Dresdner|Rand

Dresden vom Rand her betrachtet.

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Kunstvoller Krach

Gestern hab ich es dann doch noch in die Friedrichstadt geschafft. War ein schöner Abend, wenn auch der Eintritt mit 8 Euro etwas happig. Zumindest weil nirgends was auf der Seite stand…

Letztendlich hat sich die Ausgabe aber definitiv gelohnt. Die Ausstellung im Keller war echt beeindruckend – ehrlich gesagt hab ich mich nur gewundert, dass sowas in Deutschland offiziell geht. Muffige, niedrige Kellerräume, in denen man sich sogar schmutzig machen kann. Naja, das übliche Vernisagenpublikum war eh nicht anwesend, dafür aber viele junge Leute, die nicht gleich mit dem Anwalt drohen, wenn die Klamotten dreckig werden oder sie sich den Kopf anstoßen…

Die Konzerte am späteren Abend waren dann ebenfalls sehr spannend, am besten hat mir Pandoras Box – da kamen Erinnerungen an Nico und Diamanda Galas auf – und Vinyl -terror & -horror and Dr. Nexus gefallen. Bei Letzteren insbesondere der selbstgebaute Plattenspieler mit drei Tonarmen. Abgesehen von der erbärmlichen Hitze ein echt cooles Erlebnis. Ich denke, ich geh da jetzt öfter hin ins friedrichstadtZentral. Nächsten Sonntag ist schon wieder ein spannendes Konzert an gleicher Stelle, u.a. mit Jochen Arbeit von den Einstürzenden Neubauten!

Ein paar Impressionen. Dummerweise habe ich mir nicht aufgeschriebn, wie die Künstler heißen…

Posted 2 months ago.

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Unglaubliche 10

Heute bekam ich von einem Freund den Link zu einem Festival für experimentelle Musik und Kunst „The Incredible 10“. Noch nie was davon gehört, genauso wenig, wie vom Austragungsort friedrichstadtZentral, und das obwohl die Sache recht hoch angebunden ist. Auf dem Flyer steht „gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz“. Irgendwie kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass man da unter sich bleiben will.

Incredible 10

Angekündigt sind drei Tage “installations, performances, workshops and concerts by local, national and international artists”. Ich werde mir das Ganze mit Sicherheit einmal anschauen. Start ist am Freitag.
Ein bissel doof finde ich, dass es die Seite nur in Englisch gibt, damit schließt man schon mal einige potentielle Interessenten aus. Unglaublich auch, dass sich nirgends ein Wort zu etwaigen Eintrittspreisen findet – schwer vorstellbar, dass dieser Event für die Besucher völlig kostenfrei sein soll. Als jemand, der selbst Veranstaltungen organisiert, finde ich das eher “mittelprächtig”.

Das friedrichstadtZentral hat einen eigenen Blog, über den man am Ball bleiben kann, was da so passiert: „Seit 2006 ist sie [die ehemalige Buchdruckerei] zu einer Kulturstätte geworden, in der Performanceabende, Konzerte und Diskussionsrunden organisiert werden und immer regelmäßiger stattfinden.“ Ich bilde mir ja ein, dass ich mich für solche Sachen interessiere und auch einiges mitbekomme. Sehr seltsam. Immerhin bin ich dort schon mal um die Ecke bei einer halblegalen Party gewesen, weiß also, wo ich die Lokalität finde. Wenn man sich den Blog genau anschaut, stellt man fest, dass es dort schon zahllose Konzerte gab. Ich studiere nun wirklich immer sehr intensiv die einschlägigen Magazine, um nicht vielleicht eine Band zu verpassen, die ich schon lange sehen wollte. Das macht mich jetzt wirklich etwas nervös…

Posted 2 months ago.

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Strahlender Sonntag

Tag der offenen Tür in Rossendorf

Ja, ich weiß, der „strahlende Sonntag“ ist abgeschmackt. Aber das Wetter war am Sonntag ja nun wirklich gut. Oder sagen wir lieber heiß. Trotzdem ließen wir uns von den Ü30-Temperaturen nicht davon abhalten, nach Rossendorf ins Forschungszentrum zu fahren, so wie es viele andere auch taten. In der Forschungsrichtung herrschte regelrecht Volksfeststimmung, Fressbuden und Schlagerbühne inklusive. Die Sächsische Zeitung hatte wohl auch die Werbetrommel gerührt…
Organisatorisch gab es absolut nichts zu meckern – wir waren, da wir uns mit Freunden verabredet hatten und viel zu spät dran waren – ins Auto gehüpft und MIV-mäßig vorgefahren. Am Eingang standen gleich „Posten“, die uns sicher und schnell zu einem Parklatz geleiteten. Zudem gab es wohl auch Shuttlebusse, die zum Ullersdorfer Platz fuhren. Für Verpflegung, Unterhaltung aber auch für fachliche Unterweisung war ausreichend gesorgt.
Meine Frau traf einen ihrer Studienkollegen wieder, der sich freute, dass die Menschen in Zeiten von GNTM & Co. noch solch ein Interesse an Wissenschaft zeigen. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie viel die einzelnen Besucher da verstanden haben. Meine Frau und ich, wir sind beide Chemiker, mit anderen Worten Naturwissenschaftler, und haben zumindest ansatzweise etwas Ahnung. Wer sich seit der Schule nicht mit Themen wie radioaktiver Strahlung befasst hat, sieht da sicher noch weniger durch, als wir das taten. Aber egal: Die Wissenschaftler erteilten bereitwillig und geduldig Auskunft und so manch neue Erkenntnis stellte sich ein: Ich lernte z.B., dass es kein großes Problem ist, Antimaterie zu erzeugen, das passiert quasi ständig spontan. Die hochreaktiven Teilchen zu stabilisieren und gezielt einzusetzen – das ist die hohe Kunst.
Als besonders beeindruckend stellte sich für uns ELBE dar, nicht der Fluss, sondern ein riesiger Linearbeschleuniger, mit dessen Hilfe sich verschiedenste Strahlungsarten definiert erzeugen lassen. Diese Strahlen dienen dann u.a. zur Materialforschung.

ELBE

Quelle: Homepage des FZD

In Erinnerung geblieben ist mir auch das Gespräch mit einem Wissenschaftler, dem wir Fragen zur Kernfusion stellten. Er war – obwohl es sein Arbeitsgebiet direkt betraf – auch der Meinung, man solle die regenerativen Energien ausbauen. Denn der Aufwand, der um die Kernfusion betrieben wird, ist doch ganz schön enorm. Um z.B. Sonnenenergie zu nutzen, braucht es nur Parabolspiegel und Salzlauge, eine wirklich simple und leicht beherrschbare Technik. Letztendlich wäre es aber wesentlich besser, wenn mit Kernfusion Energie erzeugt wird, als derzeit durch Spaltung. Der entscheidende Vorteil: Es kann nicht zu Katastrophen wie Tschernobyl kommen, da die Reaktion im Havariefall einfach abbricht, anstatt weitere Kettenreaktionen auszulösen…

Posted 2 months ago.

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Neues Regionalfernsehen für Dresden

Neben dem Dresden Fernsehen und PTv gibt es seit zwei Wochen einen weiteren regionalen Fernsehsender: DresdenEins. Ich hatte die Werbung dafür schon auf den Straßenbahndisplays gesehen, so richtig schlau war ich aber nicht daraus geworden. Die heutige Ausgabe der Dresdner Woche bringt jedoch die Aufklärung (s. Seite 5).
Derzeit ist das Programm „nur“ über Kabel zu empfangen, ab Herbst soll der Sender im Großraum Dresden über DVBT ausgestrahlt werden. Verantwortlich für DresdenEins ist die Elb TV GmbH, die unter anderem Industrie- und Imagefilme herstellt. Von 2003 bis 2005 produzierte Elb TV das Programm für den jetzigen Mitbewerber Dresden Fernsehen.

Wichtigster Baustein des D1-Programms sind lokale Nachrichten, daneben gibt es Gespräche mit diversen Persönlichkeiten, Beiträge zur Kultur und Servicemeldungen – mit anderen Worten wohl Werbung. So richtig schlau werde ich aus der Website allerdings nicht, wann die Sendungen im Kabel laufen bzw. wie das Programm konkret strukturiert ist. Der Satz „Das Thema Service steht für das letzte Viertel des stündlichen Programms.“ Deutet darauf hin, dass man täglich ein einstündiges Programm produziert, das im Umlauf gesendet wird.

Wer nicht Kunde von Kabel Deutschland ist, kann die Beiträge im Netz begutachten. Im Kopf der Seite gibt es einen Link „VideoNews“. Wenn man hierauf klickt, erscheint ein zusätzlicher Layer mit den Links zu den aktuellsten Nachrichten, die hier „angefeatured“ werden. Die Ladezeiten sind ganz ordentlich, auch die Beiträge die ich bis jetzt gesehen habe. Gelegentlich ruckelt’s mal ein bisschen aber das kann auch an meiner Verbindung liegen. An der Stelle wäre es wahrscheinlich nicht schlecht, wenn die Video News in einem PopUp-Fenster erscheinen würden, denn klickt man neben das Video, ist das Bild sofort weg. Ist aber wahrscheinlich nur eine Gewöhnungsfrage. Positiv zu bewerten ist, dass unter den Videos die Inhalte in Textform zu finden sind.

Wirklich gut ist, dass es einen Mediathek gibt, in der sich die alten Beiträge anschauen lassen. Ein wenig verwirrend ist die Aufteilung: Klickt man direkt auf den Mediathek-Button bekommt man die letzten Beiträge aus den vier Rubriken zu sehen, wer ältere Nachrichten oder Gespräche sehen will, muss direkt auf den entsprechenden Button klicken. Wer etwas Spezielles sucht, kann dafür das entsprechende Eingabefeld am rechten oberen Rand (leicht zu übersehen) verwenden. Leider funktioniert da nicht alles so, wie es sollte. Als ich BRN bzw. Neustadt eingab, bekam ich zwar eine entsprechende Liste mit Ergebnissen angezeigt, beim Anklicken des gewünschten Beitrages lief aber das Video, was ich mir zuvor anschaute ab. Sicher ein technischer Fehler, der noch behoben werden muss. Oder es liegt daran, dass der Beitrag nicht mehr verfügbar ist.

Ich denke, ich werde auf jeden Fall hier ab und zu mal reinschauen. Ob sich das Programm durchsetzen wird, muss allerdings die Zeit zeigen. So richtig viel Geld kann man mit Regionalfernsehen eher nicht verdienen, oder?

Posted 2 months, 1 week ago.

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