“Der historische Abschnitt des Dresdner Körnerwegs wird nicht vor 2015 saniert.”. das teilte Bauamts-Chef Reinhard Koettnitz gestern auf einer Bürgerversammlung mit. Wer den ganzen Artikel lesen will, den gibt’s hier bei der DNN.
Ehrlich gesagt finde ich den Denkmalsschutz, der ja immer als Vorwand für die nicht erfolgende Sanierung dient, an dieser Stelle total überflüssig. Hier geht es ja nicht um ein historisches Ortsbild oder dergleichen, sondern einzig um ein paar Meter viel benutzten Weg, der auch nur für die Benutzer einsehbar ist. Nun werde ich mir noch mindestens weitere drei Jahre lang Gedärm und Fahrradtechnik auf dem Körnerweg durchschütteln lassen müssen. Manchmal kotzt mich die Lahmarschigkeit in dieser Stadt echt an…

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Heute muss ich mal ein klitzekleines bisschen angeben. Gestern Abend habe ich etwas geschafft, das ich mir vor kurzem noch gar nicht zugetraut hätte. Ich bin ohne anzuhalten und abzusteigen, ja sogar ohne aus dem Sattel zu gehen mit meinem Rad die Grundstraße hochgefahren! Ich gebe zu, dass ich das auch deshalb gemacht habe, weil ich das Geld für den Bus sparen wollte (sind immerhin 3,80 Euro). Geiz ist halt nicht nur schlecht.
Die Kraft war dann nicht so sehr das Problem, wie ich gedacht hatte aber die Ausdauer. Letztendlich hab ich’s aber doch geschafft und nicht nur das: Ich bin nämlich sogar noch den Berg nach Quoren / Gönnsdorf hochgefahren, am Stück! Zwar war ich dann daheim komplett im Eimer aber auch ein bisschen stolz.
Ob ich diese Großtat, die manchem Biker wahrscheinlich nur ein müdes Lächeln entlockt – was mir aber egal ist – so schnell wiederholen kann / werde / muss / sei dahingestellt: Jetzt weiß ich, dass ich dazu in der Lage bin. Als Einschränkung möchte ich noch hinzufügen, dass ich es nicht tagsüber machen würde, denn da atmet man fleißig die Abgase der endlos vielen Fahrzeuge ein, die die Grundstraße entlang fahren…

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Das Fahrrad ist da! Bild gibt’s jetzt nicht, sondern irgendwann später… Das Teil sieht aus wie hier, nur farblich genau “invers”.
Bin damit schon ein Stück gefahren aber derzeit macht es nicht wirklich viel Spaß. Auf der Straße sausen die Autos knapp vorbei und auf den Nebenstraßen udn Gehwegen rutscht man wie verrückt. Werde also noch ein bissel warten müssen und erstmal wieder Schneeschuh fahren
:-(

Irgenwie wollte ich ja noch was zu dieser tollen “Dresden Kompakt”-Broschüre schreiben aber viel weiter als bis zur Editorial-Überschrift “Ein Duett aus wohltuender Tradition und erfrischenden Neuigkeiten” bin ich nicht gekommen. Wer denkt sich eigentlich so einen Quatsch aus?! Na gut, noch ein bissel weiter geblättert: Die Centrums-Galerie wirbt mit “Aufregender. Spannender. Dresdner.” und die OB preist das Heftchen als “hilfreiche Orientierung in jeder Lebenslage”, denn “Ohne die Wegweiser würden wir uns im Leben verirren” zitiert sie den Staatsrechter Johann Jakob Moser (who the fuck is this?) – da kommt wieder die Kindergärtnerin durch usw.usf. Hab jetzt ehrlich gesagt Wichtigeres zu tun. Naja, nochmal reinschauen kann ja nicht schaden. Zuminest den Artikel zur “akustohistoriologischen Reise durch Dresden” werde ich noch lesen.

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Immer mehr Dresdner sind mit dem Fahrrad unterwegs. Das hat eine bisher noch unveröffentlichte Studie der TU Dresden ermittelt. Passend dazu bekam die Landeshauptstadt gestern von Verkehrsminister Tiefensee Fördermittel in Millionenhöhe für den Aufbau eines Fahrradverleihsystems bewilligt – bis 2012 sollen 35 Leihstationen entstehen und 600 Mietfahrräder angeschafft werden. (Dazu gibt es allerdings auch Bedenken.)
Doch wie reagiert die Rathausspitze auf diese positive Nachrichten? OB Helma Orosz stellt den wichtigsten Verkehrsplaner der Stadt kalt. 18 Jahre lang leitete Gerhard Rietscher die renommierte Hauptabteilung Mobilität, die bereits im Februar abgewickelt wurde, jetzt wird Rietscher zum „Berater für besondere Fragen“ unter Baubürgermeister Jürgen Marx von der CDU „degradiert“, ohne eigene Mitarbeiter und Kompetenzen. Rietscher galt der regierenden CDU wohl als „autofeindlich“, weil er wiederholt dafür eingetreten ist, seiner Ansicht nach überdimensionierte Verkehrsprojekte auf ein verträgliches Maß zu stutzen. In der heutigen SZ beschreibt Gerhard Rietscher seine Position so: „Lobbyisten für Autofahrer gab und gibt es in Dresden genug. Deshalb habe ich stets versucht, für die anderen Verkehrsteilnehmer mit meiner Stimme ein Gleichgewicht in Debatten zu bringen. Ich bin aber kein Gegner der Autofahrer.“ Die OB sieht das wohl anders. Mit Rietscher hat sie einen unliebsamen Kritiker an der autofreundlichen Verkehrspolitik ihrer Partei entmachtet. Der findet nämlich: „Öffentlicher Raum ist nicht Transportband und Abstellfläche für Autos, es ist Lebensraum.“ Und Frau Orosz, wie sehen Sie das?

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