Dresdner|Rand

Dresden vom Rand her betrachtet.

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Die Türken sind da!

Während auf EU-Ebene noch darum gestritten wird, ob die Türkei in die Gemeinschaft aufgenommen wird oder nicht, sind die Türken in Dresden längst angekommen. Heute eröffnet die Türckische Cammer im Residenzschloss. Was eher nach kleinem Besenraum klingt, ist in Wirklichkeit eine neue Dauerausstellung auf 750 Quadratmetern.
Die hiesigen Herrscher waren begeistert vom Osmanische Reich und von fremden Kulturen allgemein (man denke nur an den Hofstaat zu Dehli) und dabei sicher ganz besonders von der Prachtentfaltung an den fremden Höfen. Sie sammelten über viele Jahre Zelte, Waffen, Rüstungen, Gewänder, Kunst, Schmuck und vieles mehr. Die Dresdner Sammlung osmanischer und orientalisierender Kunst gehört zu den umfangreichsten der Bundesrepublik Deutschland.
Ich werde heute selbstverständlich noch nicht hingehen, da zu erwarten ist, dass die Sammlung komplett überlaufen ist. In der Beziehung ist auf die Dresdner Verlass! Aber auf jeden Fall merke ich mir die Schau vor, um sie mir zu einem späteren Zeitpunkt anzuschauen.

Posted 4 days, 14 hours ago.

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Hochschule für Kinder

Seit Mai 2004 gibt es die Dresdner Kinderuniversität für 1.200 Kinder zwischen acht und 12 Jahren (Warum gerade für dieses Alter – weil’s dann Teenies sind?) . Die Kinderuni ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen TU, Hygienemuseum und Sächsischer Zeitung. Pro Semester finden fünf Vorlesungen zu verschiedenen Themen statt. Für das Sommersemester 2010 sind das:

30.03.2010 “In welcher Haut stecken wir?”
20.04.2010 “Was passiert, wenn ein Kind zur Welt kommt?”
04.05.2010 “Was kann ein ROBOTER besser als du?”
18.05.2010 “Essen Italiener wirklich Spaghetti bolognese?”
01.06.2010 “Das Chemielabor im Kochtopf”

Die Vorlesungen finden im Audimax des Hörsaalzentrums der TU statt. Die Anmeldung zu Kinderuni beginnt morgen (22.02., 8 Uhr), abgeschlossen ist sie am Freitag. Die Teilnahme ist kostenlos – erwartet wird allerdings, dass einmal Angemeldete alle Vorlesungen im Semester besuchen. Die Eltern oder andere Betreuer können selbstverständlich mitkommen, dürfen aber nicht mit ins Audimax. Die Vorlesung wird per Projektion in einen Nachbarhörsaal übertragen, wo die Erwachsenen das Geschehen auf der Leinwand verfolgen können.

Die Kinderuni ist eine sehr schöne Idee und auch ein großartige Werbung nicht nur für die Uni sondern für Bildung im Allgemeinen. Hoffentlich entscheidet sich der eine oder die andere kleine Besucher/in auch aufgrund dieser Erfahrung, zu studieren.

Die Seite der Kinderuni ist farbenfroh und sehr übersichtlich gestaltet. Ein paar kleine Mängel gibt es aber: Auf der Seite „Info“ werden Fragen gestellt und keine Antworten gegeben, was sich über eine Verlinkung problemlos lösen ließe. Das gleiche gilt für die Verlinkung der Themen aus der Liste zu den konkreten Erklärungen. Auch ist es nicht so toll, dass zur Vergrößerung der Bilder erst die Lupen darunter angeklickt werden müssen. Ist nicht wirklich intuitiv.

Natürlich gibt es auch einen Shop (hier lassen sich die gängigen Merchandising-Produkte wie Basdecaps und T-Shirts erwerben) und eine Sponsorenseite – warum die allerdings „Freunde“ und nicht „Helfer“, „Unterstützer“ oder ähnlich heißt, weiß ich nicht. .

Posted 2 weeks, 4 days ago.

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Blogger von Dresden vereinigt Euch!

Nachdem es schon eine Twittersammelstelle für Dresden gibt (twiddern.de), geht jetzt eine Blog-Kollekte an den Start; Wikipost. So etwas Ähnliches gibt bzw. gab es schon mit der Soup-Gruppe aber da scheint nach einigem Aufruhr Ruhe eingekehrt – der letzte Eintrag stammt vom 5. Januar des Jahres. Man hatte es dort wohl etwas zu leicht damit genommen und einige Blogger gegen sich aufgebracht. Der Betreiber von Wikipost ist so schlau, vorab zu fragen, ob die Schreiberlinge etwas gegen die Weiterverwendung ihrer geistigen Ergüsse haben, zumindest war das bei mir der Fall, woraufhin ich mein Einverständnis gegeben habe. Wobei es meiner Ansicht nach sinnvoll wäre, die Beiträge auf der Wikipost-Seite nur „anzuteasern“, um den Bloggern selbst nicht den ganzen Traffic zu entziehen.
Laut Aussagen des Initiators ist die Seite noch nicht im Endzustand, sondern in der „Beta oder vielleicht Pre-Beta“-Phase. Layouttechnisch kann man da sicher noch ein bissel was machen aber im Prinzip gibt’s nichts zu meckern. Sehr schön sind die Registerkarten Nachrichten / Termine / Markt / Geschäftskarten, wobei letztere zur Vorstellung der Blogger und anderer Seiten dienen. Die Inhalte stammen direkt von den Seiten, ob sie nun per drag & drop oder per Software übertragen werden, vermag ich nicht zu sagen.
Hier noch ein kurzer Auszug aus der Mail zum Anliegen des Ganzen: „…zunächst gibt es mir und ein paar Freunden die Möglichkeit, uns einfach und schnell über Aktuelles in der Stadt zu informieren und dies nicht nur aus den üblichen Medien. Vielleicht ist es mit wikipost auf mittlere Sicht auch möglich der Dresdner-Bloggerszene eine insgesamt noch größere Aufmerksamkeit zu verleihen…“
Na schauen wir mal, wie sich’s entwickelt…

Posted 3 weeks ago.

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Die Welt hört zu

Die neuen Informationstechniken haben ja eine Menge Vorteile, wenn auch Vieles davon sicher nicht überleben wird. Jeder (der über einem Rechner samt Internetanschluss verfügt) kann mit Jedem (dito) weltweit kommunizieren. Feine Sache das! Doch mir ist mittlerweile aufgefallen, ist, dass ich das gar nicht unbedingt immer will.
Meinen Beitrag zum 13. Februar habe ich mehrfach geändert. Zum einen entschloss ich mich, die Bilder unkenntlich zu machen; aus den im Artikel zu lesenden Gründen. Zum anderen habe ich auch die Formulierungen zu zwei Prominenten geändert. Da habe ich mich wohl am Rande der Beleidigung befunden und als ich dann meinen Beitrag noch mal gelesen habe, dachte ich, das könnte Ärger provozieren. Nun nenne ich Gunter E. schon seit Jahren bei Diskussionen im Freundeskreis „Jämmerlich“, weil mir dieser Mensch und sein Auftreten zutiefst unsympathisch sind. Bildet sich der Herr doch ein, dass seine flapsigen und manchmal auch gewagten Bemerkungen damals im DDR-Fernsehen ihn zu einem Widerstandskämpfer gemacht hätten. Er sollte sich mal mit Bärbel Bohley und ihren MitstreiterInnen unterhalten, dann könnte er sicher noch Einiges darüber lernen, wie Widerstand gegen die SED-Diktatur aussah. Aber egal, lassen wir das Thema. Was ich sagen wollte: Im Internet ist meine Schmähung öffentlich und zieht somit wesentlich weitere Kreise, als wenn ich mich in den heimischen vier Wänden errege. Das wurde mir besonders deutlich klar, als mein Beitrag vom Presseblog aus verlinkt wurde, was ich zwar als Ehre empfinde, über die ich mich auch freue, was aber die Folge einer größeren Öffentlichkeit meiner „boshaften“ Äußerungen nach sich zieht.
Nicht diese Öffentlichkeit ist es sondern die Tatsache, dass ich als „kleiner Blogger“, der seine Meinungsfreiheit nutzen will, schon wieder die ganze Zeit darüber nachdenke, was ich darf und was nicht und häufig genug Manches halt nicht tue, um „Stress zu vermeiden“. Die berühmt-berüchtigte „Schere im Kopf“ ist noch immer da und der vorauseilende Gehorsam feiert Urständ. Zwar landet heute niemand mehr im Stasiknast aber auf juristischem Wege lässt sich Jeder wirtschaftlich und moralisch zerstören, insbesondere wenn er nicht mit allzu großem Reichtum gesegnet ist. Wenn ich ein Anwaltsschreiben bekomme, dann verursacht das bei mir keine Freude, selbst, wenn es hanebüchen ist. Ich hatte schon einmal solch einen Fall. Da war ich mit dem Rad zur Party gefahren und direkt vor der Location stand ein Auto in der Einfahrt. Ich musste anhalten und logischerweise ging dabei auch mein dynamogetriebenes Licht aus. Nachdem ich nun eine halbe Minute gewartet hatte, ob das Auto nun weiter fährt oder nicht, hatte ich mich gerade entschlossen, richtig abzusteigen und mein Rad an dem Auto vorbei zu schieben. Plötzlich flammte die Rückwärtsleuchte auf und ich konnte gerade noch so zur Seite springen, nicht, ohne dass mein Fahrrad einen Kratzer in die Stoßstange des Autos machte. Da ich noch völlig perplex und leider auch zu blauäugig war, rief ich nicht die Polizei sondern ließ mich von dem Fahrer erpressen, ihm meine Adresse zu geben.
Kurze Zeit später erhielt ich ein Anwaltsschreiben, in dem mir unterstellt wurde, ich wäre ohne Licht auf das Auto draufgefahren. Als Zeuge durfte ein Kumpel des Fahrers herhalten. Nun habe ich zum Glück einen Haftpflichtversicherung und hätte den Schaden sicher geregelt bekommen. Aber ich sehe ja gar nicht ein, warum ich solch einem dreisten Lügner Geld hinterherwerfen soll. Ich habe also ein Schreiben an meine Versicherung verfasst und den Sachverhalt aus meiner Sicht geschildert. Seitdem habe ich von der Sache nichts mehr gehört. Ich hoffe, die Versicherer haben dem Typen den A… aufgerissen.
Warum ich das erzähle: Weil sich damit recht gut bebildern lässt, dass es ganz schnell geht, dass man vor den Kadi gezerrt wird, auch wenn man sich selbst keiner Schuld bewusst ist. Nicht immer ist dann Jemand zur Stelle, der hilft. Die Meinungsäußerung im Internet hat eine andere Dimension als privat und damit auch andere rechtliche Folgen. Wer kennt sich damit wirklich gut aus; weiß, was geht und was nicht. Zumal das Recht in diesen Bereichen sich noch im ständigen Wandel befindet. Ich muss gestehen, dass mir diese Dimensionen manchmal etwas unheimlich sind. Da ist es einfacher, sich auf die Straße zu stellen und zu sagen: Ich gehe hier jetzt nicht weg…

PS: Hier noch was zum 13. Februar:

“Nach dem Polizeieinsatz vom 13.2. in der Dresdner Neustadt anlässlich des geplanten Aufmärsche der Neonazis am Schlesischen Platz verlangt die Gruppe der GRÜNEN Ortsbeiräte der Neustadt Auskunft und Rechenschaft vom Dresdner Polizeichef Dieter Hanitsch. In einem Petitum fordern die GRÜNEN Ortsamtsleiter André Barth auf, den verantwortlichen Dresdner Polizeichef in die nächste Ortsbeiratssitzung einzuladen. Hier soll er insbesondere zu folgenden Fragen Auskunft erteilen:

1. Warum hat es die Polizei zugelassen, dass ca. 2000 gewaltbereite Rechtsextremisten unbegleitet durch Polizeikräfte, von Pieschen aus durch die Hechtsstraße und den Dammweg zum Schlesischen Platz laufen und dabei das AZ Conny überfallen konnten?

2. Welcher Personenkreis ist für die Verletzten und die Sachbeschädigungen im Bereich Bischofsplatz/Schauburg verantwortlich?

3. Warum hat die Polizei Hunderten von Menschen nicht erlaubt, über die Brücken in die Dresdner Neustadt zu gelangen, obwohl die Demonstration am Albertplatz ab 10.00 als Spontandemonstration genehmigt war?”
(PM der Grünen Stadtratsfraktion)

Ich bin ja auf die Antworten gespannt.

Posted 3 weeks, 2 days ago.

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