Seit vielen Jahren gibt es heftige Diskussionen darüber, ob es in Dresden im Rahmen der Bombardierung der Stadt am 13. und 14. Februar 1945 nun Tieffliegerangriffe auf Zivilisten gegeben hat oder nicht. Einige Zeitzeugen berichten davon, nicht wenige Historiker stellen diese Berichte in Frage. Das heißt nicht, dass die Zeugen selbst unglaubwürdig wären, in der Stresssituation eines solchen Angriffes, haben die aber vielleicht etwas falsch wahrgenommen.

Der Artikel „Warum gab es keine Tiefflieger über Dresden?“ beschäftigt sich mit dem Thema und gibt meines Erachtens gute Argumente gegen die Angriffe auf Schutz suchende Menschen auf den Elbwiesen oder im Großen Garten, nicht jedoch ohne zu erwähnen, es gibt „zahlreiche Belege für ähnliche Angriffe in den Wochen vor und nach der Zerstörung Dresdens.“ Das wird Manchem nicht gefallen, doch es scheint nun mal die Wahrheit zu sein.

Zum Thema passt auch die Meldung, dass Götz Bergander gestorben ist. Der Journalist ist der Verfasser des Standardwerkes „Dresden im Luftkrieg“. Die Meldung habe ich bisher nur auf Twitter gesehen, das Ganze ist also eher mit Vorsicht zu genießen…

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Heute bin ich per Facebook auf einen Artikel des Gammablogs aufmerksam geworden. Darin wird berichtet, dass die Redaktion der Blauen Narzisse hier Wurzeln schlagen will, um auf dem Weißen Hirsch ein “Zentrum für Jugend, Identität und Kultur” einzurichten. Nun könnte man behaupten, der gammablog als “antifaschistischer Newsflyer für Leipzig und Umgebung” wäre wieder mal eines dieser überengagierten antifaschistischen Projekte, die überall Nazis riechen. Doch die “Blaue Narzisse” ist halt keine ungefährliche Schülerzeitschrift, sondern Teil einer neurechten Bewegung. Man muss sich nur einige der Artikel durchlesen, um festzustellen, wes Geistes Kind die Schreiberlinge sind. Da wird von “Überfremdung” gefaselt, subtil gegen Ausländer gehetzt und die Werte der eigenen Kultur als das Nonplusultra und beklagt deren angeblichen Zerfall hochgehalten. Ein bekanntes Schema, das berechtigte Kritik mit stockkonservativen Vorstellungen verbindet. ich hoffe, diese Ansiedlung kann noch verhindert werden. Für Dresden, dass sich langsam aber sicher des Naziaufmarsches zum 13. Februar entledigt, wäre solche eine intellektuelle Keimzelle rechtspopulistischen Gedankengutes ein echter Rückschlag. Der Schlips er lenkt, der Stiefel sprengt…

Noch was zum Lesen

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Am Wochenende gab es eine Demonstration der neu gegründeten IG Freiräume, eines politisches Bündnisses verschiedener Akteure in Dresden, deren Interesse es ist , selbstverwaltete, nicht-profitorientierte Räume im kulturellen, sozialen und politischen Bereich zu sichern, zu verteidigen und neue zu schaffen (Selbstdarstellung). Auf der Fahrrad-Demonstration gerieten die Aktivisten ganz offensichtlich mit der Polizei aneinander. Während die IG in ihrer Pressemitteilung von mindesten einem Schwerverletzten spricht und dass die “unnötigerweise eingesetzte” Polizei von Anfang an gegen die ca. 250 Teilnehmer “agressiv” vorging, sprechen die Ordnungshüter von haltlosen Vorwürfen. Man habe nur “die angezeigte Versammlung im öffentlichen Raum abgesichert und danach Gefahren für den Straßenverkehr abgewehrt”.
Den ausführlicheren Bericht einer Teilnehmerin der Aktion gibt es hier.

PS: Habe gerade voll Erstaunen gesehen, dass dies mein 600ster Post ist. Wer den nächsten Kommentar (den 1.600sten!) abgibt, den beglücke ich mit einem kleinen Geschenk…

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Grüne kritisieren steuergeldfinanzierte Hotelbetten im Hochland und großzügige Umverteilung von Ortschaftsmitteln in die Privatkasse von Ortsvorsteher Behr“. Unter diesem etwas sperrigen Titel hat die Grüne Fraktion des Dresdner Stadtrats erneut Kritik an Ortsvorsteher Hans-Jürgen Behr geübt. Im Mittelpunkt der Kritik steht Behrs Unternehmen BBV Weißig GmbH, die nicht zum ersten Mal Nutznießer der im Ortschaftsrat beschlossenen Vorhaben ist. So wurde laut Aussage der Grünen die Hälfte der von der Stadt bewilligten Investitions- und Verfügungsmittel in Höhe von 650.000 Euro für ein Bettenhaus für den Sportverein SG Weißig ausgegeben. Das ist übrigens ein Fakt aus dem Bericht des städtischen Rechnungsprüfungsamtes und keine Propaganda der Grünen.
Es lohnt sich auf jeden Fall, die Mitteilung bis zu Ende zu lesen. Wenn das alles so stimmt, was ich selbst nur schwer nachprüfen kann, dann dürfte Herr Behr tatsächlich mal Schwierigkeiten bekommen. Bisher ist ihm ja nichts passiert, auch weil er seine Partei, die CDU, „in unverbrüchlicher Solidarität“ hinter sich weiß.

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Plakat der FDP gegen Gleisumbau

Plakat der FDP gegen Gleisumbau

Ich hatte ja hier schon zweimal was zum geplanten Gleisumbau auf der Bautzner (Land)Straße geschrieben [1,2] – jetzt springt die FDP den Anwohnern der Straße bei, mit einem hübschen kleinen Schüttelreim. Echte kleine Pöten. Ist das eigentlich außerhalb des Wahlkampfes erlaubt? Also nicht das Dichten, sondern das Plakate aufhängen?

Ergänzung:

“Die gesamte Dresdner Verkehrspolitik wird von den Verkehrsbetrieben gemacht und damit einem einzigen Verkehrsträger untergeordnet. Und der informiert noch nicht mal ausreichend, stehen Bauarbeiten wie jetzt auf der Bautzner Straße und der Bautzner Landstraße bevor.”
Diese Formulierung findet sich in der heutigen DNN. Zwar wird in den nächsten beiden Sätzen klar, von dem diese Aussage kommt, nämlich von der FDP und dort namentlich vom allseits beliebten Holger Zastrow aber doch wirkt das Ganze als wäre dies ein journalistisch sauber eruierter, unumstößlicher Fakt, schließlich fehlt im Artikel (anders als bei mir) jede Kennzeichnung als persönliche Meinungsäußerung. Ein besonders schönes Beispiel manipulativer unabhängiger Berichterstattung…

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Das Wort zum Sonntag:

#dd_nazifrei #13feb bei Twitter und
Dresden Nazifrei-Ticker

Ein Überblick:

Am Bahnhof (da war ich nicht):

… aber hier:

War gut!

Mein Lieblingsplakat:
“Odin sagt: Keine Nazis nach Walhalla”

Mein Lieblings-Slogan:
“Ohne V-Mann seid Ihr nur zu dritt.”

¡No pasarán!

Ein paar Bilder

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Morgen ist es wieder soweit – der 13. Februar steht an. Derzeit weiß ich noch nicht so recht, was ich nun mache. Eigentlich sollte ich zur Demo gehen und ich denke auch, dass gerade das Blockieren eine sinnvolle Idee ist aber wenn ich schon wieder all die Diskussionen lese, frage ich mich, ob es überhaupt sinnvoll ist, auf die Straße zu gehen.

Der zum Teil recht rüde Ton der Linksaußen oder -unten macht mir die Entscheidung auch nicht leichter. Die alberne Menschenkette halte ich für bürgerliche Augenwischerei, da braucht es schon etwas mehr als nur Händchenhalten, um die Ewiggestrigen zu stoppen. Vor allem bedürfte es etwas mehr Willen der politischen Eliten, den Vollpfosten nicht auch noch eine Bühne für ihre ranzigen Ideen zu bieten. Aber die kann ich nicht erkennen. Wenn selbst ein ranghohes SPD-Mitglied grundlegende Elemente der Nazi-Ideologie wieder salonfähig macht, dann habe ich kein Vertrauen mehr in diese “Demokratie”. Vielleicht bleibe ich einfach daheim und lese mein Buch weiter.

“Der Leib ist fruchtbar noch aus dem dies kroch.”

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Seit einiger Zeit bewegt das Thema des Gleisumbaus schon die Anwohner der B6 vor allem auf dem Weißen Adler und in Bühlau. Einer der Kritikpunkte der Anwohner war, dass sie nicht über die Maßnahme informiert wurden waren. Da soll nun Abhilfe geschaffen werden. Am nächsten Donnerstag lädt die DVB zu einer Einwohnerversammlung ein, bei der die „Maßnahme vorgestellt“ werden soll. Zitat: „Die Veranstaltung dient dem Ziel, die vorgesehenen Gleisbauarbeiten in der Bautzner Straße und der Bautzner Landstraße sowie die zu erwartenden Folgen für Anlieger und auf den Verkehrsfluss gemeinsam mit den Einwohnerinnen und Einwohnern zu erörtern und deren Vorschläge und Anregungen aufzunehmen. Diese werden anschließend im Stadtrat behandelt.“ Kann man nur hoffen,dass auch jemand von der Stadt anwesend ist, der sich gleich noch zum Komplex Straßensanierung Ja oder nein äußert.

Das wird sicher eine lustige, sehr stimmungsvolle Veranstaltung. Garantiert besser als Kino und völlig kostenlos! Meine Veranstaltungsempfehlung für nächste Woche lautet also:

Einwohnerversammlung zum Umbau der Straßenbahngleise im Zuge der B 6 – Bautzner Straße und Bautzner Landstraße – durch die Dresdner Verkehrsbetriebe AG

Wann: Donnerstag, 14. Februar 2013, 18 bis 20 Uhr
Wo: Großer Ballsaal im Parkhotel Weißer Hirsch, Bautzner Landstraße 7, 01234 Dresden

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