Lichthof Rathaus, Lokale Agenda 21-Ausstellung
Heute möchte ich nur auf eine Ausstellung hinweisen, die noch bis zum 26. im Lichthof des Rathauses zu sehen ist: “Zukunft für Dresden – Projekte von heute mit Sinn für morgen”: „Die Lokale Agenda 21 für Dresden e. V. informiert in dieser Ausstellung über nachhaltige Dresdner Projekte, die durch Bürgerschaft, Verwaltung, Initiativen und Unternehmen initiiert werden, u. a. aus den Bereichen Bildung, Klima und Energie.“ (dresden.de).
Idiotischerweise ist der Lichthof nur Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Als arbeitender Mensch bin ich damit von der Teilnahme ausgeschlossen. Ich verstehe nicht, warum nicht wenigstens an einem Tag in der Woche länger geöffnet sein kann. Echte Bürgernähe ist das.
Die Veranstaltungen heute und morgen beginnen ebenfalls schon um 18 Uhr. Wahrscheinlich muss der Hausmeister dem Vortragenden den Schlüssel übergeben oder sowas in der Richtung. Egal, ich habe sowieso keine Zeit, da anderes zu tun.
Zu oben genanntem Thema gibt es noch bis zum 30. Juni einen Wettbewerb des Lokale Agenda-Vereins. Neben den Kontaktdaten braucht es eine Kurzbeschreibung sowie „eine ausführliche Projektbeschreibung einschließlich Zielsetzung, Zeitplanung und Begründung für die Zukunftsfähigkeit (max. 2 Seiten)“ Bildmaterial wird auch gewünscht, in digitaler Form auf DVD oder CD.
Vielleicht hat ja noch jemand auf die Schnelle eine zukunftsfähige Idee zur Hand. Unter Umständen wird die ja sogar irgendwann mal umgesetzt. Man kann ja nie wissen. Bei „Einfach genial“ – ja ich hab den Kram auch schon gesehen – waren manchmal richtig gute Sachen dabei, nur dass sich dann niemand gefunden hat, was draus zu machen. Ein wirklich innovatives Produkt oder eine tolle Idee umzusetzen, übersteigt häufig die Kraft des Privatmenschen. Zudem muss das Ganze ja auch ökonomisch was bringen und wenn das Projekt zu wenig abwirft, dann bleibt’s halt in der Schublade. Bildung – das diesjährige Thema – ist da etwas dankbarer, denn da geht es nicht in erster Linie um die Moneten…
PS: Das hat zwar gar nichts mit dem Thema zu tun und wirklich zukunftsfähig ist es auch nicht aber es gibt jetzt eine direkte Flugverbindung London-Dresden. Toll! Da werde ich sicher mal zu dem einen oder anderen Konzert auf die Insel jetten. Wenn ich mir das leisten kann…
Posted 3 months, 3 weeks ago. Add a comment
Ein Vorteil der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel liegt darin, dass man ungefragt Volkes Stimme hören darf. Zum Glück ging’s heute morgen nicht um das gestrige Bayern-Spiel, das nebenbei gesagt ganz OK war, sondern um das Thema Nummer 1 – das Wetter. Natürlich ist es zu kalt aber der April ist nun mal wechselhaft – wer erinnert sich nicht an Omis Spruch „April, April, der weiß nicht, was er will“. Gestern Abend schneite es gar für zwei Minuten am Ullersdorfer Platz, bevor ich im schönsten Sonneschein den restlichen Weg nach Hause bergauf-bergab radelte. Natürlich werden die Menschen unruhig, wenn es im April noch so kalt ist aber gleich wieder am Klimawandel zu zweifeln, das muss dann doch nicht sein (wie geschehen). „Wetter“ ist nun mal eine statistische Größe und da gibt es immer mal wieder Abweichungen nach oben und unten. Ich kann mich noch an einen Februar-Tag während meiner Studentenzeit erinnern, als ich in den Semesterferien auf der Baustelle arbeitete, im T-Shirt! Im Februar! Einer der Diskutanten brachte dann noch die These ins Spiel, dass die nächste Eiszeit bevorstünde, wenn der Golfstrom versiege. Davor bewahre uns der liebe Gott oder wer auch immer da die Hand drauf hat. Denn dann wird es richtig heftig kalt. Und da es andernorts wärmer wird, steigt sicher auch der Meeresspiegel. Ich dachte mir: Nur gut, dass ich im Hochland lebe! Bei der nächsten Flut sitze ich auf der Agneshöhe und schieße die Bilder für die Twittergemeinde in der ganzen Welt oder so…
Das zweite Aufregerthema des Morgens war dann die fünfminütige Verspätung des Busses. Leider kommt der bei uns meist etwas nach der Zeit, was aber auch leicht zu erklären ist, denn der Bus fährt fast eine ganze Stunde und dabei über die Nossener Brücke und das Blaue Wunder. Da stockt es gerade in den Morgenstunden im Allgemeinen eigentlich immer. Insofern sind die fünf Minuten nun nicht wirklich schlimm. Aber eigentlich erregten sich die Herrschaften nicht über die Verspätung, sondern darum, dass der Busfahrer, hätte er an der Endhaltestelle sofort kehrt gemacht, den Zeitplan wohl noch eingehalten hätte. „Aber nein, der muss ja erst Mal pinkeln“ etc. Ich war ja kurz davor, die Stichworte „Fahrtenschreiber“ und „gesetzliche Pausen“ in die Runde zu werfen aber ich ließ es dann doch. Statt dessen erinnerte ich mich lächelnd an meinen Urlaub in Marokko. Dort läuft der öffentliche Nah- und Fernverkehr noch etwas anders als bei uns: Wenn man Pech hat, fährt der Bus einfach an der Haltestelle vorbei, wenn er nämlich schon überfüllt ist und man muss auf den nächsten warten. Müßig zu erwähnen, dass unsere Maßstäbe der Pünktlichkeit in Nordafrika versagen… Na dann: Euch allen eine gute Fahrt und weiterhin einen schönen Frühling!
PS: Ich bin kein Lauscher aber leider nicht in der Lage “abzuschalten”. Wenn ich zwei babelnde Omis hinter mir sitzen hab, bleibt mir nur, auf das Ende der beiden, äh der Fahrt zu hoffen
Posted 4 months, 2 weeks ago. Add a comment
Auf dem Heimweg habe ich heute gesehen, dass die Schillerstraße gesperrt ist. Im städtischen Newsletter fand ich dann die Erklärung: Die Straße wird asphaltiert, was wirklich endlich mal Zeit wurde. Bisher habe ich es mir nicht getraut, da mit dem Rad runter zu fahren, weil es viel zu viele Gefahrenstellen da gab. Etwas blöde finde ich den Zeitplan, denn laut Information sollen die Arbeiten erst am 26. Juni abgeschlossen sein. Das ist der Samstag vom Elbhangfest. Na mal sehen, ob das nicht Probleme gibt…
Posted 4 months, 3 weeks ago. Add a comment
Am Montag war wieder ein Bericht in der Zeitung zum Thema Parken am Elbufer. FDP-Ortsbeirat Dietmar Fischer erregte sich in der SZ darüber, dass das Straßen- und Tiefbauamt einen Alternativvorschlag zur Stellfläche auf dem so genannten Festplatz entwickelt hat, der vorsieht, dass hinter der Alten Feuerwache zusätzlich 20 Parkplätze entstehen. Wie das gehen soll, ist mir nicht ganz klar aber nun ja, solange es dort nicht, wie irgendwann schon mal im Gespräch, ein Parkhaus gibt, ist das schon OK. Die im Artikel anvisierten Kosten von 100.000 Euro halte ich allerdings für eine Frechheit aber wir haben’s ja…
Dass der Festplatz kein Parkplatz sein soll, hat zwei Gründe – zum einen rammeln die Autos stets durch das enge Dorf zur „Freude“ der Anwohner, zum anderen ist der Platz Teil des Landschaftsschutzgebietes. Zudem ist dort verkehrsberuhigte Zone inklusive Spielstraße. Ehrlich gesagt sehe ich auch nicht ein, wozu diese Stellplätze gebraucht werden. So viel lokale Wirtschaft und Kneipen gibt es da nicht und ein paar Meter Verdauungsspaziergang haben noch niemandem geschadet. Ich habe auch kein Verständnis dafür, dass ein Ausflügler, der an der Elbe spazieren gehen will, unbedingt bis an die Elbe ranfahren muss.
Vor ein paar Jahren hätte man noch an der alten Kirschplantage einen Parkplatz einrichten können, jetzt stehen da „hochwassersichere“ Eigenheime. Mittlerweile lassen sich ja solche Flächen auch ohne Versiegelung befestigen. Nun geht da unten eigentlich nichts mehr und so sollte es auch bleiben. Da ich regelmäßig und zu verschiedensten Zeiten in der Feuerwache bin und somit einen ganz guten Überblick über die Parksituation habe, kann ich aus eigener Erfahrung feststellen, dass es eigentlich immer freie Parkplätze auf der Fidelio-F.-Finke-Straße gibt, es sei denn es ist Sonntagnachmittag, wenn all die Ausflügler mit dem Auto bis an die Elbe fahren müssen. Am Ende der Straße kann man sogar kostenlos parken, dann muss man allerdings 200, 300 Meter laufen. Oh mein Gott, das ist ja so weit! So manch feistes Männlein könnte auf diesem Weg ein paar Kalorien verbrennen, anstatt im Landschaftsschutzgebiet seine Dreckschleuder zu parken…
Mal noch so’n dummer Spruch zum Abschluss. Wir müssen uns endlich mal dafür entscheiden, was wir wollen: Drive In-Bequemlichkeit für Jedermann oder lebenswerte und intakte Umwelt. Beides zusammen funktioniert nicht. Und hier noch was Kluges, ist aber nicht von mir:
“Das Streben des höheren Menschen geht nicht auf die Außenwelt, auf Sattessen und bequeme Wohnung, sondern auf eine moralische Vollkommenheit”
Konfuzis
Posted 4 months, 3 weeks ago. 6 comments