Dank Twitter habe ich diese Seite zu den Hufewiesen in Trachau entdeckt. Aktuell hat der Besitzer des Landes das Grundstück verschlossen. Dagegen regt sich jetzt der Widerstand einer Bürgerinitiative.

Hufewiesen

Die Hufewiesen
“Rund zehn Hektar der ehemaligen bäuerlichen Fluren sind noch erhalten, eingeschlossen zwischen der Leipziger Straße im Westen, dem Bahndamm mit dem Haltepunkt Trachau im Norden und der kleinen Gaußstraße im Osten. Als locker mit Bäumen bestandene Wiesen bilden sie zusammen mit den alten Höfen eine ländliche Idylle mitten in der Stadt.”

Ein Idyll, das erhalten werden sollte und nicht bebaut. Zumal das Ganze Überflutungsgebiet ist…

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Momentan ist die Krautwaldfabrik auf der Torgauer Straße 38 Teil des Kunstprojektes Metropole Pieschen.
Das war aber nicht immer so, schließlich wurde hier auch einmal produziert.

Bis zum Sonntag ist in der Krautwaldfabrik die Ausstellung “Nachtarbeit” zu sehen, für die die Geschichte der Fabrik anhand von zurückgelassenen Dokumenten, Konstruktionszeichnungen, Zeichengeräten, Unterlagen zur Belegschaft, Aktenordnern und alten Formteilen rekonstruiert wurde. Eine fließbandartige Produktionskette wurde wieder hergestellt um die Dokumente und Gegenstände zu sichten, ihrem »funktionalen oder ideellen Wert« nach zu sortieren und zuzuordnen.

Am Sonntag findet in der Krautwaldfabrik ein Treffen der ehemaligen Belegschaft statt. Bei Rundgängen durch die Fabrik (17. und 19 Uhr und nach Absprache) werden diese den Besuchern viel Interessantes erzählen und die Fabrikgeschichte noch einmal lebendig machen.

Rückmeldung erbeten unter Email info@metropole-pieschen.org oder telefonisch unter 0178- 4552378.

Nachtrag: Die Krautwaldfabrik gibt es leider nicht mehr, das Gebäude ist mitterweile abgerissen.
Eine virtuelle Präsenz hat die Krautwaldfabrik aber noch bei Facebook.

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Unter der Überschrift Bausünden könnte man in Dresden wahrscheinlich Dutzende von Artikelserien veröffentlichen. Ich hoffe, deshalb nicht allzu viele Erwartungen geweckt zu haben, wenn ich mich hier nur auf zwei Beispiele beschränke.

Der neue Lidl

Das obige, leider nur im Vorbeifahren aus dem Auto heraus geknipste Bild zeigt den neuen Lidl-Markt in Bühlau (Neubühlauer Straße, kurz vor der Grundstraße). Ich hoffe mal, dass das nur eine Interimslösung ist für die Umbauzeit des ehemaligen Busdepots (glaube ich). Ich dachte, diese “Zeltbauten”, mit denen in den 1990ern im wilden Osten erste Gewinne abgeschöpft wurden, gehörten der Vergangenheit an. Offensichtlich dann doch nicht. Ich muss mir mal die Zeit nehmen und mal schauen, was die Supermarktkette dort vor Ort tatsächlich für Pläne hat.

Nachtrag: Nun hat man angefangen, das schöne alte Gebäude abzureisen. Wahnsinn.

Die Halle muss weg!
Hochwassermauer

Das obige Bild zeigt die gerade im Bau befindliche Hochwassermauer in Pieschen. Für dieses unbeschreiblich beeindruckende Bauwerk wurden zahllose alte Bäume weggesägt. Freier Blick für freie Bürger, sage ich da nur…

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Die als temporäre Kunstaktion geplante „Sachsenbad-Galerie“ kommt nicht. Das teilt die veranstaltende IG Metropole Pieschen mit.

Als Galerie sollte die Fassade des Pieschener Sachsenbades genutzt werden. Die Idee bestand darin, großformatige Bilder in den leeren Fensterflächen zu hängen, vor allem um das Sachsenbad zu verschönern. Das Gebäude steht seit einigen Jahren leer und ist dem Verfall preisgegeben. Einen Grund für die Absage der Aktion gab die IG in ihrer Pressemitteilung nicht an.

Am 21. Dezember ab 16.30Uhr werden in einer öffentlichen Aktion die für das Projekt eingeworbenen Spendengelder an die beteiligten Dresdner Institutionen, Politiker und Bürger zurückgegeben. Bei dieser Gelegenheit soll das Sachsenbad auch gleich in einem neuen Licht erstrahlen. Interessierte sind ausdrücklich eingeladen, für heiße Getränke und ein Dach über dem Kopf ist gesorgt.

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Von einem Brandanschlag auf die „Praxis“ in Löbtau hatte ich bereits vor einigen Tagen gehört. Jetzt hat es noch einen weiteren Anschlag, diesmal auf die Bewohner des antifaschistischen Wohnprojektes auf der Robert-Matzke-Straße gegeben. Glücklicherweise gab es nur Sachschäden, Menschen wurden nicht verletzt.
In Löbtau durfte ich anlässlich eines Konzertbesuches selbst erleben, welch feindliche Stimmung gegenüber den Bewohnern des Hauses herrschte. Das Gebäude liegt an einer großen Straße und immer wieder fuhren seltsame Gestalten vorbei, die die Anwohner und ihre Gäste „unter die Lupe“ nahmen. Irgendwie war selbst mir als Besucher schnell bewusst, dass man hier quasi auf dem Pulverfass sitzt. Solch ein alternatives Wohnprojekt schien Manchem ein Dorn im Auge zu sein.
Auch wenn wir in Dresden, anders als z.B. im Hoyerswerda der frühen 1990er Jahre relativ ruhig leben, scheint das rechtsextreme Fußvolk wieder mobil zu machen. Denn dass die Anschläge einen anderen als den politischen Hintergrund haben, kann ich kaum glauben. Auch wenn manch „braver Bürger“ angesichts solcher „Vorfälle“ sich freudig die Hände reiben dürfte, weil ihm die bunten Gestalten in seiner Nachbarschaft nicht passen; zu einem Brandanschlag, bei dem es Tote geben kann, lässt sich eigentlich keiner von diesen Leuten hinreißen – dazu braucht es ein bestimmtes extremistisches Potential. Der Weg der Wahl ist dann wohl eher eine Klage oder eine Beschwerde.

Wie auch immer man weltanschaulich steht – Brandanschläge sind definitiv kein Mittel zur politischen Auseinandersetzung. Hier muss man die Dinge so benennen, wie sie sind: Ein Brandanschlag auf ein bewohntes Haus ist ein Mordversuch! Die Täter müssen so schnell wie möglich identifiziert und mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft werden. Andernfalls signalisiert man ihnen, dass ihre Tat gar nicht so schlimm ist. Das ist die „beste“ Motivation für weitere, ähnliche Handlungen und irgendwann stirbt dabei ein Mensch…

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