänger- und Radfahrerbrücke hält das “Blaue Wunder” mit ein paar Reparaturen sicher noch problemlos die nächsten 50 oder gar 80 Jahre.

Die Rede ist davon, dass die Brücke bis ca. 2025 noch ihre Funktion erfüllt. Es ist also noch ein wenig Zeit, sich ein tragfähiges Konzept auszudenken. Hoffen wir, dass etwas Vernünftiges dabei herauskommt.

Share in top social networks!