Hier nur mal wieder ein Hinweis für eine Veranstaltung, die heute Abend stattfindet:

Am Donnerstag, 10. Februar, 19 Uhr, findet das zweite Forum im Rahmen des Beteiligungsprozesses zum Hochwasserschutz für Laubegast in der Turnhalle der 64. Mittelschule, Linzer Straße 1, statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind hierzu herzlich eingeladen.

Zum zweiten Forum präsentiert das Moderationsbüro (Büro für urbane Projekte) das Meinungsbild der betroffenen und interessierten Anwohnerinnen und Anwohner. Dieses beruht auf der Auswertung zahlreicher Interviews mit Laubegaster Bürgern und Institutionen. Außerdem berücksichtigt wurden die, seit dem ersten Forum am 25. November 2010, schriftlich eingebrachten und mündlich vorgetragenen Positionen. Weiterhin diskutieren die Mitarbeiter den Entwurf für die „Statuten zum Prozess“, die auf den bisher vereinbarten „Spielregeln“ aufbauen. Gemeinsam mit den Teilnehmern werden schließlich die nächsten Arbeitsschritte des Beteiligungsprozesses besprochen und festgelegt.
Informationen und Dokumente zum Beteiligungsprozess stehen im Internet unter www.dresden.de/hochwasser unter der Rubrik “Leben mit dem Fluss – Beteiligungsprozess Laubegas” zur Verfügung. Ab dem 11. Februar ist dann auch die Präsentation des Meinungsbildes unter diesem Link abrufbar.

Quelle

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“Statt in einen nachhaltigen Hochwasserschutz zu investieren und den Flüssen wieder mehr Raum zu geben, werden Millionen Euro in Wasserstraßenprojekte gesteckt, deren Nutzen fraglich und deren Schaden an der Natur beträchtlich ist.”

Da habe ich nach 2002 nun gedacht, es würde sich etwas ändern aber es hat sich nicht. Wenn man sich auf etwas verlassen kann, dann darauf, dass das Langzeitgedächtnis der meisten Leute nicht funktioniert. Gestern noch “Jahrhundertflut”, heute kräht kein Hahn mehr danach…

Noch immer gibt es Pläne, die Elbe für den ganzjährigen Schiffsverkehr auszubauen. Die wichtigsten Hintergrundinformationen findet Ihr unter elbe-insel.de.

Gegen diese und Pläne für andere Flüsse wird heute bundesweit protestiert, in der Region in
Riesa - vom Kinovorplatz gemeinsamer Gang zur Elbe
Meißen - Treffpunkt Brückenkopf Eisenbahnbrücke, linkselbisch
Radebeul - Altkötzschenbroda, an der geplanten Flutmauer
Dresden - Treffpunkt am goldenen Reiter
Pirna - Fähranleger
Stadt Wehlen – Treffpunkt Radfahrerkirche
Bad Schandau - Am Elbkai

Los gehen müsste es überall so gegen 17 Uhr…

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Vor einiger Zeit hatte ich hier einen Link zu einer Hochwasserschutzmaßnahme der besonderen Art gebracht, zur Laubegaster Mauer. Ähnlich wie in Pieschen und in Friedrichstadt (wo ein Teil der Mauer nun wohl wieder abgerissen werden muss aufgrund des Baus der neuen Straßenbahnlinie ins Ostragehege) will man hier mit Beton der Fluten Herr werden, “Nach bisherigen Informationen soll diese Mauer 2,7 Km lang und durchschnittlich über zwei Meter hoch werden”. Irgendwann sieht die Elbe dann aus, wie ein Kanal – rechts und links Mauern.
Offensichtlich ist man im Rathaus dahinter gekommen, dass das nicht so die ideale Idee ist, weshalb man Ende November (25.11., 19 Uhr) ins Volkshaus Laubegast einlädt, um mit den Laubegastern über den Hochwasserschutz ihres Stadtteils zu diskutieren.
Zum Auftakt dieser Diskussion soll es im städtischen Internetauftritt eine eigenständige Seite geben, die Wissensgrundlagen und Protokolle für den Beteiligungsprozess sowie alle erarbeiteten und veröffentlichten Dokumente bereitstellt. Leider konnte ich die noch nicht finden, aus der entsprechenden Pressemitteilung heraus ist sie nicht verlinkt. Sobald ich mehr weiß, wird der Link hier eingefügt.

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Heute habe ich mal fix gegoogelt, was es denn eigentlich für Foren zu / aus Dresden gibt – die exakten Ergebnisse vielleicht mal später – und bin dabei auf „Forum Barockstadt Dresden“ gestoßen. Bei diesem Namen hätte ich eigentlich die schlimmste Dresdnerische Selbstbeweihräucherung und Lobhudelei erwartet, so war’s dann aber nicht. Unter der Überschrift „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen“ fand ich dann folgendes Video

Ganz schön peinlich, die Frau OB. Aber der eigentliche Star dieses kleinen Filmchens ist der Typ, der da ausrastet. Sehr schön, wie sich seien Geisteshaltung in dem einen Satz ausdrückt, den alle Spießer gebrauchen, wenn sie auf Leute treffen, die ihnen aufgrund ihres nonkonformen Äußeren suspekt sind: „Geh arbeiten!“. Da schwingt mit, dass „solche Kunden“ ganz sicher „Sozialschmarotzer“ sind, die den ganzen Tag auf der faulen Haut liegen und wo es geht und meist ohne jeden Grund Stunk machen. Wenn die arbeiten gehen würden („wie wir“), dann hätten die gar keine Zeit, auf solche Gedanken zu kommen. Mich würde mal interessieren, womit der nette Senior seinen Lebensunterhalt zu DDR-Zeiten bestritten hat…

Das eigentliche Thema soll natürlich auch nicht unbeachtet bleiben. Hochwasserschutz ist seit 2002 eine sehr wichtige Frage in Dresden. Die offiziell vertretene Strategie scheint zu sein, dass man wo möglich, den Fluss einmauert (wahrscheinlich eher zum Wohle der lokalen Bauwirtschaft als zum Schutz vor Fluten). Kein gutes Konzept, gegen dass es auch einigen Widerstand gibt.

- Mauerzoff (Bürgerinitiative Laubegast)
- Keine Mauer (Bürgerinitiative Pieschen)

Die Wikipeda widmet dem Hochwasserschutz in Dresden übrigens einen ganzen Artikel – ganz am Ende steht auch was zum zukünftigen Ausbau. Wie genau oder parteiisch dieser Artikel ist, kann ich auf die Schnelle nicht beurteilen. Wer sich auskennt, kann ja mal was dazu schreiben oder den Beitrag selbst entsprechend editieren…

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Gestern war wieder Stadtratssitzung, das merkt man anhand der zahllosen Pressemitteilungen, die ich noch immer kriege. Hier mal eine Auswahl der Themen, die Dresden derzeit beschäftigen:

Die CDU beschwert sich, dass Dynamo einen zweiten Geschäftsführer einstellen will, obwohl kein Geld da ist und der Fußballverein quasi unter Aufsicht der Stadt steht. Da muss ich den Konservativen mal ausnahmsweise recht geben, wobei ich natürlich nicht weiß, ob die CDU-Abgeordneten über den Vorgang wirklich so uninformiert waren. Falls ja, ist das schon ein ganz schön starkes Stück und Dynamo verscherzt sich auf diesem Wege die städtische Unterstützung.

Die Grünen freuen sich über die verbesserte Bürgerbeteiligung beim Hochwasserschutz in Laubegast. Vielleicht können die Anwohner in meinem alten Stadtteil verhindern, dass sie auch solch tolle Bauwerke wie eine Hochwasserschutzmauer bekommen. Zu wünschen wäre es ihnen. Mich müsste das Thema von der Höhe aus betrachtet zwar nicht mehr so sehr interessieren aber ich hänge nochziemlich an dem Stadtteil. Als ich gestern aus der Stadt kommend am Elberadweg lang fuhr, kamen mir wieder die ganze Erinnerungen, z.B. an den Übergang zwischen Laubegast und Tolkewitz. Auf diesem kleinen Stück war es meist deutlich kälter als in der Umgebung, eine Kälte, die richtig in die Sachen kroch. Im Sommer gab es hier in der Flutrinne zahllose Frösche die quakten, hier habe ich Füchse, Fasane, Stieglitzschwärme und einen Grünspecht gesehen…
Kleine Info am Rande, für alle die, die’s noch nicht mitbekommen haben: Die Reinigung der Elbwiesen muss am Wochenende aufgrund des Hochwassers ausfallen und wird auf den 17.4. verschoben. Da bin ich wenigstens in der Stadt. Morgen wäre nix geworden.

Eine Meldung der Linken beschäftigte sich mit der Staatsoperette. Wieder so ein endloses Thema. Auch wenn ich mit der Musik nichts anfangen kann, ist es schon ein unwürdiger Zustand, das es nicht mal bei solch einer Mainstreamsache voran geht. Mehr als einmal habe ich schon darüber gelesen, dass der Zustand der Leubener Spielstätte katastrophal sein soll. Das Heizkraftwerk als neues Quartier ist wohl wieder aus dem Rennen, oder? War jetzt nicht irgendein mysteriöser Sponsor aufgetaucht, der ein Musical bauen wollte oder verwechsle ich da etwas? Wer soll da eigentlich den Überblick behalten? Ich würde mich ganz bescheiden über einen kleinen bezahlbaren Club für Konzerte abseits popmusikalischer Verwertungsmechanismen freuen. Zentral gelegen und gut erreichbar. Eine Operette brauche ich nicht…

Die Linksjugend meldete sich mit ihrer Kritik an den Einsparvorschlägen der Stadtführung zu Worte. Kulturpalastumbau vs. Schulsanierung heißt hier die Stoßrichtung. Ich weiß auch hier nicht, was ich davon halten soll. Gibt es denn schon eine Einigung über den Kulturpalast und was damit geschehen soll? Auch hier habe ich völlig den Faden verloren. Das ewige hin und her sorgt bei mir im Allgemeinen dafür, dass ich irgendwann das Interesse verliere. Na wie auch immer – ich bin mal vor ca. zehn Jahren im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit in einer Schule im Hecht gewesen und was ich da gesehen habe, konnte man nur als Katastrophe bezeichnen. An den Wänden von denen Farbe abblätterte, hingen irgendwelche Bravo-Poster-Larven, das Mobiliar sah aus wie aus DDR-Zeiten und war selbstredend vollkommen zerschlissen. Wo da die Begeisterung am Lernen herkommen soll, das muss mir erst einmal jemand erklären. Da wir in der Schule waren, um Bilder zu machen, strichen wir umgehend die Segel und gingen ins St. Benno-Gymnasium. Der Unterschied war unglaublich…

Dresden, Stadt voller Baustellen. In diesem Sinne möchte ich einen alten Werbespruch in Erinnerung rufen: Es gibt viel zu tun, packen wir es an!

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Auf Initiative von “Pro Pieschen” treffen sich heute um 17 Uhr empörte Bürgerinnen und Bürger am Ballhaus Watzke, um in einem “Trauermarsch” gegen die begonnenen Baumfällungen in der Kötzschenbrodaer Straße in Pieschen zu protestieren. Grund für das Kettensägemassaker ist der Bau einer Hochwasserschutzmauer, gegen die sich schon Protest regte.

Ergänzung:

Leider las ich heute (20.02.) viel zu spät diese Mail:
Liebe Freundinnen und Freunde,

es werden schon wieder sinnlos Bäume gefällt!

Überraschend wurde heute morgen mit dem Fällen der großen Platanen vor dem Finanzministerium am Königsufer begonnen. Dass dies ohne einsehbare Gründe passiert, kann man am besten vor Ort sehen.

Bitte kommt 14 Uhr mit Trillerpfeife und Fotoapparaten bewaffnet zum Königsufer (Elbterasse wo die Filmnächte stattfinden), um zu zeigen, dass uns das nicht egal ist, und um zu dokumentieren, dass wieder einmal völlig gesunde Bäume umgesägt werden…

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