Grundstraße im Blick
Seit Ende vergangnen Jahres waren die Plakate an der Grundstraße zu sehen, mit denen die Anwohner gegen die Ihrer Meinung nach überhöhten Gebühren protestieren, über die sie sich finanziell am Ausbau beteiligen sollen. Jetzt hat die vorweihnachtliche Forderung der Stadtverwaltung ein Nachspiel. Stadträte der Linken werfen der Stadtverwaltung unter anderem vor, dass nicht erbrachte Leistungen abgerechnet wurden, die Straße überdimensioniert ist und dass es Tricksereien mit städtischen Grundstücken gab (SZ). Aus diesem Grunde soll es einen Untersuchungsausschuß geben. Laut Aussagen der Stadtführung ist alles in bester Ordnung. Wenn aber nur ein Teil der in der heutigen SZ detaillliert ausgeführten Vorwürfe stimmt, kommen wegen Fördermittelbetrugs Rückforderungen auf die Stadt zu und vielleicht kriegen ja auch mal die Verantwortlichen ein paar auf die Finger.
Aber leider gehört es ja zu den Traditionen in Dresden, dass niemand für solche Aktionen seinen Kopf hinhalten muss. Ich denke dabei nur an das Bauloch am Wiener Platz, in dem über Jahre hinweg Millionen versenkt wurden, ohne dass jemals irgendwer zumindest seinen Hut nehmen musste. Aber was hilft das schon – dann wartet auf den oder die Missetäter eine andere hübsche Stelle. Im schlimmsten Fall in einer anderen Stadt. Es wird Zeit, dass die Herrschaften für von Ihnen verzapften Unsinn endlich mit dem eigenen Vermögen zur Kasse gebeten werden.
Tags: Ausbau Grundstraße, überhöhte Gebühren, Untersuchungsausschuss
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