Als ich vorhin am Ullersdorfer Platz vom Bus in die Bahn umstieg, hatte ich die Gelegenheit den Bahnfahrer durch die Scheibe seiner Fahrerkanzel zu sehen. Der Herr schlief selig, zumindest machte er aber ein kleines Nickerchen. Mit breitem Grinsen im Gesicht bestieg ich die Bahn – und wurde von einigen Fahrgästen böse angeschaut. “Wie kann jemand am Montagmorgen lächelnd unterwegs sein. Der hat doch bestimmt Drogen genommen!”, mögen die Herrschaften gedacht haben. Nein, hab ich nicht, abgesehen vom morgendlichen Grünen Tee war ich clean. Ich frage mich, warum die Leute morgens immer so mufflig sind. Sicher, die meisten haben bessere Ideen als vor sieben aufzustehen und dann arbeiten zu gehen aber “such is life”. Deshalb muss man ja nicht schauen, als wenn man zur eigenen Hinrichtung fährt…
Grinsen musste ich auch, als ich die Spameinträge auf meinem Blog heut morgen las: “Ich merke gerade das ich diesen Blog deutlich öfter lesen sollte- da kommt man echt auf Ideen.” & “Krass! Hätte ich garnicht gedacht…” Ja, ich auch nicht, dass sich kasyno und Roulett Geld (so die Namen der Kommentatoren) so für den Dresdner|Rand interessieren.
Spaß bereitete mir ebenfalls der Herr Stefanolix bzw, seine Diskussion ums Freie Radio, weil mein ganzes Postfach voller Kommentarhinweise war. Ich hab’s einfach gelöscht, sorry. Ich werde aber versuchen, das Thema weiter zu verfolgen.
Heut abend werde ich mich dann mal hinsetzen und einen Blick auf “Dresden kompakt” werfen, die Werbebroschüre, die am Wochenende im Briefkasten lag. Als ich die Überschrift auf der ersten Seite las, habe ich das Heftchen gleich wieder zugeklappt. Mehr dazu heute abend.
Posted 2 years ago at 10:19. 7 comments
Heut morgen war ich einigermaßen überrascht, als ich zum Bus ging und meine Frau, die immer ein paar Minuten eher losfährt noch am Auto stehen und mit der vereisten Frontscheibe kämpfen sah. Draußen an der Straße bot sich dann ein malerisches Bild: Reif auf den Wiesen, ein zarter Nebel, diffuses Sonnenlicht. Ein Traum, wie aus einem Caspar-David-Friedrich-Bild. Als wir dann den Gönnsdorfer Berg hochfuhren, konnte man direkt in die Sonne blicken, so dicht war der Nebel. Die Konturen der Bäume zeichneten sich im Gegenlicht ab – märchenhaft. Seltsamerweise, ich habe mich extra umgedreht und mich versichert, ist dieses herrliche Naturschauspiel keinem anderen Mitreisenden aufgefallen. Zumindest blickte niemand in die Richtung. Die meisten hingen wohl ihren depressiven Gedanken nach. Ich bin ja nun auch nicht unbedingt der lebenslustigste Mensch aber gerade solche Momente geben mir die Kraft, auch anstrengende Tage zu überstehen. Ich kann diese „Unachtsamkeit“ deshalb schwer nachvollziehen.
In Gönnsdorf war dann strahlender Sonnenschein, vom Nebel keine Spur. Auf dem Weißen Hirsch sah ich dann, kurz vom Buch aufblickend, noch einen historischen Bus entgegenkommen (ich denke, es war der hier). Ich bin zwar nicht so der Technikfreak, gefreut habe ich mich aber trotzdem drüber. Auf Höhe der Mordgrundbrücke kehrte sich das Wetterbild wieder um. Dicker Nebel, kaum Sonne und hier unten am Waldschlösschen sieht’s richtig Novembertrübe aus. Na mal sehen, die Sonne geht ja hoffentlich noch auf. Es ist schon immer wieder erstaunlich, wie sich auf so wenigen Kilometern die Witterung unterscheiden kann…
:-)
Keep smiling, Ihr Gruftis da draußen!
Posted 2 years, 3 months ago at 09:04. 4 comments