Die Königsbrücker Straße ist ja ein heißdiskutiertes Thema in Dresden. Eine fotografische Ausstellung widmet sich jetzt unter dem Titel “Side Walks – Fotografische Entdeckungen entlang der Königsbrücker” dem Zankapfel. In der Ankündigung heißt es:
“Die Gefühle der Anwohner und Neustädter haben ein Spektrum von Unmut, ja gar Hass auf die Lautstärke der Straße, die ständige Holperpiste, über Unverständnis aufgrund der Untätigkeit der Behörden und das ständige Hin und Her von zig Planungsvarianten bis zu einem liebevollen Blick auf die Unternehmen, wie die Schauburg, und Vorgärten an der Straße selbst.
Der Blick des Fotografen [Enrico Grieger] schweift über die Straßen und eröffnet einen umfassenden Blickwinkel. Der Wiedererkennungseffekt ist enorm, zugleich stolpert selbst der/die geborene NeustädterIn sicher über das ein oder andere Foto und fragt sich, wo es denn aufgenommen wurde oder warum man das die letzten vier Jahre nicht mehr gesehen hat.”
Enrico Grieger: “Side Walks – Fotografische Entdeckungen entlang der Königsbrücker”
Vernissage: Dienstag, 01. November 2011, 19 Uhr
Bürgerbüro GRÜNE ECKE, Bischofsplatz 6, Dresden
Bis wann die Ausstelung zu sehen ist, diese Information lässt sich leider nicht finden.
Posted 3 months, 3 weeks ago at 15:24. Add a comment
Gestern gab es im Stadtrat also eine Entscheidung über den Ausbau der Königsbrücker, endgültig wird aber auch der nicht sein. Opposition und Verkehrsbetriebe haben bereits Klagen angekündigt.
Würde man den Zeitungsberichten glauben, so wäre nur eine Variante noch im Rennen, doch die Initiative Königsbrücker muss leben (dort finden sich alle notwendigen Informationen in übersichtlicher Form) weißt darauf hin, dass auch ein Ausbau im Bestand noch möglich ist. Mit anderen Worten – es ist noch nicht alles verloren.
Den Vogel hat wieder mal der unsägliche Herr Zastrow von der fast-nicht.mehr-vorhanden-Partei FDP abgeschossen, der in der DNN seinen geistigen Unrat absondern durfte: „Die Vierspur-Variante sei an den Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer orientiert, richte sich gegen die Bevormundung der Bürger durch die DVB, so Holger Zastrow (FDP)“. Dass die von den bürgerlichen Parteien favorisierte Ausbau-Variante 5 den Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer gerecht wird, dem widersprach schon DVB-Chef Reiner Zieschank, als er darauf hinwies, dass zwei nebeneinander stehende LKWs eine Gefahr für die Fahrgäste darstellen. Aber selbst, wenn dem nicht so wäre, sollte Herrn Zastrow aufgefallen sein, dass er ausschließlich die Bedürfnisse der VERKEHRSteilnehmer im Blick hat. Dumm nur, dass die Königsbrücker kein Autobahnabschnitt ist, sondern eine Straße durch ein Wohngebiet. Langsam sollte es doch auch zu solchen Betonköpfen durchgedrungen sein, dass der Straßenverkehr nur EIN Aspekt einer Stadtplanung sein kann, denn eine Stadt ist nicht nur Verkehrs- sondern auch Lebensraum. Ganz abgesehen davon, gehört dem motorisierten Individualverkehr definitiv nicht die Zukunft und die Folgen des Autowahns, wie die Feinstaub- und Lärmbelastung, sind seit langem kaum noch zu übersehen …
Posted 4 months, 1 week ago at 15:28. Add a comment
Das Thema Königsbrücker Straße war schon wieder von meiner Agenda verschwunden, ich gebe es ja zu. Jetzt taucht es allerdings wieder auf, noch dazu mit einer erfreulichen Wendung. Nach dem ganzen hin und her bezüglich eines zwei- oder vierspurigen Ausbaus der Straße, die mitten durch die Neustadt führt, scheinen jetzt die Würfel gefallen. Zwar ist das Ergebnis der Verkehrsprognose 2025 noch nicht offiziell, an den Zahlen und den daraus zu ziehenden Schlussfolgrungen wird sich wohl nichts mehr ändern: Die Verkehrsbelastung wird in den nächsten 15 Jahren relativ konstant bleiben, weshalb ein zweispuriger Ausbau mit überbreiten Fahrbahnen von den Experten des Verkehrsministeriums als ausreichend betrachtet wird. Eine Aussage, die CDU und FDP kaum übergehen können, die einen vierspurigen Ausbau befürworteten. Ein wirklicher Sieg gegen die Autofahrerlobby ist diese Einschätzung aber nicht, denn auch bei der jetzt höchstwahrscheinlich beschlussfähigen Variante werden Vorgärten dran glauben müssen und der Raum der Fußgänger wird zugunsten des Autoverkehrs eingeschränkt. Trotzdem ist man versucht zu sagen: Wenigstens kein „worst case“…
Posted 1 year, 4 months ago at 16:19. 2 comments
Im Amtsblatt vom 22. Oktober (Seite 13) teilt die Verwaltung der Landeshauptstadt mit, daß ab dem 9. November bis zum 9. Dezember die Planung für die Königsbrücker Straße ausgelegt werden. Es ist wohl noch immer nicht klar ob die Straße 2-spurig oder 4-spurig ausgebaut wird, ob ein Tunnel an der Kreuzung Stauffenbergallee/Königsbrücker entstehen soll oder ob uns noch andere Überaschungen bevorstehen. Ein Freund meint: “Der Zeitpunkt ist ausgesprochen geschickt gewählt, fällt doch das Verfahren für Einwendungen in die Adventzeit und somit in eine Zeit, in der die Meisten mit ganz anderen Dingen beschäftigt sind.”
Damit die Königsbrücker am Ende nicht zum Highway mutiert und die Neustadt zum Autobahnrandgebiet, sollten möglichst Viele das Planungswerk kritisch unter die Lupe nehmen. Hier die Amtsdeutsche Formulierung aus dem Amtsdeutschen Amtsblatt für die Amtsdeutschen Rahmenbedingungen:
Der Plan (Zeichnungen und Erläuterungen) liegt bei Landeshauptstadt Dresden, Straßen- und Tiefbauamt, St. Petersburger Straße 9, 01069 Dresden, Zimmer-Nr. K 315 in der Zeit vom 9. November 2009 bis 9. Dezember 2009 während der Dienststunden Montag, Mittwoch, Freitag 9 bis 12 Uhr Dienstag, Donnerstag 9 bis 18 Uhr zur allgemeinen Einsicht aus. Jeder kann bis zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist, also bis zum 23. Dezember 2009, schriftlich oder zur Niederschrift bei der StadtverwaltungDresden, St. Petersburger Straße 9, 01069 Dresden, oder bei der Landesdirektion Dresden, Stauffenbergallee 2, 01099 Dresden, Einwendungen gegen den Plan erheben. Die Einwendung muss den geltend gemachten Belang und das Maß seiner Beeinträchtigung erkennen lassen. Mit Ablauf der Einwendungsfrist sind alle Einwendungen ausgeschlossen (§ 17a Nr. 7 Satz 1 FStrG).
Posted 2 years, 3 months ago at 10:24. 1 comment