Etwas zu spät trudelte bei mir die Pressemitteilung vom Dresdens Erben e.V. ein, die ich aber der hochgeschätzten Leserschaft nicht vorenthalten will. Anfang März entscheidet der Stadtrat über das neue Veranstaltungskonzept des Hauses. Damit werden die Weichen für etwaige Investitionen und Umbauten gestellt. Dresdens Bürger sollen sich in die notwendige Diskussion zum weiteren Schicksal des Kulturpalastes einbringen.
Ehrlich gesagt habe ich zum Kulturpalast keine richtige Meinung. Das ist mal wieder so ein Thema, mit dem man sich endlos beschäftigen kann, wo es zu jedem Argument mindestens ein Gegenargument gibt und bei dem sicher auch allerlei politische Befindlichkeiten eine Rolle spielen. Für die einen ist der Kulturpalast eine sozialistische Altlast für die anderen ein “bedeutendes Bauwerk der Nachkriegsmoderne“. Ich habe dazu, wie gesagt, keine Meinung. Ich war bisher bei ein, zwei Konzerten vor Ort (u.a. Lisa Gerard) und ein paar Mal zur Plattenbörse. Insofern hat das Gebäude für mich nicht die überragende Bedeutung und ich lasse lieber Andere diskutieren. Persönlich finde ich, dass der Kulturpalast als Stadthalle für alle möglichen Veranstaltungen mitten in der Stadt erhalten bleiben sollte. Einen Sinn von extrem hohen Investitionen in das Gebäude, z.B. um die Akustik für ein einzelnes Orchester zu verbessern, sehe ich nicht. Aber das ist nur eine auf wenig Detailwissen begründete Meinung…

Wie auch immer: Seit dem gestrigen Mittwoch gibt es nun eine reguläre Veranstaltung zum Kulturpalast: Der Verein Dresden Erben e. V. lädt immer mittwochs 18 Uhr unter dem Motto „Treffpunkt Kulturpalast“ auf den Platz vor den Kulturpalast ein: „Die Verein ruft die Bürger auf, sich in die Diskussion um den Umgang mit– ihrer Stadthalle – einzubringen.“ Wer also nicht wieder über „die da oben“ meckern will und wen das Thema interessiert, der sollte diese Veranstaltung nicht verpassen. Weitere Infos gibt es auf der Seite Quo vadis, Dresden?

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Hier nur mal wieder ein Hinweis für eine Veranstaltung, die heute Abend stattfindet:

Am Donnerstag, 10. Februar, 19 Uhr, findet das zweite Forum im Rahmen des Beteiligungsprozesses zum Hochwasserschutz für Laubegast in der Turnhalle der 64. Mittelschule, Linzer Straße 1, statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind hierzu herzlich eingeladen.

Zum zweiten Forum präsentiert das Moderationsbüro (Büro für urbane Projekte) das Meinungsbild der betroffenen und interessierten Anwohnerinnen und Anwohner. Dieses beruht auf der Auswertung zahlreicher Interviews mit Laubegaster Bürgern und Institutionen. Außerdem berücksichtigt wurden die, seit dem ersten Forum am 25. November 2010, schriftlich eingebrachten und mündlich vorgetragenen Positionen. Weiterhin diskutieren die Mitarbeiter den Entwurf für die „Statuten zum Prozess“, die auf den bisher vereinbarten „Spielregeln“ aufbauen. Gemeinsam mit den Teilnehmern werden schließlich die nächsten Arbeitsschritte des Beteiligungsprozesses besprochen und festgelegt.
Informationen und Dokumente zum Beteiligungsprozess stehen im Internet unter www.dresden.de/hochwasser unter der Rubrik “Leben mit dem Fluss – Beteiligungsprozess Laubegas” zur Verfügung. Ab dem 11. Februar ist dann auch die Präsentation des Meinungsbildes unter diesem Link abrufbar.

Quelle

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Vor einiger Zeit hatte ich ehrlich empört hier eine Petition der Grünen zur geplanten Ausgliederung von Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet am Loschwitzer Elbufer gepostet. Daraufhin gab es Kommentare u.a. von einem ortsansässigen FDP-Vertreter, der die Petition als Schmarrn bezeichnete, weil der Stadtrat die Ausgliederung schon längst beschlossen hätte. Da war es wieder mein Problem, das mich häufig dazu bringt, überhaupt nichts zu tun. Denn um sich eine fundierte Meinung zu bilden oder gar eine Entscheidung zu treffen, braucht man vernünftige und vor allem richtige Informationen. Bloggerkollege Frank hat in seinem Beitrag zu obigem Sachverhalt auf eindrucksvolle Weise nachgewiesen, wie schwierig es ist, an dieses Wissen überhaupt heranzukommen. Mein Dank und meine Hochachtung gebührt ihm für seine Ausdauer, mit der er letztendlich doch zu einem Ergebnis gekommen ist. Danke! Seine Schlussfolgerung teile ich 100 Prozent: „Wenn man als Bürger bei jeder Petition und ähnlichen Dingen immer erst so ewig nachhaken muss – na schönen Dank!“ Hinzufügen möchte ich: Wenn die Politik den interessierten Bürger hinhält und verschaukelt, muss sich niemand über „Politikverdrossenheit“ wundern. Aber vielleicht ist das auch der Sinn hinter solchen Aktionen. Wenn sich der Pöbel nicht einmischt, können wir das machen, wozu wir Lust haben.

Wenn zwei Parteien (jetzt nicht unbedingt im Sinne der politischen Parteien gemeint) etwas Gegensätzliches erzählen, ist nur eins klar: eine Seite lügt. Mit dieser Tatsache habe ich immer so meine Probleme. Wenn sich, wie im vorliegenden Fall die Fakten nicht nachprüfen lassen, dann wird’s bitter. Mir ist es einmal passiert, dass ich ein Stück wertvolle Technik verborgt hatte, das dann bei Wiedererhalt beschädigt war. Als „Täter“ in Frage kamen nur zwei Leute, die sich gegenseitig bezichtigten, Schuld zu sein. Einen unbeteiligten Zeugen gab es nicht. Was macht man in solch einer Situation?
Dass ich diesmal auf der richtigen Seite stand und die mir sympathischen Grünen richtig lagen, wenn sie auch mit einigen Weglassungen dem Gesamtbild eine ihnen genehme Tendenz verpassten, ist mir da nur ein kleiner Trost…

So, hier gibt’s noch den Link zur Online-Petition zum Erhalt des Landschaftsschutzgebietes. Würde mch freuen, wenn Ihr unterschreibt…

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Gestern war wieder Stadtratssitzung, das merkt man anhand der zahllosen Pressemitteilungen, die ich noch immer kriege. Hier mal eine Auswahl der Themen, die Dresden derzeit beschäftigen:

Die CDU beschwert sich, dass Dynamo einen zweiten Geschäftsführer einstellen will, obwohl kein Geld da ist und der Fußballverein quasi unter Aufsicht der Stadt steht. Da muss ich den Konservativen mal ausnahmsweise recht geben, wobei ich natürlich nicht weiß, ob die CDU-Abgeordneten über den Vorgang wirklich so uninformiert waren. Falls ja, ist das schon ein ganz schön starkes Stück und Dynamo verscherzt sich auf diesem Wege die städtische Unterstützung.

Die Grünen freuen sich über die verbesserte Bürgerbeteiligung beim Hochwasserschutz in Laubegast. Vielleicht können die Anwohner in meinem alten Stadtteil verhindern, dass sie auch solch tolle Bauwerke wie eine Hochwasserschutzmauer bekommen. Zu wünschen wäre es ihnen. Mich müsste das Thema von der Höhe aus betrachtet zwar nicht mehr so sehr interessieren aber ich hänge nochziemlich an dem Stadtteil. Als ich gestern aus der Stadt kommend am Elberadweg lang fuhr, kamen mir wieder die ganze Erinnerungen, z.B. an den Übergang zwischen Laubegast und Tolkewitz. Auf diesem kleinen Stück war es meist deutlich kälter als in der Umgebung, eine Kälte, die richtig in die Sachen kroch. Im Sommer gab es hier in der Flutrinne zahllose Frösche die quakten, hier habe ich Füchse, Fasane, Stieglitzschwärme und einen Grünspecht gesehen…
Kleine Info am Rande, für alle die, die’s noch nicht mitbekommen haben: Die Reinigung der Elbwiesen muss am Wochenende aufgrund des Hochwassers ausfallen und wird auf den 17.4. verschoben. Da bin ich wenigstens in der Stadt. Morgen wäre nix geworden.

Eine Meldung der Linken beschäftigte sich mit der Staatsoperette. Wieder so ein endloses Thema. Auch wenn ich mit der Musik nichts anfangen kann, ist es schon ein unwürdiger Zustand, das es nicht mal bei solch einer Mainstreamsache voran geht. Mehr als einmal habe ich schon darüber gelesen, dass der Zustand der Leubener Spielstätte katastrophal sein soll. Das Heizkraftwerk als neues Quartier ist wohl wieder aus dem Rennen, oder? War jetzt nicht irgendein mysteriöser Sponsor aufgetaucht, der ein Musical bauen wollte oder verwechsle ich da etwas? Wer soll da eigentlich den Überblick behalten? Ich würde mich ganz bescheiden über einen kleinen bezahlbaren Club für Konzerte abseits popmusikalischer Verwertungsmechanismen freuen. Zentral gelegen und gut erreichbar. Eine Operette brauche ich nicht…

Die Linksjugend meldete sich mit ihrer Kritik an den Einsparvorschlägen der Stadtführung zu Worte. Kulturpalastumbau vs. Schulsanierung heißt hier die Stoßrichtung. Ich weiß auch hier nicht, was ich davon halten soll. Gibt es denn schon eine Einigung über den Kulturpalast und was damit geschehen soll? Auch hier habe ich völlig den Faden verloren. Das ewige hin und her sorgt bei mir im Allgemeinen dafür, dass ich irgendwann das Interesse verliere. Na wie auch immer – ich bin mal vor ca. zehn Jahren im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit in einer Schule im Hecht gewesen und was ich da gesehen habe, konnte man nur als Katastrophe bezeichnen. An den Wänden von denen Farbe abblätterte, hingen irgendwelche Bravo-Poster-Larven, das Mobiliar sah aus wie aus DDR-Zeiten und war selbstredend vollkommen zerschlissen. Wo da die Begeisterung am Lernen herkommen soll, das muss mir erst einmal jemand erklären. Da wir in der Schule waren, um Bilder zu machen, strichen wir umgehend die Segel und gingen ins St. Benno-Gymnasium. Der Unterschied war unglaublich…

Dresden, Stadt voller Baustellen. In diesem Sinne möchte ich einen alten Werbespruch in Erinnerung rufen: Es gibt viel zu tun, packen wir es an!

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