Dresdner|Rand

Dresden vom Rand her betrachtet.

Fragmente

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FragmenteDresdner|Rand

Momentan komme ich kaum zum Schreiben – viel zu viel Arbeit türmt sich auf dem Schreibtisch. Deshalb auch heute wieder nur ein paar Fragmente…

Am Sonntag wollte ich mich mit einem Freund vor der Alten Feuerwache in Loschwitz treffen. Was dort auf der sehr engen Fidelio-F.-Finke-Straße zur schönsten Nachmittagszeit zu beobachten ist, spottet wirklich jeder Beschreibung. Links und rechts parken die Autos und dann quälen sich noch in beide Richtungen die Wagen aneinander vorbei. Bei einem habe ich sogar gehört, wie er den Spiegel eines parkenden Fahrzeuges gestreift hat. Und dann wusch – nichts wie weg. Aber ehrlich gesagt hatte ich keinen Bock mich da einzumischen, ganz abgesehen davon, dass ich hinter dem Fahrerflüchtigen hätte hinterher rennen müssen. Und wofür das Alles? Und mal genau betrachtet – eigentlich hat der Spiegelstreifer das Richtige gemacht. Wäre er seiner Pflicht nachgekommen und geblieben, bis die Polizei vor Ort eingetroffen ist – wie eigentlich, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder beritten? – wäre dort über Stunden absolut nichts mehr gegangen…
Zurück aber zum Problem., dass sich dadurch vergrößert, dass es keine Anzeige gibt, wann der kleine Parkplatz hinter der Feuerwache belegt ist. Neben dieser Anzeige bestände meine Lösung darin, aus der Finke- eine Einbahnstraße zu machen, die vom Körnerplatz wegführt, denn der Rückstau von dort ist eines der Hauptprobleme. Dann könnten die Autos immer noch auf beiden Seiten parken, am Ende der Finke-Straße gibt es eine Ampel – wer links abbiegen muss, könnte dort sicher auf die Pillnitzer Landstraße fahren. Das gäbe zwar sicher auch gelegentlich einen Rückstau aber nicht solch einen gewaltigen und es wäre nicht mehr so eng. Natürlich kann man das Auto auch ganz zuhause stehen lasen und den Spaziergang etwas weiter ausdehnen. Ich war an dem Nachmittag übrigens auch mit dem Auto vor Ort. Nur parke ich das ein paar hundert Meter die Straße runter. Dort kostet es keine Parkgebühren und Platz ist auch genug. Muss man halt ein paar Schritte laufen.
Apropos Parkgebühren: Der absolute „Bringer“ meiner Beobachtungen war jedoch ein älteres Ehepaar, das sich mit viel Mühe in eine Lücke gequetscht hatte und dann doch einen anderen Platz suchte, aufgrund der Notwendigkeit, an ihrem Standplatz 25 Cent pro Stunde zu löhnen. Rein äußerlich sahen weder die beiden noch ihr Auto so aus, als wenn dieser Betrag eine unzumutbare Belastung für sie wäre…

Regelrecht asozial finde ich das Verhalten der hiesigen Sparkasse (Ostsächsische Sparkasse, um genau zu sein), die die Kontoführungsgebühren für HartzIV-Empfänger erhöht hat. Ich glaube ja gern, dass Menschen mit so wenig Geld statistisch gesehen häufiger ihr Konto überziehen. Doch dafür zahlt jeder individuell Strafgebühren. Warum quasi alle dafür bestraft werden, dafür gibt es keine plausible Begründung. Da muss man schon reichlich pervers sein, um denen die eh schon nichts haben, auch noch mehr wegzunehmen. Aber das passt in die Zeit. Wenn das Amt, um Geld zu sparen, später überweist und den Betroffenen wegen wiederholtem zu spät zahlen der Miete der Rausschmiss aus der Wohnung droht, dann fragt man sich, was in den Leuten vorgeht. Wahrscheinlich sollten die auch mal eine Weile arbeitslos sein um mitzubekommen, dass HartzIV alles andere als eine Fettlebe ist.

Nochmal zurück zum Straßenthema: Am Wochenende ist es endlich soweit: Die Pappritzer Straße wird saniert. Nachdem jetzt die Haltestellen (noch ohne Häuschen) fertig gestellt sind und auch einige andere Arbeiten (Rohrverlegungen, Stromkabel?) so gut wie beendet sein dürften, bekommt jetzt der Abschnitt zwischen Gönnsdorf und Pappritz eine neue Straßendecke. Dafür die die Strecke von Freitag 12 Uhr bis Montag, ich glaube 18 Uhr gesperrt. Mir ist das persönlich Wurscht, da ich nicht im Lande bin, es würde aber trotzdem gehen. Schließlich leben wir ja nicht in Sibirien und die einzige Zufahrtsstraße ist weg. Aber ich hör die Leute schon wieder meckern… Wie auch immer – in absehbarer Zeit komme ich wohl wieder vernünftig auf Arbeit, mit der Bahnstrecke geht es jetzt auch sichtbar voran. Bin ja gespannt, ob der Termin November gehalten wird…

Als Abonnenten der „Zeit“ finde ich die Meldung erfreulich, dass es ab dem 5. November in der Wochenzeitung eine Doppel-Regionalseite Sachsen geben soll.

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Posted in Dresden für alle and Dresden verkehrt 2 years, 3 months ago at 17:56.

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