Teil meiner Arbeit ist es, per Mail mit verschiedenen Leuten überall in Deutschland zu kommunizieren. Da schreibt bzw. spricht man selbstverständlich nicht nur über das die Arbeit betreffende, sondern bastelt mal den einen oder anderen Zusatz dazu, um das Ganze etwas menschlicher zu machen, mal lustig zu wirken oder auch nur um zu zeigen, dass man den Gegenüber nicht nur als Geschäftspartner wahr nimmt.
Vor kurzem hatte ich einmal einen Email-Wechsel mit einem Herren, der jetzt in Wien lebt. Beim Thema Wien erwähnte ich, dass ich da auch mal wieder hin müsste, da mich meine Hochzeitsreise in die österreichische Hauptstadt führte und ich einige schöne Erinnerungen habe. Seitdem (vor mittlerweile nun fast 14 Jahren war ich erst einmal wieder kurz in der Stadt an der Donau gewesen. Woraufhin die Erwiderung kam, dass besagter Herr endlich auch mal Urlaub in Dresden machen und sich unbedingt die Frauenkirche anschauen müsse.
Der Schlag traf mich dann doch hart, denn das Dresden sofort die Assoziation Frauenkirche auslöst, war mir irgendwie nicht mehr so gegenwärtig. Aber das sind wohl die Spätfolgen der Euphorie um den Wiederaufbau. Persönlich finde ich das Gotteshaus von außen ja nicht schlecht, architektonisch von innen recht spannend aber die Ausmalung einfach nur scheußlich. Unabhängig davon ist für mich eigentlich noch immer der Zwinger DIE Dresdner Sehenswürdigkeit, gefolgt auf Platz zwei von der Semperoper {„Sachsens schönster Brauerei“ :-) }.
Da ich ja nun seit über 20 Jahren in der Stadt lebe, habe ich die Eigenschaft der Eingeborenen angenommen, massiv Werbung für die Schönheiten Dresdens zu machen. Dabei bin ich aber nicht unbedingt der Fan des barocken Zentrums, weil seien wir ehrlich, viel ist da ja nicht mehr da. Wenn ich Werbung für Dresden mache, dann meist für die herrliche grüne Lage und die vielen Möglichkeiten, die Natur zu genießen, für die Villenviertel wie den Weißen Hirsch und, wie sollte es anders sein, für das reichhaltige kulturelle Leben mit der Neustadt als „Szenezentrum“. Selbstverständlich ist die Empfehlung immer davon abhängig, wer der Gegenüber ist, ob al, ob jung, ob eher konservativ oder alternativ, Partytyp oder Naturfreund und ob vielleicht noch spezielle Hobbys im Spiel sind.
Mich würde mal interessieren, welche Highlights Ihr in Dresden an „die Frau und den Mann“ bringt, wenn Ihr danach gefragt werdet. Ich freue mich schon auf die Kommentare…
Posted 4 weeks, 1 day ago at 14:30. 1 comment
Achtung Blasphemie!
Unser Ministerpräsident Stanislaw Tillich fährt zu Papa Benedikts Geburtstagssause nach Rom. Bestimmt weil die Kapelle fürs Geburtstagsständchen (das Gewandhausorchester Leipzig) aus Sachsen kommt, steht unser Stani samt Ehefrau auf der Gästeliste für die Party in der Audienzhalle des Vatikans. Sogar eine Privataudienz bei der Oberkathole ist für den MiPrä abgefallen. Bestimmt wird er bald heilig gesprochen. Vielleicht bekommt Tillich ja auch einen Job angeboten. Vatikan ist ja auch nicht schwerer als Rat des Kreises. Einfach die Direktiven von oben umsetzen, dann geht schon alles seinen sozialistischen Gang. Vielleicht sucht Ratze ja auch einen Nachfolger? Katholik ist Tillich immerhin und als Amtsinhaber in Rom wäre er unfehlbar. Sehrt verlockend…
Posted 4 weeks, 1 day ago at 13:12. Add a comment
Heute morgen fiel mein neugieriger Blick mal wieder auf die Titelseite der MoPo. Da war zu lesen, dass sich ein Dresdner eine Verfolgungsjagd mit der Tschechischen Polizei geliefert hat, in deren Folge er bei Dubí in eine Hauswand gekracht ist und verstarb. Bei dieser Meldung musste ich daran denken, dass wir gestern auf dem Rückweg aus Prag vom Merzbow-Konzert an einem fetten Loch in einer Hauswand vorbeigekommen sind. Allerdings weiß ich nicht sicher, wo das war.
Sehr seltsame Geschichte das Ganze, denn der Dresdner sollte von der tschechischen Polizei wegen “unerlaubten Haltens” mit einem Strafzettel bedacht werden und der (Verzeihung für den Kraftausdruck) “Schwachmat” ist abgehauen und hat so sein Leben weggeworfen. Was er in Dubí wollte? Ich kann’s mir denken: “In den Jahren nach der Wiedervereinigung Deutschlands erlangte die Stadt und die in Richtung Deutschlands führende Fernstraße zweifelhafte Bekanntheit für die dort, trotz späterer dagegen gerichteter Bemühungen tschechischer Behörden, konzentrierte Prostitution.” (Wikipedia). Mittlerweile ist es da aber ruhiger geworden, einen Straßenstrich gibt es wohl so gut wie nicht mehr…
Posted 1 month ago at 12:06. 4 comments
Ab Dienstag, 10. April, ist die bergwärtige Fahrspur entlang der Schillerstraße in Dresden-Loschwitz zwischen den Grundstücken 4 c und d etwa zwei Wochen lang für den Verkehr gesperrt. Grund sind Reparaturarbeiten an der rechten Stützwand am Berg. Die Sperrung dient dem Schutz der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer sowie als Aufstellfläche für Gerüste und Spezialgeräte. Eine Ampel leitet den Verkehr auf der dann nur noch 2,75 Meter breiten Fahrspur wechselseitig an der Baustelle vorbei.
Auwei.
Posted 1 month, 1 week ago at 08:15. Add a comment