Derzeit liegen zwei Bebauungspläne für Elbeparkplätze in Loschwitz zur Ansicht aus:

(Die Unterlagen, aus denen sich die Öffentlichkeit zu den Zielen und Zwecken sowie wesentlichen Auswirkungen unterrichten kann, liegen vom 6. Januar bis einschließlich 6. Februar 2014 in der Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Dresden, Rathaus, 1. Etage, Dr.-Külz-Ring 19, 01067 Dresden während der Sprechzeiten aus.)

Bei dem auf Altstädter Seite (396) sehe ich keine großen Probleme, eigentlich nicht mal so Recht den Grund. Ich weiß allerdings nicht, ob der Parkplatz unterhalb des Schillergartens nicht von “wild” auf regulär transformiert werden soll. Zudem gibt es auch einige sinnvolle bauliche Maßnahmen, um das Ganze zu sichern.

Den Parkplatz im Anschluss an die Wieck-Straße finde ich allerdings unnötig bzw. verstehe ich das Vorhaben nicht. Die Grünflächen sollen reduziert werden, oder? Ich bekomme den Plan und die Örtlichkeit nicht in Deckung…

Eines ist mir schon aufgefallen: “Zum Parkplatz soll neben dem vorhandenen öffentlichen Geh- /Radweg vom Parkplatz Fidelio-F.-Finke-Straße in Richtung Elbwiesen eine neue, etwa 4,75 m breite Zufahrt hergestellt werden. Um den Baumbestand auf der Südostseite des Weges zu erhalten, müssen Teile des städtischen Flurstückes 826 der Gemarkung Loschwitz für die Zufahrt in Anspruch genommen werden. Die darauf befindlichen Gärten wurden bereits im Zuge der Planung zur Erweiterung des Parkplatzes Fidelio-F.-Finke-Straße gekündigt.”

Auch die Begründung für die Maßnahme ist eher lau: “Die dauerhafte Errichtung eines Parkplatzes auf dem ‚Festplatz‘ ist erforderlich, da insbesondere in den Sommermonaten, aber auch in der Adventszeit die Parkplätze im Bereich des alten Dorfkernes Loschwitz bis zur Schillerschule nicht ausreichen, um für die große Anzahl der Besucher ausreichend Parkraum zur Verfügung zu stellen.”

Im Sommer entfällt damit eine alternative Nutzung des Festplatzes und im Advent gurken die Autofahrer durch’s Dorf, vorbei am Weihnachtsmarkt, der dadurch sicher einiges an Attraktivität verliert. Aber egal. Hauptsache jeder kann mit dem Auto von der eigenen Tür bis direkt zum Glühweinstand fahren…

4 Comments

  1. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass die Nutzung als Festplatz zumindest für das Elbhangfest nicht entfallen muss (gibt es dort auch andere Feste?) – da kann man den Parkplatz ja auch sperren. Genauso kann ich mir das für die Weihnachtsmarktzeit vorstellen. Wie (und ob) das geplant ist, weiß ich allerdings nicht.

  2. Also ich sehe den Parkplatz auf der Altstädter Seite deutlich kritischer, da die Autofahrer dort regelmäßig ohne Rücksicht auf den kreuzenden Elbradweg unterwegs sind. Da gehören mindestens Stopschilder für die Autos hin.

  3. Der Parkplatz in Loschwitz macht schon Sinn. Auf dem Luftbild auf dresden.de ist der Bereich ja schwarz markiert. Das ist normal nichts außer einer alten Steinfläche. Jedenfalls keine signifikante Natur, die man schädigen könnte. Wenn Elbhangfest ist und der Platz keine Aufbauten außer geschlossener Decke bekommt, kann man eine große ebene Fläche sicher gut gebrauchen. Bierbuden und Wurststände passen da sicher hin. Andere Feste hab ich da noch keine bemerkt, es ist aber einer der zugelassenen Grillplätze an der Elbe, glaub ich.
    Zum “Weihnachtsmarkt” in Loschwitz macht es sicher noch mehr Sinn. Dazu müsste dann aber entweder die F.F.Finke Straße für Parken gesperrt werden. Falls man dort wohnt und im Dezember mal vor zum Körnerplatz fährt, braucht man locker 10 Min weil die Straße auf beiden Seiten zu geparkt ist, nur mehr ein Auto durch passt und man sich kaputt weil nicht wenig Gegenverkehr ist. Ich glaub aber, der Weg vom neuen Parkplatz zum Weihnachtsmarkt wäre auch schon zu weit für das Publikum, was da verkehrt. Mehr Parkfläche ist nicht so schlecht, wo soll man den sonst da parken?

  4. Das Problem mit diesem Loschwitzer Parkplatz ist, dass er ein grundsätzliches Problem berührt: Man müsste einen Teil des Landschaftsschutzgebietes aus diesem ausgliedern. Das wiederum könnte ein Präzedenzfall dafür werden, wenn woanders ähnliche Wünsche laut werden.

    Auf der anderen Seite muss man auch ehrlich zugeben, dass der bewusste Teil des Landschaftsschutzgebietes gar keine Landschaft enthält, sondern – wie von Thomas erwähnt – nur Steinfläche. Irgendwer hat hier irgendwann, als es um die Festlegung der Grenzen des LSG ging, offensichtlich mit dem Lineal willkürlich einen Strich auf einer Karte gezogen und die gelten nun als unumstößliche Grenze des LSG. Ich hatte das hier einmal beschrieben:

    http://www.frankshalbwissen.de/2013/01/17/elbeparkplatz-loschwitz-update/

    Das wiederum zeigt aber auch, wie sehr man vielleicht alle vergleichbaren Gebiete in Frage stellen könnte. Das Ganze ist insofern kein unwichtiges Thema.

    Ich selbst tendiere zu: Kein Parkplatz in Loschwitz. In Blasewitz ist das Thema allerdings fast schon weltfremd, da wird die Fläche ohnehin schon seit Jahren als solcher genutzt.

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