Dresden stürzt ab
Die Wirtschaftswoche veröffentlicht am kommenden Montag ihr aktuelles Städteranking. München führt wie seit Jahren schon die Hitliste an. Hinter der bayrischen Landeshauptstadt hat sich aber einiges getan. Westdeutsche „Provinzstädte“ wie Bielefeld, Hamm oder Münster holen gewaltig auf. „Den Aufsteigern stehen die Absteiger gegenüber, und die ballen sich in Regionen, die in den vergangenen Jahren viel staatliche Förderung bekommen haben, die offensichtlich oft mehr Schaden als Nutzen brachte“, schreibt die WiWo. Zu diesen Absteigern gehören in Sachsens Leipzig und Dresden, Chemnitz hat sich auf niedrigem Niveau gehalten. Als einen wichtigen Grund für diese Entwicklung nennt das Wirtschaftsmagazin, dass „spektakuläre und nicht immer erfolgreiche große Industrieansiedlungen isoliert blieben und keine Ansiedlung von Zulieferern und anderen Mittelständlern nach sich zogen“. Mit anderen Worten: Die Leuchtturmpolitik ist nicht aufgegangen. Ich werde mir am Montag mal das Heft besorgen und nach den Kriterien des Rankings schauen. Mich würde nicht wundern, wenn die Sicht auf die Attraktivität einer Stadt sehr „westdeutsch“ ist…
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Zitat: “viel staatliche Förderung bekommen haben, die offensichtlich oft mehr Schaden als Nutzen brachte“,
Wer immer gefüttert wird, wird faul und träge. Rege und munter macht nur ein hungriger Bauch.
Zitat: “Mich würde nicht wundern, wenn die Sicht auf die Attraktivität einer Stadt sehr „westdeutsch“ ist”
Nu bin ich aber platt gebügelt! Ich bin erst seit zehn Jahren Neuossi, vorher war ich 58 Jahre lang Altwessi und konnte für mich keine großen Differenzen bei den Sichten feststellen. Es ist wie überall auf der Welt, den Normalo plagen weltweit ähnliche Probleme, die großen Abneigungen zwischen den Menschen sind von Politikern künstlich aufgebaut, zum eigenen Wohl.
Ich entschuldige mich für die Formulierung. Die “westdeutsche” Sicht war in Anführungszeichen gesetzt, eben weil vielerorts in den Medien noch eine sehr herablassende Sicht auf die “Ossis” zu bemerken ist. S. auch hier: http://www.presseclub-dresden.de/2010/01/25/die-ostdeutschen-in-den-medien-das-bild-von-den-anderen-nach-1990/
Ich habe einige “Wessi-Freunde” und komme mit denen gut klar.