Nicht einmal Olympia kann verdecken, dass die Bundesliga-Saison bald schon wieder losgeht. Doch eigentlich ist die Sommerpause von König Fußball noch viel kürzer – nachdem die 3. Liga bereits zwei Spieltage absolviert hat, startete am ersten August-Wochenende auch die 2. Liga. Und damit kommt Dynamo Dresden ins Spiel. Zum Auftakt ging es ins Ruhrgebiet nach Bochum; gegen einen Verein also, der auf den ersten Blick nicht viel mit Dynamo gemein hat. In manchen Punkten allerdings schon. Zum einen wähnen sich beide Klubs als Traditionsvereine, die eigentlich in die Bundesliga gehören. Wohlgemerkt: Eigentlich. Eine weitere Gemeinsamkeit sind die Probleme beider Vereine in den vergangenen Jahren, da lassen sich ebenfalls Parallelen herstellen. Umso wichtiger ist es für beide Teams, den Blick in die Zukunft zu richten. Wären da nicht schon vor dem ersten Spieltag neue Wolken, die über Dresden aufziehen.

Schwarzfahren als Grund für eine Haftstrafe?

Hasan Pepic wurde im Sommer verpflichtet, um dem Kader auch eine perspektivische Tiefe zu verleihen. Der 19-jährige Mittelfeldspieler spielte immerhin in der U19 von Montenegro. Es sieht allerdings danach aus, als müsste Dynamo in auf den Youngster verzichten, wenn auch nur für kurz. Grund dafür ist nicht, wie vielleicht zu erwarten, eine Verletzung, sondern wiederholtes Schwarzfahren. Genauer: Wiederholtes erwischt werden. Ein Richter verurteilte Pepic nun zu einem einwöchigen Jugendarrest. Hinzu kommt eine Strafe von 6.000 Euro. Der Ausflug in die unfreiwillige Vollpension ist natürlich nicht besonders lang und muss auch nicht direkt angetreten werden. Insofern ist es sogar möglich, dass der Vorfall für Dynamo sportlich ohne Folgen bleibt. Bei Pessimisten dürfte es jedoch für ein mulmiges Gefühl sorgen, aufgrund des Omens, das darin gesehen werden kann. Im Spiel gegen Bochum schlugen dann auch die bösen Geister zu: Das Match ging 1:2 verloren. Daran konnte auch der in der 72. Minute eingewechselte Pepic nichts ändern.

Kurzer Ausblick: Dresden und die Konkurrenz

Beim Blick auf die jüngere Vergangenheit ist klar, dass Dynamo nicht unbedingt zu den ersten Aufstiegskandidaten ins Oberhaus gehört. Die Fans auf dem Internetportal myheimat.de/ sehen das ähnlich. Diese Rolle geht traditionell an die Absteiger der letzten Spielzeit. Allen voran die Hertha gilt dank ihrer finanziellen Mittel als Kandidat für den Wiederaufstieg, gefolgt von Köln und Kaiserslautern.

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Dynamo darf nächstes Jahr nicht im Pokal spielen

„Was juckt es die Eiche, wenn sich die Sau dran scheuert“, musste ich denken, als ich die PM der Grünen heute las. „Strafe für Dynamo ist zu hart und kontraproduktiv“ kritisieren die Dresdner Grünen das Urteil des DFB gegen Dynamo Dresden, die im nächsten Jahr nicht am DFB-Pokal teilnehmen dürfen. Klar, von Politikern darf man schon erwarten, dass sie sich zu einem Thema von allgemeinem Interesse äußern aber machen wir uns nichts vor: Interessieren wird diese Meinungsäußerung die mächtigen Fußballfunktionäre einen Fliegenschiss. Da wird es auch nichts nützen, wenn die gesammelte Stadtspitze sich erregt.
Der DFB will am ungeliebten Ostverein ein Exempel statuieren und das macht er dann auch. Unabhängig davon, ob das tatsächlich gerechtfertigt ist oder nicht. Trotzdem sollten die Fans endlich mal kapieren, dass Dynamo nicht im luftleeren Raum agiert. Und wenn man immer wieder die Regeln bricht, muss man mit den Konsequenzen leben. Der DFB sitzt nun mal am längeren Hebel, denn der Verband bestimmt, wer mitspielen darf. Ich würde mir wünschen, dass der Verein endlich nur noch mit sportlichen Erfolgen Schlagzeilen macht. In der nächsten Saison wird er im Pokal keine Chance dazu haben. Das ist (nicht nur finanziell) ganz großer Mist…

:-(

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Ich bin zwar kein “Bürger” in dem Sinne, dass ich Graffitis grundsätzllich ablehne und für Schmierereien halte – es gibt durchaus sehr schöne Bilder und an grauen Betonwänden kann ich die eigentlich nur als Bereicherung empfinden. Aber die Graffitis am Gönnsdorfer Diska sind einfach nur Schmierereien. Schön, dass Dynamo aufgestiegen ist aber das muss nicht wirklich sein. Rechts im ersten Bild sieht man einen Galgen, da hängt, von mir leider beim Fotografieren entfernt Aue dran. Da können wir uns gleich wieder frisch machen, wenn diese Leute die Oberhand gewinnen, für die Fussball in erster Linie Krieg ist. Dynamo muss gerade mal wieder 24.000 Euro zahlen, wegen Ausschreitungen der Fans. Das erste Heimspiel der Saison geht übrigens gegen Hansa Rostock. Da werden sicher ebenfalls alte Feindschaften gepflegt.

Graffiti am Diska

Graffiti am Diska

Mal abgesehen von der blöden Schmiererei: Ehrlich gesagt, wundere ich mich, dass diese Deppen noch nicht erwischt worden sind. Denn das ist nicht das erste Mal und die Graffitis sind nicht immer so “harmlos”. (Ob das die gleichen “Künstler” sind weiß ich nicht, ich vermute es aber mal.) Auf dem zweiten Bild sieht man über dem Auto noch “NS” und es gab schon mehrfach Graffitis der Marke “NS jetzt”. Sollte da nicht eigentlich der Staatsschutz ermitteln? Wofür haben wir den Laden eigentlich? Ach ich vergaß, die sind ja damit beschäftigt, Handydaten auszuwerten

Wenn ich erzähle, dass ich in Papprtiz wohne, kommt bei vielen sofort die Frage nach der Turnhalle. Hier hatte die NPD vor einigen Jahren ihr “Pressefest” abgehalten. Mittlerweile ist das wohl nicht mehr möglich (aufgrund baupolizeilicher Sanktionen, soweit ich weiß), der braune “Turnhallengeist” ist in Pappritz leider noch immer existent.

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(ganz offensichtlich vom Fernsehr abgefilmt)

Hoffen wir, dass Dynamo  in der 2. Bundesliga vor allem Dank seiner sportlichen Leistungen Schlagzeilen macht und die Fans durch frenetische Schlachtgesänge und die ausdauernde Unterstützung ihrer Mannschaft auffallen…
Dynamo Dresden 2. Bundesliga
Das konnte ich mir dann heute nun doch nicht verkneifen. Die Kollegen haben zwar dumme Bemerkungen gemacht aber was soll’s. Die Fahne ist übrigens ein “Erbstück”. Gutes Dederon aus den frühen 1980ern…

Das Saisonziel ist aus meiner Sicht klar: Klassenerhalt!

 

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Da heutige Internetfundstück ist eigentlich kein richtiges Funkdstück, da nicht wirklich gegenständlich. Es handelt sich vielmehr um eine Bilderdatenbank namens “V like Vintage – die historische Fotocommunity”. Als ich die Seite gefunden hatte, habe ich gleich mal ausprobiert, ob es da auch was zu Dresden gibt und siehe da: 111 Seiten mit je 20 Bildern werden angezeigt. Auf den ersten Seiten kommen vor allem die Freunde von Dynamo Dresden auf ihre Kosten, es gibt aber selbstverständlich auch Bilder zur Stadt und aus dem Alltagsleben.
Alle Bilder lassen sich downloaden und sind ausführlich betitelt, so dass der Benutzer auch weiß, was er da grade sieht. Keine Selbstverständlichkeit, möchte ich meinen. Zur rechtlichen Lage konnte ich folgende Informationen finden:
“Private Nutzer von V like Vintage können entscheiden, ob sie ihre Fotografien anderen Mitgliedern dieser einmaligen Foto-Community kostenlos zugänglich machen oder für die gewerbliche Nutzung freigeben möchten.” Weiterhin ist am Ende jeder Seite zu lesen: “Alle Fotos auf den Seiten der Internet-Plattform V like Vintage unterliegen dem Urheberrecht und dürfen ohne Zustimmung nicht weiterverarbeitet werden.” Mit anderen Worten – Mitglied werden und Autor fragen. Für die private Nutzung sollte es aber keine Probleme geben.

Na dann: Fröhliches Stöbern!

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Gestern war wieder Stadtratssitzung, das merkt man anhand der zahllosen Pressemitteilungen, die ich noch immer kriege. Hier mal eine Auswahl der Themen, die Dresden derzeit beschäftigen:

Die CDU beschwert sich, dass Dynamo einen zweiten Geschäftsführer einstellen will, obwohl kein Geld da ist und der Fußballverein quasi unter Aufsicht der Stadt steht. Da muss ich den Konservativen mal ausnahmsweise recht geben, wobei ich natürlich nicht weiß, ob die CDU-Abgeordneten über den Vorgang wirklich so uninformiert waren. Falls ja, ist das schon ein ganz schön starkes Stück und Dynamo verscherzt sich auf diesem Wege die städtische Unterstützung.

Die Grünen freuen sich über die verbesserte Bürgerbeteiligung beim Hochwasserschutz in Laubegast. Vielleicht können die Anwohner in meinem alten Stadtteil verhindern, dass sie auch solch tolle Bauwerke wie eine Hochwasserschutzmauer bekommen. Zu wünschen wäre es ihnen. Mich müsste das Thema von der Höhe aus betrachtet zwar nicht mehr so sehr interessieren aber ich hänge nochziemlich an dem Stadtteil. Als ich gestern aus der Stadt kommend am Elberadweg lang fuhr, kamen mir wieder die ganze Erinnerungen, z.B. an den Übergang zwischen Laubegast und Tolkewitz. Auf diesem kleinen Stück war es meist deutlich kälter als in der Umgebung, eine Kälte, die richtig in die Sachen kroch. Im Sommer gab es hier in der Flutrinne zahllose Frösche die quakten, hier habe ich Füchse, Fasane, Stieglitzschwärme und einen Grünspecht gesehen…
Kleine Info am Rande, für alle die, die’s noch nicht mitbekommen haben: Die Reinigung der Elbwiesen muss am Wochenende aufgrund des Hochwassers ausfallen und wird auf den 17.4. verschoben. Da bin ich wenigstens in der Stadt. Morgen wäre nix geworden.

Eine Meldung der Linken beschäftigte sich mit der Staatsoperette. Wieder so ein endloses Thema. Auch wenn ich mit der Musik nichts anfangen kann, ist es schon ein unwürdiger Zustand, das es nicht mal bei solch einer Mainstreamsache voran geht. Mehr als einmal habe ich schon darüber gelesen, dass der Zustand der Leubener Spielstätte katastrophal sein soll. Das Heizkraftwerk als neues Quartier ist wohl wieder aus dem Rennen, oder? War jetzt nicht irgendein mysteriöser Sponsor aufgetaucht, der ein Musical bauen wollte oder verwechsle ich da etwas? Wer soll da eigentlich den Überblick behalten? Ich würde mich ganz bescheiden über einen kleinen bezahlbaren Club für Konzerte abseits popmusikalischer Verwertungsmechanismen freuen. Zentral gelegen und gut erreichbar. Eine Operette brauche ich nicht…

Die Linksjugend meldete sich mit ihrer Kritik an den Einsparvorschlägen der Stadtführung zu Worte. Kulturpalastumbau vs. Schulsanierung heißt hier die Stoßrichtung. Ich weiß auch hier nicht, was ich davon halten soll. Gibt es denn schon eine Einigung über den Kulturpalast und was damit geschehen soll? Auch hier habe ich völlig den Faden verloren. Das ewige hin und her sorgt bei mir im Allgemeinen dafür, dass ich irgendwann das Interesse verliere. Na wie auch immer – ich bin mal vor ca. zehn Jahren im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit in einer Schule im Hecht gewesen und was ich da gesehen habe, konnte man nur als Katastrophe bezeichnen. An den Wänden von denen Farbe abblätterte, hingen irgendwelche Bravo-Poster-Larven, das Mobiliar sah aus wie aus DDR-Zeiten und war selbstredend vollkommen zerschlissen. Wo da die Begeisterung am Lernen herkommen soll, das muss mir erst einmal jemand erklären. Da wir in der Schule waren, um Bilder zu machen, strichen wir umgehend die Segel und gingen ins St. Benno-Gymnasium. Der Unterschied war unglaublich…

Dresden, Stadt voller Baustellen. In diesem Sinne möchte ich einen alten Werbespruch in Erinnerung rufen: Es gibt viel zu tun, packen wir es an!

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Eigentlich sollten die Dresdner Fußballfans zufrieden und glücklich sein, denn Dynamo (ja, ich weiß, es gibt auch noch andere Vereine in der Landeshauptstadt) hat seit letztem Jahr ein schickes neues Stadion. Aber wir wären nicht in Dresden, wenn damit alles in bester Ordnung wäre. Also, dass Stadion ist schon OK aber die finanzielle Situation des Verein sist wieder einmal prekär. 2008 musste Dynamo durch ein kommunales Darlehen in Höhe von 1,25 Millionen Euro gerettet werden, wodurch der Verein praktisch seine Autonomie verlor. Die Stadtverwaltung hat Dank einer Satzungsänderung jetzt erhebliche Mitspracherechte, was den Verein betrifft. Die stellt mal einfach so vom Verein nicht autorisierte, laut Dynamo-Hauptgeschäftsführer Stefan Bohne falsche Zahlen zur Diskussion. Folgt man der offiziellen Darstellung von Dynamo, sind die aus den Nutzungsverträgen resultierenden Mehrbelastungen ab der kommenden Situation existenzgefährdend.
Doch das ist längst nicht der einzige Anlass für Ärger. Die Logo- und Namensrechte des Vereins wurden an Dr. Kölmel, den Betreiber von Kinowelt verpfändet. Der Etat von Dynamo bleibt jedoch auch trotz dieser Maßnahmen unterdeckt, die für Dynamo unvorteilhaften Nutzungsverträge für das Stadion müssen nachverhandelt werden, um Schlimmeres zu verhindern. Eine Faninitiative sieht vor allem den Aufsichtsrat des Vereins für diesen Zustand in der Verantwortung. In einem offenen Brief werden die betreffenden Personen scharf aber in sachlicher Art kritisiert. Die traurige Dynamo-Geschichte geht weiter. Seit der Wende macht der Verein kaum noch sportliche dafür umso mehr wirtschaftliche Schlagzeilen. Die Dresdner können das nur noch mit Galgenhumor kommentieren

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Video vom Dynamo-Testspiel gegen Wien – habe ich grad im Netz gefunden. Die Fans werden das sicher schon lange kennen aber ich als “ferner Beobachter” war einigermaßen überrascht, dass es diese Bilder gibt. (Warum eigentlich? – Hat ja heute Jeder eine videofähige Kamera.)

Weiteres Material finde Ihr hier.

Die “gute Stimmung” dürfte wieder einmal negative Auswirkungen auf die sportliche und ökonomische Situation Dynamos haben. Beim nächsten Pflichtspiel ist das Stadion wahrscheinlich leer. Der Verein sah sich zu scharfen Maßnahmen gezwungen. Was es allerdings mit den “verbotenen Bannern” auf sich hat, konnte ich noch nicht herausfinden. Bild schreibt dazu: “Sie [die bösen Fans] solidarisierten sich auf nicht genehmigten Spruchbändern mit Kriminellen…”

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