Dresdner|Rand

Dresden vom Rand her betrachtet.

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Die Niederungen des Alltags

Gestern ist nun leider nichts mit der unglaublichen 10 geworden. Statt mir Kunst- und Kultur einzuhelfen, habe ich mir einen mehr oder weniger sinnfreien Film auf DVD angeschaut. Der Wille war ja da aber die Hindernisse zu groß.
Mein Fahrrad hatte einen Platten – so fiel das Nachhausefahren aus. Anstatt gleich in die Bahn zu steigen (meine Monatskarte hatte ich natürlich ausgerechnet gestern meiner Frau gegeben) bin ich also zum Schillerplatz gelaufen. Das Rad mit Vollplatten über den huckeligen Körnerweg zu schieben, schien mir nicht sinnvoll, also ließ ich es stehen.
Am Schillerplatz angekommen, war meine bessere Hälfte natürlich gerade mit den Besorgungen durch und wir stiegen in den Bus zum Fernsehturm. Auf der Grundstraße entschied ich mich dann, das Rad gleich zu holen und fuhr wieder in die Stadt. Zurück am Ullersdorfer Platz hätte ich über eine halbe Stunde auf den Bus warten müssen. Also rief ich die Frau an, mich abzuholen…
Mit anderen Worten: Voll die A…karte gezogen. Zuhause angekommen war ich komplett durchgeschwitzt und hatte in etwa noch die Energie einer Taschenlampe nach 100 Stunden Dauerbetrieb. Also abhängen…

Heute vormittag habe ich dann das Rad repariert. Ging recht fix, nur dass mir dabei die Suppe vom Gesicht tropfte wie verrückt. So eine Schei… Hitze. Und es sieht auch wieder nicht nach Abkühlung aus. Egal, heute abend nehmen wir den zweiten Anlauf und versuchen es mit der Friedrichstadt erneut.

Da ich grad bei Reparieren des Fahrrades war, versuchte ich auch noch herauszubekommen, wie ich mein Vorderlicht, welches vor einigen Tagen auf dem bescheuerten Körnerweg ausgefallen war, wieder in Schuss bringe. Den Trick, wie man diese Lampe überhaupt öffnet, um an das Leuchtmittel heranzukommen, den muss mir erst noch jemand verraten. Das ist wie bei Autos und Motorrädern – nirgends kann man heute noch was selbst machen. Alles verkapselt und verkleidet. Das k..tzt mich an.

Sorry, die Hitze macht mich aggressiv. Manchmal klappt einfach überhaupt nichts…

Posted 1 month, 3 weeks ago.

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Einbruch in der Bautzner – 2

Ich habe meine Mittagspause genutzt, mit den Straßeneinbruch auf der Bautzner mal etwas Genauer anzuschauen. Die “Schadstelle” befindet sich stadteinwärts betrachtet auf der rechten Seite, kurz vor der Einmündung der Radeberger (etwa da, wo dasgroße B ist).
Als ich vorbei bin, waren ca. 2×2 Meter freigelegt, als ich auf dem Rückweg war, stand dort grad der DNN(?) Fotograf und ein paar Meter stadteinwärts wurde die Straße an einem Gulli aufgebrochen. So ca. sechs Arbeiter waren im Einsatz, zudem noch ein Absaugwagen für Abwasser rum. In der DNN gibt es jetzt näher Informationen und eine Fotostrecke. Die 4×4 Meter habe ich nicht gesehen…
Die Straße war abgesperrt, zwei Polizeimannschaftswagen sicherten die Baustelle. Der stadteinwärtige (sagt man das so?) Straßenverkehr wird über die Radeberger umgeleitet; wer clever ist, fährt schon früher auf die Straße auf, kurz vorm Loch staut es sich selbstverständlich. Der Bus bedient die Haltestellen der Straßenbahn ganz normal, nur an der Diakonie ist die Haltestelle stadteinwärts verlegt. Momentan stehen an der eigentlichen Haltestelle nur DVB-Mitarbeiter, die potentielle Fahrgäste umlenken…

PS: Wir hören grad Fußball auf MDR-Info im Stream. Solange wir arbeiten, sagen die Chefs nicht. Die Fussball-WM hat begonnen :-)

Posted 2 months, 3 weeks ago.

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Was’n los – Einbruch auf der Bautzner

Die heutige Anreise zur Arbeit war wieder ein echter Genuss. Einmal am Ullersdorfer Platz angekommen, ging erst einmal überhaupt nichts mehr. Da keine Bahn in Sicht war, lief ich bis zur Grundstraße vor. Dort hatte ein LKW quasi mitten auf der Straße geparkt, der höchstwahrscheinlich zum CAP-Markt wollte. Die Polizei fuhr auf und nahm sich den Kollegen Kraftfahrer zur Brust. Sehr schön die moderne Technik zu beobachten, gab es doch auf dem Dach des Polizeiautos ein hochklappbares LED-Schild mit „Unfall“ und entsprechendem Verkehrszeichen. Der Beamte betätigte sich zudem als Sprayer (Markierung des Standorts auf der Fahrbahn) und als Hobbyfotograf, indem er das Geschehen digital festhielt. Der LKW-Fahrer wird sicher noch viel Spaß gehabt haben.
Ich für meinen Teil hatte nach 20 Minuten keine Lust mehr zu warten und sprach einen Autofahrer an, der mich bis fast zum Weißen Adler mitnahm. Von dort aus ging es weiter zu Fuß und ich versuchte zu trampen. Tatsächlich nahm mich jemand dann bis zum Waldschlösschen mit.
Ich habe während der kurzen Reise mich mit meinem Fahrer unterhalten. Ist schon lustig, was man anhand weniger Begriffe im Nachhinein herausbekommt. Mein freundlicher Mitnehmer erzählte, dass er in einer Schule einen Vortrag hält und erwähnte nur kurz ein „turtle race“. Kurz bei Google gesucht und et voila, hier ist das Ergebnis turtle-race.de. Sehr interessante Aktion!

Auf Arbeit angekommen, schaute dann ein Kollege gleich mal nach, woran das Chaos liegen könnte. Der Kollege ging auf die DVB-Seite und erzählte, dass dort eine Sperrung der Bautzner Straße angezeigt sei und die Linie 11 „Bis auf weiteres“ durch Schienenersatzverkehr ersetzt würde.

Um die Menschheit an meinem Elend teilhaben zu lassen, setzte ich um 8:50h meinen Tweet ab:
Dresden: Line 11 SEV? Eher nicht. Rien ne va plus stadteinwärts. Zum Glück gibt es noch freundliche Autofahrer. Wer kann, fahre Rad!

Zeitgleich erscheint:
Netzsche: Schillerplatz in Richtung Naumannstraße, Goetheallee, Kathe-Kollwitz-Straße von Polizei abgeriegelt. Permanent Krankenwagen. Weiß jmd was?

8:55h
Netzsche: Blaues Wunder und Umleitungsstrecke über Hüblerstraße natürlich auch dicht… #schillerplatz

9:05h
Netzsche: Ursel und Sperrung sind weg, aber das Chaos bleibt #schillerplatz

10:03h:
Ich habe gerade noch was mit einem Kollegen besprochen und der erzählte mir, dass es schon gestern Abend eine Sperrung gab, weil an der Bautzner Straße die Fahrbahn eingebrochen ist. Jetzt hab ich’s auch im Netz gefunden: Verkehrsbehinderungen und Umleitungen nach Einbruch der Bautzner Straße Voraussichtlich bis Mittwoch sollen die Bauarbeiten andauern. Ich werd mir das Ganze in der Mittagspause mal anschauen. Ist schon erstaunlich welche Auswirkungen solch eine Sperrung hat – ein echt neuralgischer Punkt…

Posted 2 months, 3 weeks ago.

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Fahrrad statt Auto

Die Dresdner Sektion des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) hat ein kleines virtuelles Mitteilungsblatt, die Speiche, dessen aktuelle Ausgabe vor kurzem erst erschienen ist. Als Abonnent des Ganzen muss ich gestehen, dass ich die Themen immer nur überfliege. Diesmal bin ich dann aber doch hängen geblieben. Steht doch da tatsächlich drin, dass es einen Entwurf der Grünanlagensatzung gibt, der es Radfahrern verbieten soll, durch die Grünanlagen der Stadt zu fahren. Wer denkt sich eigentlich solch einen Schwachsinn aus? Höchstwahrscheinlich militante Autofahrer. Da kann man nur hoffen, dass diese Satzung nicht kommt. Denn wenn das Radfahren an Attraktivität verliert, steigen auch wieder mehr Leute in ihr Gefährt um und das wäre ziemlicher Mist.
Mit dem Thema Auto beschäftigt sich auch ein Vortrag am 14. Juni. Prof.  Hermann Knoflacher, emeritierter Professor für Verkehrsplanung an der Technischen Universität Wien, rechnet dabei schonungslos mit der “Faszination Auto” ab. „Am Anfang stand das Auto für freie Fahrt, für Mobilität und für Freiheit. Doch was ist aus diesen Träumen geworden? Heute hat das Auto massiv in unsere Lebenswelten eingegriffen, sowohl Natur und Gesellschaft als auch das Individuum sind vom Virus Auto befallen: Landschaften wurden zerstört, Städte für Autos angelegt, und sobald ein Mensch ins Auto steigt, verändert sich sein Wesen. ‚Wir ziehen uns mehr oder weniger freiwillig in abgedichtete Häuser mit Lärmschutzfenstern zurück, um den Außenraum dem Krach, dem Staub und den Abgasen der Autos zu überlassen’, stellt Hermann Knoflacher fest.“

Vortrag
Montag, 14. Juni 2010, 19.30
Grüne Ecke, Bischofsplatz 6, 01097 Dresden

Posted 2 months, 3 weeks ago.

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