Letztes hatte ich mal über das Thema Auto kaufen oder mieten philosophiert. Dabei war auch das Thema Mitfahrgelegenheit zur Sprache gekommen. Hier die Gedanken eines Bekannten zu seinen Erfahrungen als Anbieter einer Fahrgelegenheit.
Als langjähriger Teilnehmer an Mitfahrgelegenheiten habe ich die Erfahrung als Fahrer gemacht, dass viele junge Leute Dresden entweder als Ihren Startpunkt für Ihre Kurzreise in die Hauptstadt Berlin nutzen oder von dort in das brandenburgische Umland weiterreisen. Der Teilnehmerkreis beschränkt sich überwiegend auf das studentische Umfeld aber auch auf Auszubildende, sprich junge Erwachsene mit oft nur kleinem finanziellem Budget. Oft sind die anzutreffenden Mitreisenden auch auf Durchreise von der tschechischen Hauptstadt Prag oder kommen aus dem noch weiter entfernten Wien. Nicht selten sich auch Reisende aus Bratislava oder gar aus Ungarns Hauptstadt Budapest dabei. Persönlich finde, ich dass beide Parteien die Autofahrer und die Mitfahrzentrale Benutzer/innen von dem Reisen im Kollektiv profitieren. Die Kosten für Zugtickets und die Tankstellenpreise kann Mensch nicht beeinflussen und noch sind wir leider relativ abhängig von den politischen Lagen in Fernost, die sich auf die Öl-Preise auswirken. Nachfolgend möchte ich euch ein paar gute Plätze vorstellen, an welchen man sich in Dresden für die Organisation einer Mitfahrgelegenheit treffen kann. Beachtet bitte, dass die Überischtlichkeit des Ortes eine wichtige Rolle spielt. Im Ernstfall spart das Telefonkosten, denn wenn man nicht wie vereinbart am verabredeten Ort erscheint oder diesen nicht findet, sollte man sich beim Fahrer melden und mitteilen, ob man noch kommt oder nicht. Das erspart zumindest den anderen Mitfahrern sinnloses Warten und manchmal findet sich auch noch Jemand, der den frei gewordenen Platz dankbar annimmt. Ein kurze Liste meiner positiv getesteten Plätze zum ein- und aussteigen:
- Elbe Park: Ideal aus Fahrersicht, da sehr Autobahnnah gelegenes Einkaufszentrum mit vielen Parkplätzen. Nachteil: relativ weite Entfernung zur Innenstadt und etwas unübersichtlich.
- Parkplatz hinterm Bahnhof Neustadt: Beliebtester Treffpunkt für Mitfahrgelegenheiten. Vorteil: Zentral für die „Neustädter“, sehr übersichtlich. Nachteil: Für Ortsunkundige Fahrer nicht so leicht anzufahren. Manch potentieller Fahrer hat auch schon vergeblich vor dem Neustädter Bahnhof gewartet. Dort kann man sich übrigens auch treffen. Nachteil hier: Eigentlich muss man sich einen Parkschein ziehen, wenn man etwas länger wartet.
- Hauptbahnhof: Vorteil: Nähe zur Uni, auch für Ortsunkundige zu finden. Nachteil: Die Parkplatzsituation ist meist sehr schlecht, die Lage oft unübersichtlich. Vor allen Dingen geeignet für Fahrten nach Süden und Westen.
Ich hoffe, der eine oder andere nützliche Tipp war für euch dabei, damit Ihr bei Bedarf ebenfalls eure Fahrgemeinschaft ab Dresden organisieren könnt. Als Anmerkung möchte ich erwähnen, dass ein angemessener Betrag pro Person bei 10.- Euro für die 160 Kilometer Entfernung bis in die Berliner Gegend liegt.
Auch die Rückfahrt ist immer gut mit Autopassagieren frequentiert und nicht selten hat man drei und mehr Interessent/innen für eine Fahrtrichtung. Nebenbei gibt es nette Geschichten zu hören. Sich mit Menschen zu unterhalten, macht logischerweise mehr Spaß als dem eintönigen Radioprogrammen zu lauschen.
Neulich erst habe ich mich mit einem Freund über das Thema Autos unterhalten. Einerseits denke ich, und da waren wir uns einig, dass man nicht um jeden Preis ein eigenes Gefährt in der Stadt braucht. Zum Beispiel, um morgens auf Arbeit zu kommen, fände ich es – mal abgesehen von Umwelt- und ökonomischen Aspekten – einfach nur stressig, selbst zu fahren. Die B6 stadteinwärts ist meist übervoll, der Ullersdorfer Platz eine Staufalle. Warum sollte ich mir das antun? Ganz zu schweigen von der Parkplatzsuche am Waldschlösschen. Das habe ich einmal gemacht, das hat mir gereicht. Ich durfte mehrmals durch die engen, mit Autos zugestellten Straßen fahren und mich am Gegenverkehr vorbei schlängeln, bis ich dann endlich ein geeignetes Plätzchen fand. Nach dieser nervenaufreibenden Tätigkeit brauchte ich erst einmal Erholung. Und das jeden Tag? Ganz zu schweigen von den Kosten und dem Ärger, den man hat, wenn man in dem Gedränge mal an einen anderen Parkplatzsuchenden oder ein bereits platziertes Fahrzeug aneckt. Da fahre ich doch lieber Bus und Bahn, auch wenn es da manchmal Verspätung und auch so manchen nervigen Mitreisenden gibt.
Bei meiner Frau sieht das allerdings ganz anders aus. Sie arbeitet in Radeberg und dort mit den Öffentlichen hinzukommen, ist eine echte Qual. Wenn sie mal aufs Auto verzichten muss, braucht sie eine gute Stunde, mit dem eigenen Gefährt 20 Minuten. Da fällt die Entscheidung leicht.
Aber zurück zur Frage, ob man überhaupt ein Auto braucht. Oder stellen wir die Frage anders: wann? Da fallen mir eigentlich nur drei Gelegenheiten ein: Zum ersten, wenn man etwas Größeres, Sperriges oder Schweres transportieren muss, zum zweiten, wenn man irgendwo hin will, wo man mit Bus und Bahn nur schlecht oder mit sehr viel höherem Zeitaufwand hinkommt oder drittens, wenn man mal „Überland“ fahren muss, zum Beispiel um die Eltern zu besuchen.
Selbstverständlich kann man einen Mietwagen in Dresden mieten, falls man mal einen braucht. Ganz preiswert ist das nicht aber für einmalige Sachen sicher nicht die schlechteste Idee. Wir haben das z.B. beim Umzug gemacht oder als wir in den Urlaub nach Frankreich gefahren sind, um mit dem leistungsstärkeren Mietwagen auch von der Stelle zu kommen. Im vollgepackten Kleinwagen Hunderte von Kilometern zu fahren, ist wahrlich kein Genuss.
Wenn man regelmäßig auf ein Auto zurückgreifen will, ist sicher Car Sharing eine sinnvolle Alternative. Das gilt auch für die Überlandfahrten. Die Bahn ist gut für weite Strecken aber mittlerweile ist sie aus meiner Sicht ganz schön teuer geworden, der Service ist häufig genug eine Katastrophe und wenn man in einen entlegenen Ort will, sieht’s auch trübe aus. Falls es eine kleine Buslinie gibt, heißt das noch lange nicht, dass sich der Bahnkonzern um solch Lappalien wie Anschlusszeiten kümmert.
Eine gute und preiswerte Sache sind sicher auch Mitfahrgelegenheiten, um die mich meine ausländischen Bekannten immer wieder beneiden. Man kann ja über Deutschland meckern, wie man will aber hier funktioniert es, dass sich zwei bis dato unbekannte Menschen telefonisch verabreden und sich zu einem gegebenen Zeitpunkt an einem gegebenen Ort treffen. Und, dass sich am Ende beide an den vereinbarten Preis halten. Klingt albern, ist aber nicht überall selbstverständlich.
Für Kurzfahrten gibt es zudem auch noch Taxis. Die sind zwar alles andere als billig aber Autofahren ist insgesamt keine allzu preiswerte Möglichkeit der Fortbewegung: Kaufpreis, Benzin, Steuern, Reparaturen, TÜV, ASU, Garage oder Stellplatz – da läppert sich ganz schön was zusammen. In Summe kommt man – braucht man das Ding nicht täglich, wohl besser ohne. Zumindest in der Stadt. Auf dem Lande sieht es häufig anders aus, will man überhaupt mobil sein.
Man muss schon klar sagen: Unbedingt braucht man ein Auto nicht, ganz besonders dann nicht, wenn man in der Stadt zentral lebt und arbeitet.
Wir haben aber auch ein Auto und ich gestehe, ich fahre damit auch, wenn es nicht sein muss bzw. ziehe die Bequemlichkeit des eigenen Autos vor. Ich werde also nicht mit dem Zeigefinger auf andere zeigen. Fakt ist aber, dass es genügend unnötige Fahrten gibt, die durchaus reduziert werden könnten. Wenn ich am Samstagmorgen frische Brötchen will, dann laufe ich oder setze mich aufs Rad, auch wenn’s mal regnet. Man sollte aber nicht glauben, wie viele Mitmenschen diese paar Meter mit dem Auto zurücklegen “müssen”. Ganz zu schweigen von den “Panzern”, mit denen manche durch die Gegend kreuzen. Die Teile würde ich sofort verbieten, wenn ich was zu sagen hätte…
Der Tag fing mal wieder richtig toll an. Der morgendlich Ablauf ist so, dass ich nach dem Aufstehen in die Küche eile, um den Tee anzusetzen und die Katzen zu füttern.
Während ich gerade dabei war, den Mampf für die Stubentiger in die Näpfe zu pressen, fiel mein Blick auf unseren alten Kater, der zitternd neben der Brotmaschine saß. Katzenhalter werden dieses Zeichen kennen: Der perverse Perser hat sich flüssig erleichtert. Zum Glück war das Brot in eine Plastetüte eingepackt und die Maschine ist ebenso aus Kunststoff. Ums Abwischen kam ich aber nicht drum herum. Wer schon mal Katzenpisse gerochen hat, der weiß, was das für eine Freude ist…
Mancher wird jetzt sagen: Warum drehst Du dem Mistvieh nicht gleich den Hals rum? Aber das sind wahrscheinlich die selben Leute, die ein Kleinkind ertränken, weil es eingepinkelt hat oder einen alten Menschen ersticken, weil er beim Essen sabbert. Interessieren würde mich allerdings, was mir der Kater mit seinem Verhalten sagen will. Irgendeine Message muss es da geben. Der Zustand des Katzenklos ist sicher nicht dran schuld, das mache ich immer sauber. Meine Frau meint immer, der Gutste sei im Stress, wegen des fetten Nachbarkaters, der ihm das Revier streitig macht. Aber der war gar nicht in der Nähe. Welche Erklärung haben mitlesende Miezenpsychologen?
Der städtische Winterdienst ist heute mit 50 Arbeitskräften und 40 Streufahrzeugen einsatzbereit. In den Morgenstunden wurden bereits Kontrollfahrten, vor allem in den Höhenlagen und an Gefällestrecken der Hauptstraßen, realisiert. Dort wurde nach Bedarf gestreut. Sollte es im Laufe des Tages zu Schneefall im Stadtgebiet kommen, wird der Winterdienst dann auch hier unterwegs sein.”
Diese Meldung gab’s heute morgen von der Stadt. An anderer Stelle hatte ich schon mal gelesen, dass diese Zusage nur für 50% der Straßen, namentlich für die Hauptstrecken gilt. Da bin ich ja mal gespannt, was die nächsten Tage so passiert. Heute waren die ersten Schneematsch-Ecken auf dem Fußweg, ab morgen werde ich wohl Schnee schippen dürfen. Da werde ich heute Abend mal noch den Schieber suchen, den Streusand und den Straßenbesen…
@DD|R Dresden beHIEFELt: Am Wochenende nutzten wir das schöne (kalte) Wetter für einen kleine Wanderung. Wie sch... http://t.co/xu2Z6HDvDD|R2 hours ago