Plakat der FDP gegen Gleisumbau

Plakat der FDP gegen Gleisumbau

Ich hatte ja hier schon zweimal was zum geplanten Gleisumbau auf der Bautzner (Land)Straße geschrieben [1,2] – jetzt springt die FDP den Anwohnern der Straße bei, mit einem hübschen kleinen Schüttelreim. Echte kleine Pöten. Ist das eigentlich außerhalb des Wahlkampfes erlaubt? Also nicht das Dichten, sondern das Plakate aufhängen?

Ergänzung:

“Die gesamte Dresdner Verkehrspolitik wird von den Verkehrsbetrieben gemacht und damit einem einzigen Verkehrsträger untergeordnet. Und der informiert noch nicht mal ausreichend, stehen Bauarbeiten wie jetzt auf der Bautzner Straße und der Bautzner Landstraße bevor.”
Diese Formulierung findet sich in der heutigen DNN. Zwar wird in den nächsten beiden Sätzen klar, von dem diese Aussage kommt, nämlich von der FDP und dort namentlich vom allseits beliebten Holger Zastrow aber doch wirkt das Ganze als wäre dies ein journalistisch sauber eruierter, unumstößlicher Fakt, schließlich fehlt im Artikel (anders als bei mir) jede Kennzeichnung als persönliche Meinungsäußerung. Ein besonders schönes Beispiel manipulativer unabhängiger Berichterstattung…

27 Comments

  1. Ja. Die Straßenbahn ist das absolute Feindbild der Stadt-FDP, speziell in Person von Herrn Zastrow, Herrn Böhme und Herrn Päperer. Das Dumme ist nur, dass diese die einzigen in der Stadtpolitik sind, die das als Aufreger betrachten. Somit bleibt dieser Unsinn “Gleisausbau ist Dauerstau” ziemlich unwidersprochen und macht die Medien verrückt. Ratlos und alleingelassen dabei die DVB, die einfach nur mal ihre Schienen in Ordnung bringen wollen – und das nach dem aktuellen, 1996 festgeschriebenen Standard. Ratlos wahrscheinlich auch der Rest der Stadtpolitik, der wahrscheinlich auch nicht versteht, was die FDP gegen eine Straßen- und Gleissanierung hat und wo die ihre Weisheit zum Dauerstau hernimmt.
    Interessant ist die abenteuerliche These, dass “man” (gemeint ist sicher die böse DVB) das am Stadtrat vorbei durchdrücken will. Erstens geht es hier nur um eine Straßensanierung “im Bestand”. Müssen die neuerdings im Stadtrat behandelt werden? Zweitens wäre es für die FDP-Strategen traumhaft, diese auch noch im Debattierklub Stadtrat zu haben. Denn dann hat sie das Thema, wie man es am Beispiel der Königsbrücker als Lehrbeispiel sieht, für mindestens die nächsten 15 Jahre blockiert.

    • Der Begriff bestandsnahe Sanierung ist eine Wortschöpfung von DVB und Straßen- und Tiefbauamt. Rechtlich ist die Version nicht haltbar.
      Eine Veränderung der Gleisanlage führt zur generellen Veränderung der Verkehrssituation, sodass ein Planungsverfahren mit Überprüfung der Umweltverträglichkeit erforderlich wäre.

      Denken Sie mal an die Gesundheit der Anlieger !! Bahn und Autos fahren da vorbei und hinterlassen ihre Spuren von Feinstaub, Abgas und Lärm. Der Versuch der DVB eine derartige Umweltüberprüfung zu umgehen ist eine Verletzung des garantierten Anspruchs auf Gesundheit der Anlieger. GG Art. 2 Abs 2.
      Ebenfalls ein Verstoß gegen das Verwaltungsverfahrensgesetze § 74 Punkt 7 Abs. 2 sowie auch das Gesetz zur Personenbeförderung § 28.

      Die öffentliche propagierte Meinung ist derzeit zweifellos gegen die Anlieger eingestellt.
      Wir haben weder ein Hufeisennase noch anderweitig zu schützende Tiere bei uns Anlieger geht es offensichtlich nur um minderwertige Menschen !!! Vielleicht finden wir aber noch irgendein Tier !
      So unschön die Probleme der Anlieger der Umleitungsstrecken auch sind, deren Probleme sind aber zeitlich begrenzt.
      Wir als Anlieger sind bereits jetzt der Schutzwall für Lärm- und Abgasbelastung durch die täglich ca. 17000 Fahrzeuge für die hinter uns liegenden Grundstücke.

      Infolge des Umbaus wird sich diese Situation zweifelsfrei deutlich verschärfen, sodass wir die Mitarbeit der FDP ausdrücklich begrüßen.

      Die Unterstellung einer tätigen Mitarbeit des Herrn Päperer in der FDP zeigt offensichtlich, dass die Medienkampagne von DVB und Stadt bei Ihnen schon die Wirkung voll entfaltet hat.

      • Was mich nur zu dem Schluss bringt, dass der Autoverkehr insgesamt reduziert werden muss…

      • @ut: Ich verstehe die Belastungen an dieser Straße durchaus. Tauschen möchte ich nicht mit Ihnen. 17000 Autos! Aber: Geschätzt vll. 100 Bahnen pro Richtung. Gäbe es die nicht, wären es noch ein paar Tausend Autos mehr. Die Fixierung auf die DVB durch Sie verstehe ich daher nicht. Wieso ist die DVB Ihr Feindbild? Welche rechtlichen Hintergründe bzgl. Planung und Ausführung dahinterstehen, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Da erlaube ich mir kein Urteil. Aber ich staune, dass Sie ausgerechnet der FDP einen ernsthaften Einsatz gegen Verkehrslärm und -dreck zutrauen …

  2. FDP-Poesie an der Bundesstraße. Ich bin überzeugt, dass die dichtenden Werbeprofis Herr Zastrow und Herr Böhme das ordentlich beantragt und genehmigt bekommen haben. Denn wie man im vorletzten Amtsblatt 6/2013 auf Seite 15 (http://www.dresdner-amtsblatt.de/) lesen kann, wäre das Entfernen widerrechtlich angebrachter Werbung im öffentlichen Straßenraum ziemlich teuer. Zitat: “Die Kosten betragen voraussichtlich ca. 5,15 Euro bzw. 9,50 Euro je entfernter Werbeanlage oder Werbeträger.”

  3. Nun ja, bei den drei oder vier Plakaten, die ich bis jetzt da vor Ort gesehen habe, beansprucht das gerade mal die Kaffeekasse. Gibt’s halt eine Woche lang nur Aldi-Brühe 🙂

    Aber ich finde, Dir fehlt ein wenig die Empathie. Wie soll denn der Holgi in Zukunft mit seinem Es-Ju-Vieh an der Straßenbahn vorbeikommen? (Ich weiß zwar nicht, was für ein Gefährt der Herr hat, bin mir aber sicher., dass es nicht allzu klein ist.)

  4. Also gerade die Abschnitte, um die es geht, sind doch schon heute kaum parallel durch Auto und Bahn nutzbar (Hier: http://goo.gl/maps/JtUsq ) Würde man da jetzt als Stadt ernst machen und für einen weiteren “Verkehrsträger” – den Fußgänger – für einen angemessenen Zustand sorgen (breiteren bzw. überhaupt mal Gehweg), dann würde das auch so endgültig kippen (sowohl mit als auch ohne Gleisanpassung). Oder man muss eben in die Grundstücke eingreifen. Und die Angst davor scheint mir doch der wahre Hintergrund gegen den Aufstand zu sein…

    Die Leipziger und die Fritz-Reuter zeigen doch, dass bei vergleichbaren Verkehrsbelegungen die Straßenbahn durchaus als Pulkführer fungieren können. Natürlich muss der Kfz-Fahrer dann an jeder Haltestelle warten, so dass er auch “gleich Bahn fahren kann…”. Aber ob nun eine Verkehrsart ein Grundrecht auf schnellere Fortbewegung hat als ein anderes, bezweifle ich mal….

  5. Stau ist quasi heutzutage das, was früher Kommunismus war 🙂

    • Stau ist doch heute in Dresden gar keiner mehr. Kann sich noch einer an die Zeiten kurz nach der Wende erinnern: Bautzner täglich zu ohne Ende…

  6. @okapi: Seit wann ist Herr Päperer sprecher der FDP? Er ist lediglich mit Herrn Burkhart (Linke) der Initiator der Bürgerinitiative und Anwohner der Bautzner Landstraße. Die FDP hat sich nur hinten dran gehängt.

    Klar der Dauerstau ist drastisch gesagt, allerdings können jetzt pro 200m auseinanderliegende Haltestelle 5-6 Autos die Bahn passieren, künftig nicht mehr. Soetwas schiebt sich auf und es kommt zu einen größeren Stau als es Ihn auf der Bautzner schon gibt.

    Desweiteren: Der “Standart” den Sie ansprechen ist kein Standart, es war zu sprüfen ob es möglich ist ohne Behinderung anderer Verkehsteilnehmer und ohne Grunderwerb diese Verbreiterung durchzuführen. Dies ist hier nicht der Fall.

    Die “abenteuerliche These” ist gar nicht so abenteuerlich: Die DVB möchte eine Planbefreiung (keinen Einbezug der Anwohner, Stadt usw) hat diesen Antrag gestellt und von einer Sanierung im Bestand (nur Ihre Schienen, da wo sie jetzt liegen) gesprochen. Allerdings verlegen Sie die Schienen, was dann eine Sanierung außerhalb des Bestandes ist.

    Die Angst der Grundstücksenteignung (bzw. wie es Herr Köttnitz nennt “Zwangserweb”) ist natürlich der Ausgang der Proteste. Durch den Ausbau wird es einen stärkeren Stau geben, Autofahrer beschweren sich, der Bund greift ein wegen dem Bundesfernstraßengesetz (alle Verkehrsteilnehmer sind gleichberechtigt, was dann nicht mehr zutrifft) und die Bautzner muss zwangsweise verbreitert werden. Einen plan der Erweiterung gab es schon 2006, es war die Rede von 3m Grunderwerb, d.h. bei der Bautzner, dass einige Häuser weichen müssen. Wie würden Sie dann denn finden wenn jemand zu Ihnen sagt “Das nehmen wir uns jetzt weil wir es brauchen (für die nicht Grundstücksbesitzer z.B. den Rechner oder das Handy 😉 ).
    Das dieser Ausbau weiterhin geplant ist kam auch bei der Bürgerversammlung heraus, ein Anwohner mit einem neuen Haus bekam nur die Baugenehmigung wenn er der Stadt zusichert 3-4m seines Grundstückes abzutreten wenn dies die Stadt will.
    Für mich scheint also die Gleisverbreiterung nur ein teil des kompletten Ausbaus der Bautzner Landstraße zu sein, welcher allerdings durch heftige Proteste 2006 gescheitert ist.

    @E-Haller: Also der Abschnitt steht gar nicht zu Debatte (bis auf dass an den Vordersten Stellen die Scheinen dann im Bordstein verlaufen laut Planung). Allerdings geht die Baustelle ja ein bisschen weiter. Hier kann man z.b. derzeit gut Überholen, allerdings künftig nur noch wenn man sehr viel mut hat: http://goo.gl/maps/2Ovdh

    weiterhin: “gleich Bahn fahren” ist gut gesagt, allerdings gibt es demnächst in Bühlau keinen P+R Parkplatz und die Bautzner ist eine der Hauptzufahrsstraßen aus Bautzen, Rossendort, Schönfeld. Sie ist noch verkehrsträchtiger als die Leipziger oder Fritz Reuter. Und dort ist es schon ein grauß mit dem Auto zu fahren.

    Als letztes möchte ich noch folgendes sagen was oftmals vergessen wird: Nicht jeder kann auf die Bahn umsteigen, Handwerker, Fuhrbetriebe, Selbstständige. Sie müssen alle Flexibel sein, Material Transportieren etc und dies geht einfach nicht mit der Bahn.

    • Ach, um den Abschnitt geht es also. Schauen wir uns den mal bezüglich der gegenwärtigen Situation an:

      Gehweg: unter dem Mindestmaß von 2,50 m, damit untauglich für Rollatoren (Altenheim gegenüber) oder Kinderwagen – Fußgänger stark benachteiligt

      Radverkehr: keine Anlagen vorhanden trotz einer Verkehrsmenge, die welche erfordern würden – Radfahrer stark benachteiligt.

      Straßenbahn: Gleise marode – benachteiligt.

      Kfz-Fahrspuren: untermaßig, keine behinderungsfreie Fahrt z.B. für Lkw möglich – benachteiligt.

      Würde man all die Defizite abbauen wollen, dann müssten Grundstücke einverleibt werden. Oder man akzeptiert, dass es an der Stelle keinen Traumzustand geben wird – und nimmt auch in Kaufm, dass man mit dem Auto hinter der Bahn bleibt.

      Nochmal: mir ist kein Gesetz bekannt, dass ein Kfz eine Straßenbahn überholen können muss!!!

      • Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen…

      • Als Radfahrer sag ich nur, gut, dass es keine Radverkehrtanlagen dort gibt. Da kann man wenigstens vernünftig fahren, ohne mit Rechtsabbiegern oder Fußgängern ins Gehege zu kommen.

      • @ flueggus: Jetzt kommt das wieder… Unter Radverkehrsanlagen verstehe ich: Rad- oder Schutzstreifen. Keinen gemeinsamen oder “getrennten” Geh- und Radweg. Diese ADFC/ Hardcore-Mischverkehrsforderung halte ich für die Breite Masse der Radfahrer für ungeeignet – nur ein Bruchteil der Radler traut sich das wirklich.

      • @E.Haller: Letztlich ist es aber das einzig vernünftige, wenn man bedenkt, dass die Breite einer Straße oft sehr begrenzt ist. Und wenn ich mir die Radstreifen (Lohrmannstraße, Grunaer Straße) derzeit anschaue, dann sind sie verschneit, verdreckt und damit nicht befahrbar. Die Straßenbreite ist letztendlich für alle eingeschränkt, nur weil es Autofahrern nicht erlaubt ist, diese Teile der Straße zu befahren und damit von Schnee und Dreck zu beräumen.

      • @ flueggus: Interessante These. Bleibt also die Frage: womit ziehe ich mehr Radler auf die Straße: durch Markierungen (contra: im Winter ohne reinigende Nebenwirkung) oder durch Mischverkehr (Erfahrungsgemäß mit einem hohen Anteil Gehwegradler)…

  7. @Killertofu: Tja. Dann ist Herr Päperer entweder von mir verwechselt worden, oder hier tritt er in “Zivil” auf. Pardon.
    Die Dauerstau-These geht also davon aus, dass die Straßenbahn die 5-6 Autos nicht mehr vorbeilassen kann, wenn sie nach rechts rückt? Die These hat aber den Fehler, dass durch die recht ordentliche Beschleunigung und höhere Geschwindigkeit der Bahn auf egal wie sanierten Gleisen kaum ein PKW, geschweige denn ein LKW überhaupt vorbeikommt. Demzufolge können Sie sicherlich die 5-6 überholenden Autos sowieso knicken. Der Nebeneffekt ergo: Durch die höhere Geschwindigkeit der Bahn reduziert sich eher ein Risiko, dass durch die Bahn an den sowieso vorhandenen Stellen Stau entsteht. Frage: Es soll wohl am besten eine Gleissanierung stattfinden, in alter Breite und anschließend der Bahn eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20km/h verpasst werden, damit die 5-6 Autos nach wie vor überholen können?
    Desweiteren soll wohl irgendwann die Straßenbahn nach Weißig verlängert werden. Ich denke dass durch diese Erweiterung die Auslastung der Bahn drastig steigen wird, sofern sie zügig voran kommt. Das ist ein starkes Argument für breitere Wagen. Zudem dürfte das auch die Verkehrsbelastung durch PKW reduzieren. Somit dürften auch die immer in der Argumentation bemühten Lieferanten und Handwerker besser durchkommen.
    Sie erwähnten abgewendete Baupläne von 2006. Das ist mir nicht mehr in Erinnerung. Positiv, dass da die Vorgärten gerettet wurden, die andernorts der FDP gar nicht wichtig sind. Trotzdem ist die jetzige Argumentation, die Sanierung nach aktuellem Standard auf der bisherigen Breite zu verhindern, unverständlich. An anderer Stelle würde die FDP 100 Argumente und Bürgerbewegungen (er-)finden, um eine Verbreiterung für den geliebten MIV hinzubekommen. Auf den Plakaten auf der Königsbrücker reimten die gelben Populisten so ähnlich: “Ausbau statt Dauerstau” (http://www.neustadtgruene.de/index.php/component/k2/item/385-r%C3%BCckbau-der-fdp-autolobby-im-dauerstau) Unter Rückbau verstand die Truppe damals “lustig”erweise die überbreite statt der vierspurigen Variante, die beide die Gesamtbreite der Piste verdoppeln und keinen einzige Vorgarten oder Baum übrig lassen.
    Freuen wir uns schon jetzt auf den nächsten Dauerstau-Reim! Vorschläge?

    • Und Sie treten hier in “Zivil” als eigentlicher DVB Vorstand auf oder wie soll ich das verstehen? (gleicher vergleich wie Herr Päperer und Zivil der FDP, da dieser schon weit bevor die FDP überhaupt tätig wurde sich mit Herrn Burkhart um diese Sache gekümmert hat.)

      Mir ist es völlig egal welche Partei und unter welchem Vorwand die Partei die Bürgerinitiative (von Anwohnern gegründet und nicht von der FDP erfunden!) unterstützt. Eigentlich dachte ich ja das die Grünen da einspringen, was ja aber nicht der Fall ist, da sie sich über einen Kranken Baum welcher gefällt wurde aufregen…

      Aber ich glaube mit einem DVB bzw. ÖPNV Polpulisten muss man nicht versuchen eine Diskusion zu führen. Schon allein das Stau thema können Sie ja nicht verstehen (die Strecke war nicht immer 20, erst ca. 10 Tage vor der ersten Bürgerinformation wurde Sie zur 20er Zone!). Ich frage mich echt wie man früher bei einer maximal 50 Fahrenden Bahn diese trotzdem ohne Geschwindigkeitsüberschreitungen überholen konnte. (also bei mir klappte es immer, aber Sie werden ja sicher nur Bahn fahren wie es klingt)

      • Also wenn es um den Herrn Tobias Päperer geht, der ist in der FDP: http://info.fdpdresden.de/blogs/index.php?blog=11

        Ist das der selbe wie http://www.gutachten-paeperer.de/impressum/?

        Der wäre ja dann immerhin “Betroffner”. Aber wie bei allen Politikern macht man die Sachen besonders gern, die auch noch politisch Nutzen abwerfen…

        “Aber ich glaube mit einem DVB bzw. ÖPNV Polpulisten muss man nicht versuchen eine Diskusion zu führen.”

        Klassischer “Fail”. Mit Autofahrern kann man normalerweise überhaupt nicht diskutieren, versuchen tun wir’s immer wieder. Nein aber im Ernst: Fakten auf den Tisch und dann diskutieren. So funktioniert Demokratie nun mal. Gibt es denn schon wie zur Königsbrücker (http://www.koenigsbruecker-muss-leben.de/home.php) so eine optische Aufarbeitung, damit man mal sieht, wie der Stand der Dinge ist?

      • Auch wenn er in der FDP ist hat es doch nichts damit zu tun was er sagt (nur weil man auf irgendeiner Homepage steht muss man ja nicht nach deren Pfeife tanzen). Vor allem bei Herrn Päperer kann man definitiv nicht Parteiabhängig nennen. Er ist lediglich Mitglied und die FDP möchte ihn immer als Sprecher, soweit ich das aber weiß möchte er das nicht!

        Und ich denke als Selbstständiger hat man mehr zu tun als sich in Sachen reinzuhängen die einen nichts angehen und von denen man keinen Nutzen hat (lokalen Politischen Nutzen kann man da denke ich mal herauslassen, dieser ist so und so gering.)

        Die Autofahrer versuchen auch immer zu Reden, allerdings sind die Autofahrer die Raucher des Verkehrs. Es ist die größte Industrie in deren Sparten, sie erhält die meisten Arbeitsplätze, bringt dem Staat die meisten Steuern und vieles mehr, allerdings sollte nur jeder ein Auto kaufen, immer Reparieren lassen, Benzin einmal die Woche am besten gleich wieder in den Tankstellentank tanken, bloß nicht fahren!
        Wenn Sie dann einmal nicht weiter schlechter gestellt werden wollen heißt es “Mit Autofahrern kann man nicht reden”. Dabei gilt es um gegenseitige Rücksichtnahme. Bei uns ist diese etwas ins Wanken gekommen dank den bevorteilungen des ÖPNV. (was ich nicht schlimm finde solange kein anderer Teilnehmer des Verkehrs behindert wird)

        Der klassische “Fail” liegt dabei eher bei Ihnen. Sie stellen politisches oder persönliches Engargement von Anwohnern und Partein als verwerflich hin, finden es aber in Ordnung wenn ein Vertreter bzw. Fürsprecher des ÖPNV alles als nichtig und generell Falsch abtut und sagt alles was dieser Tut ist richtig und das beste. Ich glaube soetwas ist um einiges Verwerflicher.
        Desweiteren der “Fail” das Sie als Blogschreiber die Hyperbel des Ausdrucks nicht verstanden haben. Soetwas sollte man normalerweise!

      • wow wenigstens einer hat die Hyperbel gemerkt. Zu dem Text auf der FDP Seite kann ich nur anmerken, dass diese vllt. einfach nur Mitglieder ohne zu Fragen aufgestellt hat. Anders kann ich es mir eigentlich kaum erklären, aber ist ja auch egal.

        Allerdings sehe ich persönlich meist davon ab Ortsräte oder ähnliche als “Politiker” anzusehen. Soetwas ist ein freiwilliges Amt und dafür verbiegt sich glaube ich keiner. Andernfalls müsste Herr Burkhart von der Linken auch pro Ausbau sein und nicht die Initiative mit ins Leben gerufen haben.

        Klar Fakten auf den Tisch, so hätte ich mir auch die Bürgerversammlung gewünscht, allerdings gab es da einige offene Fragen. Vor allem kritische Fragen wurden nicht beantwortet und was den Fass den Boden ausgeschlagen hat, der Anwohner der nur eine Baugenehmigung beim zusagen des Abtreten von 3m seines Grundstückes wegen Erweiterung der Bautzner Landstraße welcher dann nur persönlich mit Herrn Köttnitz sprechen wollte. (Bei der vorherigen Frage nach diesem Thema wurde die Aussage gemacht, dass zu diesem Ausbau keine Pläne bestehen).

      • @Killertofu: DVB-Vorstand? Schlimmer! Als Jahreskarteninhaber gehöre ich zum militärischen Flügel der DVB. Und zur Geschwindigkeitsbeschränkung hilft Google Streetview und mal vor langer Zeit ein Laienfahrschultag mit der Straßenbahn. Zum Zeitpunkt der Google-Foto-Safari war das vermutlich eine 30er Zone für die Straßenbahn. Direkt hinter der ehemaligen Ausfahrt zum Strbf. Bühlau landwärts und direkt vor der Ecke Weißenberger Straße stadtwärts hängt oder hing oben am Draht eine “3” = 30km/h. Eine Aufhebung (Zeichen “E”) habe ich nicht gefunden. Ob es jetzt eine 20er Zone ist, weiß ich nicht. Aber erheblich langsamer als für Autos war es demnach schon länger.

      • @HJB: Sorry, das ist ein Käse…
        “Auch wenn er in der FDP ist hat es doch nichts damit zu tun was er sagt”
        Ich dachte immer, die Parteizugehörigkeit hat etwas damit zu tun, was man sagt. Gut, da kann ich mich getäuscht haben.

        “Und ich denke als Selbstständiger hat man mehr zu tun als sich in Sachen reinzuhängen die einen nichts angehen…”
        Wenn das der Eberhard Rink gedacht hätte, hätte der hiesigen FDP einer der wichtigsten Vertreter gefehlt. Außerdem geht Herrn Päperer als Anwohner das Thema ja etwas an.

        “allerdings sind die Autofahrer die Raucher des Verkehrs”
        Richtig. Wie die Raucher verpesten sie die Luft und belästigen ungefragt andere Menschen. Aber im Ernst: Der “Motorisierte Individualverkehr” kurz MIV oder auch Mief ist gerade in Städten eine der größten Belastungen (Platzverbrauch, Versiegelungen, Lärm, Feinstaub,Abgase etc.). Das ist keine Propaganda, sondern Fakt. Offensichtlich scheinen die militanten MIVler noch nicht begriffen zu haben, dass eine Stadt neben Verkehr noch viele andere Funktionen hat, z.B. Wohnen. Was da wie gemacht wird, ist eine GÜTERABWÄGUNG. Und da verschiebt sich die Abwägung langsam aber sicher in Richtung einer Wohnstadt weg vom Autobahnkreuz mit angeschlossener Arbeiterverwahrung. Und das ist gut so.

        “Der klassische ‘Fail’ liegt dabei eher bei Ihnen. Sie stellen politisches oder persönliches Engagement von Anwohnern und Parteien als verwerflich hin, finden es aber in Ordnung wenn ein Vertreter bzw. Fürsprecher des ÖPNV alles als nichtig und generell Falsch abtut”
        Sind Sie Hellseher? Da ich das nirgends geschrieben habe, muss ich das gedacht haben und Sie haben es erkannt! Meinen Respekt, Herr Hanussen!

        “die Hyperbel des Ausdrucks nicht verstanden” – Da muss ich Ihnen Recht geben, das habe ich tatsächlich nicht. Sicher muss man auf Plakaten zuspitzen aber das kann man auch intelligenter machen. Diese Stau-Reime verursachen bei mir nur noch ein müdes Lächeln.

        @ Killertofu:
        “der Anwohner der nur eine Baugenehmigung beim zusagen des Abtreten von 3m seines Grundstückes wegen Erweiterung der Bautzner Landstraße welcher dann nur persönlich mit Herrn Köttnitz sprechen wollte.”
        Könnten Sie das etwas klarer formulieren? Momentan bin ich nicht ganz sicher, was sie damit meinen. Bei der Versammlung hat sich ein Anwohner an Herrn Köttnitz gewendet und um ein persönliches Gespräch gebeten. Er soll eine Baugenehmigung bekommen, wenn er 3m abtritt. Ist das korrekt?

  8. Nicht zu letzt gibt es einen ganz einfachen Ausweg für Leute mit Stauproblemen: Nutzt die Bahn!

    Es ist lange erwiesen dass bessere Anbindungen für PKW nur zu einem führen: mehr Leuten die sich per privatem PKW bewegen. An mehr PKW-Verkehr kann ja nun wirklich keiner Interesse haben (am allerwenigsten die Anwohner), von daher sollten wir vlt. bewusst für Einschränkungen sorgen statt ÖPNV einschränken zu wollen?

  9. Pingback: Sind die alle breit? | Dresdner|Rand

  10. Was FDP (außer “Fröhlich Dichtende Populisten”) noch so alles bedeuten kann: http://www.urbandictionary.com/define.php?term=FDP

  11. Neues von den falschen Dauerstau-Parolen (FDP): Ein Herr Stadtrat Dr. Thoralf Gebel ist ernsthaft der Meinung, dass die DVB einen neuen P+R-Parkplatz in Bühlau bauen müssen, weil die Stadt auf dem jetzigen eine Schule baut. (Das ganze kann man auf der FDP-Stadtratsseite lesen.) Als Begründung: “Erst wird für viele Millionen Euro die Bautzner für die Verkehrsbetriebe zu Lasten des Autoverkehrs umgebaut und dann wird den Pendlern aus dem Umland auch noch die Chance genommen, auf die Straßenbahn umzusteigen.” Ganz bestimmt waren es auch die feindlichen DVB, die die Schule dahin bauen wollen. Ich bin baff über diese Kausalkette. Mir würde glatt auch was in der Art einfallen, wenn ich nur so um die Ecke denken könnte. Bemerkenswert, wie sich die FDP nun nach den Vorgärten an der Bautzner Landstraße um die Umsteiger in die Straßenbahn sorgt.

  12. Super. Da hat einer Ursache und Wirkung genauestens analysiert.
    Traurig nur, dass Herr Gebel an der gleichen Schule war wie ich. War eigentlich ein netter und vor allem sehr schlauer Mitschüler. Die Politik verändert die Menschen…

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