Nicht nur Dynamo fabriziert „Dank“ seiner aktionsfreudigen „Fans“ immer wieder traurige Schlagzeilen, auch andere Fußballvereine der Landeshauptstadt bleiben von solchen Störenfrieden nicht verschont. Jetzt gab es „Mische“ beim Spiel zwischen dem Dresdner SC und Post Dresden: „Die Auftaktpartie des Dresdner Sportclub gegen den Post SV Dresden wurde beim Stand von 2:0 … in der 55. Minute abgebrochen. Zuvor hatten etwa 15 Vermummte von außerhalb die Tribüne gestürmt und wollten die Transparente der DSC-Fans entwenden. Der sofort einschreitende Ordnungsdienst konnte dies verhindern. Nach dem Eintreffen der Polizei wollte der Schiedsrichter die Partie wieder anpfeifen, doch die Spieler des Post SV sahen ihre Sicherheit gefährdet und ließen das Spiel abbrechen. Die Entscheidung über den Spielausgang wird nun das Sportgericht treffen…“
(Quelle DSC Aktuell)
Seit langem haben sich die Randalierer die niederen Spielklassen für ihre Aktivitäten ausgesucht, nicht nur in Dresden. Aufgrund des geringeren Budgets der Clubs sind die Sicherheitsmaßnahmen meist nicht ganz so scharf, so dass mehr „Spielraum“ für die Randalierer bleibt. „Die Übergriffe vom Wochenende zeigen deutlich, dass auch in und um Dresden die Gewalt in den unteren Ligen ein Problem darstellt… Die Polizei ist zum Teil unterbesetzt und die Politik zeigt andererseits wenig Interesse daran zu verhindern, dass Stätten des Sports zu rechtsfreien Räumen verkommen. Es ist einzig und allein dem beherzten Eingreifen des Ordnungsdienstes und dem couragierten Auftreten der DSC-Fans zu verdanken, dass niemand ernsthaft verletzt wurde“, erklärt der Georg Wehse von der Linksjugend in seiner Pressemitteilung. So kann man es natürlich auch sehen.
Die Frage ist nur, wie man das Problem lösen will. Massive Polizeieinsätze kosten Geld und wirklich effektiv ist das wohl auch nicht. Ehrlich gesagt, empfinde ich diese Einsätze auch als Belastung für die Anwohner. Ich kann mich erinnern, dass mal das kleine Stadion in Laubegast regelrecht eingekesselt war, weil es irgendein Pokalspiel gab. Man konnte sich nicht mehr entspannt in seiner Umgebung bewegen, weil alles voller Polizeifahrzeuge stand. Das hat für mich immer so was bürgerkriegsartiges und da stehe ich echt nicht drauf…
In letzter Zeit war es hier etwas ruhig, was vorrangig daran lag, dass ich nicht im Land, sondern im Urlaub weilte. Genauer gesagt in Irland.
Den Aufenthalt werde ich an dieser Stelle nicht auswerten – von Irland selbst war das kaum möglich, da ich dort eher selten ans Internet gekommen bin. Was auch mal ganz angenehm war, schließlich hänge ich ja hier quasi den ganzen Tag vorm Computer. Ehrlich gesagt, habe ich die Abstinenz eigentlich sehr genossen. Wir sind auch in Irland selbst eher wenig in Städten unterwegs gewesen und stattdessen lieber durch die unglaublich grüne und nicht minder beindruckende Landschaft gewandert.
Die ersten Erlebnisse in der Heimatstadt waren dann gleich wieder ernüchternd. Mit uns in der S-Bahn fuhr ein westzonaler Schnösel mit ermäßigter Fahrkarte, der dann bei der Kontrolle den Dummen spielte und auch noch damit durchkam. 60 Cent beim ÖPNV gespart aber im Hilton nächtigen. Das sind mir die Richtigen!
Am Neustädter Bahnhof kamen uns dann gleich zwei Betrunkene aus der Bahn entgegen, die im schlimmsten Sächsisch irgendeinen Senf von sich gaben. Willkommen daheim!
Naja, solche „Problemchen“ hauen mich nicht aus den Socken, den Anfang der Arbeitswoche habe ich auch ganz gut überstanden. Montag bin ich noch mit Bus und Bahn gefahren, was sich als weniger tolle Idee herausstellte. Seitdem das Gymnasium oberhalb des Ullersdorfer Platzes im Betrieb ist, stehen dort noch mehr parkende Autos an der Straße nach Gönnsdorf. Da es hier recht eng ist, braucht der Bus Minuten, bis sich mal eine Lücke ergibt; die eine Seite ist quasi zu. Hat er stadteinwärts dieses Hindernis überwunden, muss er sich noch über die B6 in die Haltestelle quälen. Die Gesamtaktion, die sich räumlich über kaum mehr als 500 Meter erstreckt, kann gut und gerne fünf bis zehn Minuten in Anspruch nehmen. Ich bin für ein striktes Parkverbot an der Straße und dafür, dass endlich eine Ampel an die Kreuzung kommt. Apropos Busse: Im aktuellen „DVB-Info“ (03/2010) stand, dass ab Mitte August neue Hybridbusse in Dresden eingesetzt werden, u.a. auch auf den Linien 61 und 63. Mal sehen, wann ich ein dieser Gefährte, welches ausschließlich durch Elektromotoren angetrieben wird, vor die Linse bekomme…
Zu berichten gibt es von uns noch, dass wir seit Freitag dem 13. eine kleine schwarze Katze als neue Mitbewohnerin haben. Bisher giften sich die kleine Cleopatra, kurz Cleo, und die Jungs noch an, hoffentlich kehrt aber bald Ruhe ein. Immerhin hat sich der kleine Wirbelwind schon an uns gewöhnt und ich durfte ihr gestern Abend beim Fernsehen den Bauch kraulen…
Zwei klitzekleine „regionale“ Themen noch, für die, die interessiert, wie das kulturelle Leben hier in Pappritz tobt. Unser Dorfclub hat sein „Pappritzer Blättchen“ verteilt, eine mittlerweile sauber ausgedruckte A4-Seite auf der mal wieder zum Wettbewerb „Schönster Vorgarten – schönster Balkon“ eingeladen wird. Außerdem gibt es eine Anzeige für das Kirschenfest am 28./29. August – aber an dem Wochenende bin ich eh nicht im Lande Sachsen. Insgesamt ein für mich eher wenig interessantes Druckerzeugnis. Ehrlich gesagt – mir sind “schöne Vorgärten” Schnurz und Kirschkernweitspucken kann ich auch ohne anschließende Messung. Laaaaaangweilig!
Im Newsletter der Landeshauptstadt war zudem zu lesen, dass wohl bald der Spiel- und Sportplatz unterhalb der Feuerwehr fertig gestellt werden soll. Am Ende ist er dass sogar schon, muss ich mal genau hinschauen morgen…
Hier noch ein hübsches Bild von unserer Bushaltestelle, die wieder einmal von den Hütern der nationalen Kultur bzw. deren geistiger Gefolgschaft ansprechend gestaltet wurde. Man beachte die deutsche RECHTSschreibung. Am Besten, man risse die Tennishalle ab, dann verschwände vielleicht auch dieser Ungeist….
Diesen Samstag findet in Dresden mal wieder ein Rennen statt, diesmal jedoch ein Radrennen. Warum das ausgerechnet „Race Day“ heißen muss, weiß ich allerdings nicht. Englische Muttersprachler haben da wohl eher ungute Assoziationen.
Achtung: Das ist Satire! Ich weiß, ich habe manchmal einen kruden Humor…
Die Sportradler sind auf der Strecke Terrassenufer, Käthe-Kollwitz-Ufer, Schillerplatz, Körnerplatz, Pillnitzer Landstraße, Orangeriestraße, Lohmener Straße und weiter in Richtung Pirna-Copitz unterwegs, die Straßen sind von ca. 10.30h bis 15.30h für den Verkehr gesperrt.
Der Verkehr übers Blaue Wunder soll möglich sein, wenn auch mit langen Wartezeiten verbunden sein.
Da heißt es für mich, einen großen Bogen drum zu machen, wobei ich mir gern mal anschauen würde, wie die Profis die Schillerstraße hoch sausen. Mittlerweile geht das ja, denn der Belag ist jetzt 1a in Ordnung, das Kopfsteinpflaster unter einer glatten Asphaltdecke verschwunden. Früher hätte ich mich da nicht getraut, runter zu fahren (hoch hätte ich es sicher nicht geschafft, jetzt kann ich’s ja mal versuchen aber sicher nicht am Samstag).
PS: Hab grad mal auf der Website des Race Day Dresden nachgeschaut – das ist ja ein „Jedermannrennen“ (hübscher deutscher Ausdruck übrigens). Au Backe! Ach nee, ich glaube ich lass mich nicht deprimieren…
Gestern Abend haben wir die Glotze einfach mal ausgelassen und sind bei dem schönen Wetter noch eine Runde gelaufen. Der Weg führte uns durch den Zachen- und Wachwitzgrund zur Elbe, wo wir dieses tolle Kreuzfahrtschiff sahen. Das muss ich unbedingt auch mal ausprobieren, wobei ich eigentlich gehofft hatte, dass das Schiff bis Hamburg durchfährt…
Der Aufstieg nach Pappritz sollte dann über die Moosleite erfolgen, doch entscheiden wir uns, vom herkömmlichen Weg abzuweichen. Linkerhand führte ein offensichtlich gerade erst freigelegter Trampelpfad erst über und dann entlang des fast vollständig ausgetrockneten Bachs. Wir folgten dem Pfad und das sollte sich als ein echtes Abenteuer herausstellen. Erst einmal sahen wir große Ansammlungen von metallischen Gegenständen. Ich wollte mich gerade über diese Schweinerei aufregen, da sahen wir, dass die Haufen mit einem Schild gekennzeichnet waren:
Schön, dass sich jemand darum kümmert. Nur frage ich mich, warum die Leute unbedingt ihre Küchenutensilien in den Wald werfen müssen. Und warum ausgerechnet Töpfe in dieser großen Zahl?
Umso weiter wir dem Bach bergaufwärts folgten, umso steiler wurden die Wände. Nach einer Weile kamen wir uns wie in einem richtigen Canyon vor. Irgendwann war dann jedoch mit der noch recht beschaulichen Wanderung Schluss, denn um uns erhoben sich drei steile Wände und wir hatten nur noch die Wahl, den Rückzug anzutreten oder an einer dieser Seiten hinaufzusteigen. Wir entscheiden uns für die letztere Option, kletterten dabei aber seitlich zum Weg zurück, da wir auch nicht wussten, was uns voraus erwartete. Ein sehr beschwerliches Unterfangen, denn der Boden rutschte uns unter den Füßen weg. Letztendlich gelang uns der Aufstieg zur Moosleite dann doch und wir waren wieder in der Zivilisation angekommen. Es ist schon immer wieder erstaunlich wie „wild“ die Natur nur wenige Meter von den ausgetretenen Pfaden sein kann…
PS: Im Wachwitzgrund gibt es übrigens echte Dachhasen:
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