Dresdner|Rand

Dresden vom Rand her betrachtet.

Gekloppe beim Fußball

Bookmark this on Hatena Bookmark
Hatena Bookmark - Gekloppe beim Fußball
Share on Facebook
Post to Google Buzz
Bookmark this on Yahoo Bookmark
Bookmark this on Livedoor Clip
Share on FriendFeed
Gekloppe beim FußballDresdner|Rand

Nicht nur Dynamo fabriziert „Dank“ seiner aktionsfreudigen „Fans“ immer wieder traurige Schlagzeilen, auch andere Fußballvereine der Landeshauptstadt bleiben von solchen Störenfrieden nicht verschont. Jetzt gab es „Mische“ beim Spiel zwischen dem Dresdner SC und Post Dresden: „Die Auftaktpartie des Dresdner Sportclub gegen den Post SV Dresden wurde beim Stand von 2:0 … in der 55. Minute abgebrochen. Zuvor hatten etwa 15 Vermummte von außerhalb die Tribüne gestürmt und wollten die Transparente der DSC-Fans entwenden. Der sofort einschreitende Ordnungsdienst konnte dies verhindern. Nach dem Eintreffen der Polizei wollte der Schiedsrichter die Partie wieder anpfeifen, doch die Spieler des Post SV sahen ihre Sicherheit gefährdet und ließen das Spiel abbrechen. Die Entscheidung über den Spielausgang wird nun das Sportgericht treffen…“
(Quelle DSC Aktuell)

Seit langem haben sich die Randalierer die niederen Spielklassen für ihre Aktivitäten ausgesucht, nicht nur in Dresden. Aufgrund des geringeren Budgets der Clubs sind die Sicherheitsmaßnahmen meist nicht ganz so scharf, so dass mehr „Spielraum“ für die Randalierer bleibt. „Die Übergriffe vom Wochenende zeigen deutlich, dass auch in und um Dresden die Gewalt in den unteren Ligen ein Problem darstellt… Die Polizei ist zum Teil unterbesetzt und die Politik zeigt andererseits wenig Interesse daran zu verhindern, dass Stätten des Sports zu rechtsfreien Räumen verkommen. Es ist einzig und allein dem beherzten Eingreifen des Ordnungsdienstes und dem couragierten Auftreten der DSC-Fans zu verdanken, dass niemand ernsthaft verletzt wurde“, erklärt der Georg Wehse von der Linksjugend in seiner Pressemitteilung. So kann man es natürlich auch sehen.
Die Frage ist nur, wie man das Problem lösen will. Massive Polizeieinsätze kosten Geld und wirklich effektiv ist das wohl auch nicht. Ehrlich gesagt, empfinde ich diese Einsätze auch als Belastung für die Anwohner. Ich kann mich erinnern, dass mal das kleine Stadion in Laubegast regelrecht eingekesselt war, weil es irgendein Pokalspiel gab. Man konnte sich nicht mehr entspannt in seiner Umgebung bewegen, weil alles voller Polizeifahrzeuge stand. Das hat für mich immer so was bürgerkriegsartiges und da stehe ich echt nicht drauf…

Tags: , , , ,

Posted in Dresden bewegt and Dresden streitet 1 year, 5 months ago at 16:41.

19 comments

Previous Post:   Next Post:

19 Replies

  1. Numanoid Aug 24th 2010

    Laut SZ von heute geht die Polizei davon aus, daß es sich bei den Angreifern um Dynamo-Deppen handelt.
    Wird Zeit, daß man diese schwarz-gelbe Scheiße aus der Stadt spült!

  2. S.Bolivar Aug 24th 2010

    Wäre die SGD ein ähnlich überschaubarer Haufen wie die Pseudoaufgeklärten aus dem Ostragehege und alle so ticken wie die vermeintlichen vom Sonnabend, könnte man über deinen “Lösungsvorschlag” ja noch diskutieren. Da dem aber wie jeder weiß nicht so ist, deuten bei deinem verallgemeinernden Fingerzeig die berühmten 4 Finger auf dich zurück, Hirni! Diejenigen, die Scheiße bauen sollen die Konsequenzen tragen, Sippenhaft kennt man aus anderen Zeiten…

  3. S.Bolivar Aug 24th 2010

    PS. meinte natürlich 3 Finger…

  4. Na hossa, erste Halbzeit würde ich sagen: unentschieden. Aber erklärt mir doch mal, woher dieser Hass unter den Dresdner Fussballfans kommt. Ich weiß, dass Dynamo als Polizeisportclub und quasi “bestes Pferd im Stall” immer bevorzugt wurden ist aber das ist ja nun Jahre her. Momentan sehe ich vor allem, dass der Club aufgrund der Dummheit der städtischen Entscheidungsträger und der Unfähigkeit der eigenen Führung wieder heftig gebeutelt wird.
    Ehrlich gesagt denke ich aber nicht, dass eien Stadt wie Dresden mehr als ein, vielleicht zwei “bessere” Clubs braucht, also solche, die im bezahlten Fussball mitspielen. Da muss man sich halt entscheiden, wo man das Geld reinsteckt.
    Wenn Ihr das anders seht, immer her mit Eurer Meinung. Ich lasse mich gern eines Besseren belehren…

  5. @S.Bolivar

    Bitte kläre mich auf, was du mit “Pseudoaufgeklärten aus dem Ostragehege” meinst.

  6. S.Bolivar Aug 24th 2010

    Ich meine Leute, die sich richtigerweise gegen Stereotype und aus diesen abgeleitete Diskriminierung wenden (bspw. wenn eine türkischstämmige Clique jemanden überfallen hat und so ein Bild- oder JF-Leser erst verallgemeinert und dann krakelt: “Wird Zeit, daß man diese … Scheiße aus der Stadt spült!” ), aber sobald mal einige selbsternannte Dynamische hirnlosen Dreck fabrizieren, in ähnliche Denk- und Handlungsmuster verfallen. Da werden dann nicht einfach Konsequenzen für die Täter gefordert, sondern schön gegen alle Dynamowichser gewettert.

    Nur mal so: nach einer Sportfive Studie hat Dynamo über 8Mio Sympathisanten…aber rechnen wir mal defensiv und sagen es gibt 100.000 SGD-Fans und hochgegriffen 1000 von der Sturmmaskenfraktion, dann bleibt dieses problematische Klientel trotzdem bei 1%. Statt aber diejenigen zu stärken, die solches Verhalten bekämpfen packt man lieber die Keule aus und verfestigt einen zweifelhaften Ruf, der dementsprechende Leute anzieht und andere abschreckt. Wer darunter leidet ist der Kern, der zu den 99% gehört, immer da war und sein wird. Wem nützt solch ein Verallgemeinern also? Dem 1%, die sich dann entsprechende Zeitungsartikel über die “Dynamohools” an die Wand heften und damit ihre HirniKumpel überzeugen, das nächste mal mitzukommen.
    Und natürlich der handvoll ‘moralisch überlegenen aus dem Gehege’, die sich gut fühlen weil sie ja nicht zu den anderen, pöhsen gehören…
    Solches, nicht neues (Fingerzeig-)Verhalten ist aus meiner Sicht ein Grund der tiefen Abneigung. Ein anderer ist dass Dynamo mit dem Fall der Mauer nach dem Willen der Konservativen und anderen Helfern nicht nur das weinrot im Wappen gegen grün hätte tauschen sollen, sondern auch den “sozialistischen” Namen. Die Weigerung der Fans war der Beginn eines mittlerweile 20jährigen Kampfes der neuen Staatspartei gegen die SGD. Einerseits wurde ein Stadionneubau solange blockiert und verzögert bis günstige Gelegenheiten (wie eine WM06 inkl. Bundes-und Landsmittelförderung) verstrichen war (der Aufstieg in Liga Zwo und engagierte Dynamos sorgten dann für den Druck, dass doch noch ein Stadion kam, das Wie? vor allem das Finanzierungskonzept betreffend, ist dann die nächste Schikane). Andererseits wurde ein Bürgerlicher Gegenpart zu der vor allem durch Vertreter der Arbeiterschicht in den schwierigsten Stunden der 90er Jahre und um die Jahrtausendwende am Leben gehaltenen SGD, forciert. Da wurde eben auf den DSC gesetzt. Hinzu kam dann noch ein bei den damaligen dynamischen Amtsträgern abgeplitzter Sonnenkönig, der dann beim DSC einstieg, paar Argentinier und Ex-Dynamos holte und für kurze Zeit auch Erfolg hatte. Der DSC schaffte damals die Qualifikation für die neue Regionalliga, Dynamo nicht. Das es dann von der einen Seite Häme und von der anderen Neid gab, dürfte klar sein. In dieser Zeit wurde aber deutlich dass auch zwischen einem höherklassigen DSC und den Schwarzgelben in der Gunst bei lokalen Fußballfans Welten liegen. Der DSC ging dementsprechend seinen Weg und wir unseren. Wobei die Heckenschützen blieben, die uns heute einerseits Mängel in der Führung ankreiden aber andererseits anerkannte Leute wie die Herren Dohmen oder Beutel als neue Geschäftsführer aus reiner Schikane verhinderten oder aber trotz deutlich veränderter Fanszene im Vergleich zu den Neunzigern liebendgern noch das Nazischlägermenschenfresserbild malen indem sie austickende Kinder zu repräsentativen Vertretern stilisieren… Wie gesagt, die damalige Konkurrenz in Verbindung mit der Instrumentalisierung durch Politik und den Sonnenkönig, der lustigerweise gerade bei Dynamo wieder intensiver einsteigt und mit seinen Freunden eine Ausgliederung der Profimannschaft, also ein Ende der Vereinsdemokratie, vorantreibt (dreimal darf man raten, wer diese professionellen Strukturen ganz dufte findet…), sind denke ich der Hauptgrund.
    Ich persönlich habe mit den sogenannten “Gehegeaffen” ;) abgeschlossen, nur nervt es ungemein wenn immer wieder mit Verallgemeinerungen alte Klischees bedient werden.

    Ihr habt euren 15Mann-Verein schon völlig frei von unliebsamen Klientel? Glückwunsch! Starke Leistung! Wir sind noch ein Spiegel der Gesellschaft. Was wäre jetzt die sinnvollste Herangehensweise? Dynamo aus der Stadt jagen? lol
    PS. @Admin: Deine Torzählweise irritiert mich, vonwegen unentschieden?!? ;)

  7. zum PS: Ich faand die Argumente waren gleich gut oder schlecht – also 0:0 oder 1:1 – je nachdem, wei man’s sehen will.

    Deine Antwort ist recht aufschlussreich. Dass die Führungsspitze – oder wie soll man die Leute sonst nennen? – nicht immer sehr tauglich waren, lässt sich kaum bestreiten. Ich habe allerdings niemals kapiert, warum das so ist/war.

    Jetzt bin ich gespannt auf die Antwort aus dem Ostragehege – Du hast ja jetzt ordentlich vorgelegt.
    Grundsätzlich ist es nervend, wenn die Leute immer gegeneinander ausgespielt werden und wenn in einer solch “mittelgroßen” Stadt wie Dresden solche Aversionen bestehen. Schließlich sind wir ja alle Bürger dieser Stadt…

  8. S.Bolivar Aug 24th 2010

    Nach der Wende gab es erstmal Dynamoloyale (Ziegenbalg), die aber von Kapitalismus keine Ahnung hatten und sich von allen Seiten über den Tisch ziehen liessen (Transfers, Vermarkterverträge mit Sorad…). Dann kam RJ Otto, hessischer Baulöwe, der Dynamo als Sprungbrett nutzte, für die FDP in den Stadtrat zog, durch Bauvorhaben Millionen scheffelte, weitere verschwinden ließ und in den Knast wanderte. Die Konsequenz bei Dynamo war eine neue Satzung, der Präsident wurde kastriert und Aufsichts- sowie Ehrenrat bekamen starken Einfluß. Die Kohle aus den Sammer-, Kirsten-, Zickler-, Jeremies-…Transfers war aber weg, die Ansprüche nach jahrzehntelangem Spitzenfußball bei Medien, Fans und Sponsoren unvermindert groß, dementsprechend hatte es keine Führung einfach und konnte in Ruhe arbeiten. Zudem zieht ein am Boden liegender großer Name natürlich auch viel zweifelhaftes, eigenprofitorientiertes, ‘lichtscheues Gesindel’ wie unser Olaf sagen würde, an und um wieder hoch zu kommen brauchst du auch einfach Glück. Das ging nicht nur Dynamo so, ob Waldhof, Essen, Braunschweig, Saarbrücken, Offenbach… Ein solcher Glücksfall war das Gespann Franke/Menz, doch der Aufstieg in die Zweite Bundesliga konnte nicht im Ansatz nachhaltig genutzt werden, da die einzige Veränderung an der Infrastruktur in den 15Jahren zuvor der Verfall war (dagegen stand 100km weiter ein WM-Stadion). Hinzu kommt dass bei vielen anderen Vereinen ehemalige Spieler wichtige Funktionen übernahmen, unsere ‘Alten’ hatten aber, bei allem Respekt, keine Ahnung vom Geschäft in der neuen Ordnung. Da saßen Blinsen dank ihres Namens im Aufsichtsrat, die mit Sicherheit keiner Kontrollfunktion nachkamen. Heute ist das ganze geprägt vom Kampf zwischen Verfechtern des demokratisch geführten Mitgliedervereins vs. sponsorendominierten Unternehmen. Man kann es als weitere Kapitalismuslektion für die Dynamomitglieder begreifen: Kurz vor Schluß des Lizenzierungsverfahrens erpresste eine Gruppe von Sponsoren mit ihrer Ausstiegsdrohung den Rücktritt des gewählten Aufsichtsrates und ließen sich selber in den Notaufsichtsrat bestimmen, mit dem klaren Ziel die Profimannschaft auszuglieden…manch einer bei uns hat das mit dem “Sponsoring” und der Vereinsdemokratie wohl naiverweise mißverstanden…sollnse mal machen. Inzwischen sind viele Mitglieder nach jahrelangen Kämpfen mürbe, die Medien und bereits theamtisierte Teile der Politik sind ohnehin auf Linie…

    Zu den Aversionen: War vielleicht nicht ganz deutlich, ich denke der überwältigenden Mehrheit der SGDler ist der DSC mittlerweile eher gleichgültig. Deren Erste spielt vor 100 Zuschauern zusammen mit unserer Vierten in der Bezirksklasse…also was soll der Mist.
    Sympathie wird da aufgrund der erläuterten Vorgeschichte allerdings sicherlich nicht mehr entstehen. Fußball als Profisport bzw. Populärsport in Dresden ist Dynamo, da sind die Verhältnisse mit Sicherheit klarer als in vielen anderen Bereichen (ob diese verdammte Waldschlösschenbrücke ;) , unser barockes Disneyland, Woba, Hochkulturstadt vs. Sportstadt…)

  9. Danke für die fundierte Wortmeldung. Als Außenstehender – ich geh eigentlich kaum noch zum Fussball – bekommt man die ganzen Hintergründen halt kaum mit.

  10. Kurz zur Geschichte: der DSC wurde 1898 gegründet und entwickelte sich bis zum 2.Weltkrieg zu einer der besten Mannschaften in Mitteldeutschland. Spieler wie Helmut Schön, Willibald Kreß, Herbert Pohl und Richard Hofmann verhalfen dem DSC zu den größten Erfolgen der Vereinsgeschichte. 1950 wurde die SG Dresden-Friedrichstadt (Nachfolgeverein) durch das Skandalspiel gegen Horch-Zwickau aufgelöst. Die gesamte Mannschaft floh nach West-Berlin. In der anschließenden Saison spielte man unter dem Namen Hertha BSC/DSC in Berlin. Ein gewisser Ignatz Bubis verhalf dem DSC (u.a. Helmut Schön) nach dem Krieg zur Flucht nach West-Berlin. Nach jahrelanger „politischer“ Verfolgung und mehreren Umbenennungen gründete sich der Verein 1990 wieder. Der DSC startete in der Bezirksliga während Dynamo in der Bundesliga kickte. Eine vergleichsweise ähnliche sportliche Situation wie aktuell. Während sich Dynamo weiter nach unten entwickelte, erlangte der Sportclub zunehmend sportliche Erfolge. Während dieser Zeit gab es noch keine Herren wie T.D und Co., die Millionen in den DSC steckten. In der Saison 1998/1999 spielten beide Vereine erstmals in einem Pflichtspiel (Regionalliga Nordost) gegeneinander. Trauriger Höhepunkt war das Anbringen eines „rechtslastigen“ Transparentes (Alle haben zugeschaut!) „Juden-DSC, Euer Führer Ignatz“ vor dem damaligen K-Block. Zu dieser Zeit merkte man schon die „latente“ Abneigung gegenüber einem Klub, der im Gegensatz zu Dynamo von „unten“ kam und sich nach oben „arbeitete“.

    Dann kam die ganze Geschichte mit Thomas D. und der Ausgliederung aus dem Gesamtverein . Das leidige DSC/Dynamo Theater begann sich zu entwickeln. In der darauffolgenden Saison erreichte der DSC die Qualifikation für die 3.Liga während Dynamo in die Oberliga abstieg. Nun war das Chaos natürlich Perfekt. Der „Platzhirsch“ war von seinem Thron gestoßen und die DSC-Verantwortlichen (u.a. Thomas D. langjähriger Dynamo Anhänger) stichelte gegen den ehemaligen Bundesligisten.

    Das dies natürlich nicht gerade auf Begeisterung auf Dynamo Seite stieß ist wohl logisch.

    Als man sich im September 2002 „wiedertraf“ (Dynamo stieg wieder auf) kam es zu den wohl schlimmsten Ausschreitungen in einem Dresdner Stadtderby. Der „Hass“ richtete sich dabei auf die DSCer die noch anwesend waren und die Polizeikräfte, die nach dem Hochwasser nix besseres zu tun hatten, als diese „Horde-Verrückter“ zu bändigen.

    Ich gehe nun fast 14 Jahre zum Club und habe in dieser Zeit noch nie erlebt, dass ein Angriff von DSC-Fans ausging. Heute spielen beide Vereine (zum Glück) in unterschiedlichen Ligen wobei der DSC immer noch eine kleine Fanszene besitzt und im Schnitt 200 Zuschauer in die Friedrichstadt lockt.

  11. S.Bolivar Aug 24th 2010

    Nichts zu den für die damaligen Erfolge wohl mitentscheidenden Kameraden Kunz und Mutschmann in deiner Geschichte oder zur CDU? Schade! Aber lassen wir das…ihr seid der arme, schon immer verfolgte, bürgerliche Knuddelklub und wir die proletarischen Nazikommunistenschlägerhunnen von Tschekkas Gnaden. “Es geht nichts über ein einfaches Weltbild, da hat der Tag Struktur!” (V.Pispers)
    Ganz ohne Einfluss seid ihr ja dann doch nicht, die Affinität der Schwarzen, die bei euch ja schon so ziemlich jedes Amt bekleidet haben, Fans mit Führungspositionen in Nachwuchsgruppen anderer großer Parteien, sowie entsprechende Medienkontakte…daher fände ich es einfach nur klasse, wenn man von “eurer” Seite mal anerkennen könnte dass (1)es einen Unterschied macht eine Fanszene des DSC “im Griff” zu haben oder die von Dynamo mit kleinen bis großen Grüppchen von Berlin bis München, (2) die heutige schwarzgelbe Fangemeinde mit den Auswüchsen von vor 10Jahren nicht mehr viel gemein hat und (3) du deinen Zuschauerschnitt aufgerundet hast :P

    Wenn Leute Mist machen wie am Sonnabend, sollen sie dafür gerade stehen, aber solch ein Verhalten ist weder für den Verein SG Dynamo Dresden noch dessen Fangemeinde inhärent, zu verantworten oder zu verhindern, also gehören sie auch nicht in die Schußlinie (siehe Vergleich in meinem zweiten Beitrag, gesellschaftliche Probleme kann man sündenbockartig zuschreiben, gelöst werden sie davon nicht).

  12. Ach Jungs, gebt Euch die Pfötchen und werdet Freunde. Sportlich dürft Ihr Euch ja bekämpfen aber außerhalb des Feldes sollte Friede herrschen.

    Trotzdem beiden Seiten besten Dank für die Aufklärung!

    Für mich gibt es “die Guten” und “die Bösen” nicht. Dass so ein Verein nicht außerhalb der Zeit steht, ist klar. Den Herrn Mutschmann ins Spiel zu bringen, wenn man selbst sagt, dass die heutige Fanszene mit der vor zehn Jahren nichts mehr zu tun hat, ist eigentlich nicht ganz i.O.
    Auf der anderen Seite ist auch ganz klar, dass es viel leichter ist, ein paar hundert Fans zu beherrschen als mehrere 10.000 oder 100.00.

    Vielleicht sollte man die alten Zeiten mal ruhen lassen und sehen, dass man miteinander klar kommt. Ihr müsst Euch ja nicht lieben…

  13. Zu (1) kann ich dir zu 100% zustimmen! Da hat aber auch keiner das Gegenteil behauptet bzw. zumindestens meine Person nicht.
    Zum (2) Punkt kann ich nix sagen, weil ich seit dem letzten Stadtderby bis auf eine Ausnahme nicht mehr im Rudolf-Harbig-Stadion gewesen bin.
    (3) Du hast ihn ja auch runtergeschraubt! Inoffiziell sind es auch so um die 200…Gesamtzuschauerzahl liegt bei 2695 bei 15 Heimspielen macht das 180 statt deiner angegebenen Zahl 100 :-)

    Würde mir wünschen, dass du mal über mehrere Monaten den Sportclub auswärts begleitest. Dann würdest du vielleicht auch etwas mehr Verständis dafür aufbringen, wie einige Meinungen über deinen Verein zu Stande kommen. Die Aktion am Samstag ist sicherlich nicht die Regl aber in Tendenzen auch im allgemeinen DSC Leben erkennbar.

    Auf die Geschichte möchte ich eigentlich nicht weiter eingehen. Aber zum Thema Mutschmann möchte ich nur soviel schreiben: (1) Mussten sich einige andere Vereine (u.a. Schalke04) dem politischen Regime “beugen” und (2) wurde der DSC weit vor dem NS-Regime von mehreren Sportfreunden gegründet – also von daher kein wirklicher Zusammenhang! “Poltisch” gegründet wurde meines Erachtens dein Verein – SV Dynamo/ Sportorganisation (MfS, Volkspolizei etc.) . Gute DDR-Sportler durften ihre Zunkunft nicht wählen, sondern mussten zur SGD delegiert werden! Das betraf nicht nur die Spieler des SC Einheit Dresden oder die der FSV Lok sondern auch viele andere Vereine (u.a. Stahl Riesa).

    Eines möchte ich dir auf Grund deiner Berichte mitteilen – vielleicht solltest du “Abstand” von diesem Sport nehmen (nur für dein Herz) – so wie das klingt scheinst du dich ständig vor Anderen rechtfertigen zu müssen bzw. deinen Verein in Schutz nehmen zu müssen. Das hast du glaube ich nicht nötig…

  14. Leuchtchens – peaceful please!

  15. @admin…meinst du mich?!? Der letzte Absatz ist wirklich überhaupt nicht “pöhse” gemeint…vielleicht bissl blöd formuliert ;-) sorry about my german…

  16. Würde das Thema nun gerne beenden, weil auch mein Herz ständig leiden muss…besonders beim Fußball :-)

    Für alle mit solchen Problemen habe ich meine Homepage angegeben…die schwarz-rote Farbgestaltung mit dem Herz hat mein Marketingleiter rausgesucht…vielleicht kann man das ja in Zukunft bissl mit gelb färben – Sport Frei!

  17. S.Bolivar Aug 25th 2010

    @admin: Fussballer sind meist direkter, passt schon.

    Dynamo hat vom DDR-System profitiert? Ist nich wahr, Sachen gibts… ;) Ist ja nun allseits bekannt und für mich nicht weiter problematisch (für sich betrachtet! immerhin hatte so jeder Bezirk seine Fußballer bei seinem Klub, wie es heute läuft, brauche ich wohl kaum erläutern), die Stasiaufarbeitung einzelner hatten wir ja in den 90ern und die Fans, denen man mehrheitlich mit Sicherheit keine Systemnähe unterstellen kann (ich verzichte auf alte Schlachtrufe) haben u.a. unserem Horschtl verziehen.
    @admin: Mir gings an der Stelle um die aus meiner Sicht sehr einseitige Betrachtung der Geschichte, die nur genutzt wird um eine eventuelle Opferrolle zu beschreiben und sich an der Erfolgsstory zuergötzen. Dabei sollte man aber auch dazu stehen, wer diese ermöglichte, da wird aber sofort jeder “Zusammenhang” negiert und die Verquickung der letzten 20 Jahre scheint auch nicht zu existieren….(Verdrängung, weils nicht ins Selbstbild passt?). Wer A sagt…

    Abstand? Eher werde ich wie so viele zynisch als dass ich meinem Sport bzw. Verein den Rücken kehre. Noch ist es nicht soweit, daher darf ich tatsächlich häufiger solche Gespräche führen, da der Hang zum einfachen Weltbild nicht selten ist. Worum es mir dabei geht, habe ich bereits nach deiner ersten Frage beschrieben. Einfach nochmal lesen :P

  18. Wie gesagt, ich kann die Argumente beider Seiten nachvollziehen. Meine Sympathien liegen aber auch eher bei Dynamo.
    Nun ist aus meiner Sicht gut, wenn Ihr wollt, dürft Ihr Euch hier noch eine Weile weiter kabbeln…


Leave a Reply