Straßenverkehr, das zerbrechliche Wesen
Meine Fahrt zur Arbeit von Pappritz zum Waldschlösschen ist wie ein Würfelspiel. Mal werfe ich eine Sechs – soll heißen, alles klappt und ich bin in einer halben Stunde am Ziel. Mal fällt die Eins, ich steh mit dem Bus im Stau und es wird schnell eine dreiviertel Stunde und länger. Bleiben wir in diesem Modell, so ist heute der Würfel glattweg vom Tisch gefallen.
Alles begann damit, dass an der Einmündung der Quorener Straße auf die B6, also kurz vorm Umstieg in den Schienenersatzbus 11 dem hinter uns stehenden LKW ein Bus aufs Heck knallte. Zwar waren wir von diesem Vorfall wenig betroffen; die Verzögerung genügte jedoch, den EV11 abfahren zu lassen. Also: Warten auf den Anschluss. Kaum saßen wir im Bus, gab es eine Durchsage, dass es an der Mordgrundbrücke zu einer Havarie gekommen sei und auch Stau auf der Grundstraße…
Nach einer knappen halben Stunde erreichten wir die Haltestelle Weißer Adler, wo ich mich entschied auszusteigen. Ich lief dann bis zur nächsten Haltestelle am Parkhotel – die Autos waren abgewiesen worden, die wenigen Busse durften weiter geradeaus fahren – wo ich Dank eines Sprints den Bus erreichte, der mir am Ullersdorfer Platz weggefahren war. Von da an ging es vorbei an nicht weniger als drei Feuerwehrautus und einem Feuerwehr-LKW mit schwerem Gerät und über eine Sandspur relativ schnell zum Ziel meiner Reise. Dort angekommen, musste ich dann erst mal ein Stück Kuchen einwerfen, um meinen Blutzuckerspiegel wieder auf normale Höhen zu bringen :-)
Fazit: Hätte ich Depp bei dem schönen Wetter doch das Rad genommen!