An dieser Stelle der Hinweis auf drei Meldungen aus de Newsletter der Stadt.

Zum einen gibt es jetzt eine Gesamtbaugenehmigung für den Umbau des Kulturpalastes. Damit kann jetzt die Ausschreibung der Bauleistungen beginnen. Eine Übersicht über die zahlreichen Stationen auf diesem Wege, gibt es hier. T.b.c. – To be continued, würde ich mal sagen, denn es würde mich wundern, wenn ab jetzt alles reibungslos verläuft.

Gestern erfolgte die formale Anerkennung und damit offizielle Gründung der „Stiftung Kunst & Musik für Dresden“. „Die Stiftung soll als unabhängiger Kulturförderer privates Engagement zukunftsweisend bündeln und ein überregionales branchenübergreifendes Netzwerk für zeitgenössische Kunst, Musik und kulturelle Bildung in Dresden etablieren“, heißt es dazu bei der Stadt. Nun ja, mich betrifft das eher nicht. Die Kultur, die hier gefördert wird, interessiert mich nur ganz am Rande. Jugend- und Subkultur sind da wohl eher nicht gemeint. Aber ich denke, zumindest die Ostrale könnte von solch einer Einrichtung profitieren. Dass sich das etwas konservative Kunstverständnis der Dresdner Dank der Stiftung ändert, kann man zwar hoffen, allein der rechte Glaube fehlt mir…

Mehr „betroffen“ als von der Kunst-Musik-Stiftung (welche Hybris, dieser Name!) bin ich und sind wir alle von Meldung 3, dass nämlich die Stadt laut Sächsischem Meldegesetz „an Parteien, Wählergruppen und andere Träger von Wahlvorschlägen im Zusammenhang mit Wahlen zu parlamentarischen und kommunalen Vertretungskörperschaften auf Antrag Gruppenauskunft zu bestimmten Wählergruppen erteilen“ darf und dies wohl auch tun wird, auf Anfrage versteht sich! Was genau mit einer Gruppenauskunft gemeint ist, wäre da noch festzustellen. Klar ist, dass keine persönlichen Daten herausgegeben werden, allerdings erschließt sich mir dann auch die Möglichkeit des persönlichen Widerspruchs nicht. Wenn, sagen wir mal die SPD der Meinung ist, dass sie gute Chancen bei Hausfrauen ab 40 hat (die „alte Dame“ SPD :-) ), dann kann sie in den entsprechenden Stadtteilen, wo diese Gruppe besonders stark vertreten ist, gezielt Wahlwerbung machen. So zumindest stellte ich mir das vor. Doch die kurze Recherche ergab folgende Sachverhalte:

„Gruppenauskunft (beispielsweise die Nennung aller Personen, die zwischen 18 und 25 Jahre alt sind) …
Die Auskunft erstreckt sich auf
den Vor- und Familiennamen,
einen eventuellen Doktorgrad und
die aktuelle Anschrift.“
(Quelle)

Das finde ich dann ehrlich gesagt doch etwas zu viel des Guten. Wozu brauchen die Parteien diese Angaben? Damit Sie mir die Wahlwerbung per Post zuschicken können? Die sollen mal schön von Haus zu Haus gehen und die Briefkästen bestücken! Da werde ich definitiv widersprechen!

„Der Widerspruch für eine derartige Gruppenauskunft ist bis zum 30.06.2013 schriftlich möglich bei:

Landeshauptstadt Dresden
Bürgeramt
Abteilung Bürgerservice
Sachgebiet Meldewesen
Postfach 12 00 20
01001 Dresden“

Finde ich allerdings frech, dass ich das schriftlich machen muss, im Zeitalter von Internet. Den Brief könnte ja auch sonstwer abschicken…

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Quasi als kleinen Nachtrag zum letzten Beitrag möchte ich auf die Meldung der Stadt zur Reinigung der Dresdner Elbwiesen hinweisen. Wie immer wurden dort Tonnen! (diesmal waren es 17) von Müll geborgen und “fünf Pistolen”, wie Detlef Thiel, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, berichtet: „In Leuben fand der Ortsverein Zschieren-Zschachwitz” fünf Pistolen, die sofort der Polizei gemeldet wurden.” [In Leuben oder im Ortsamt Leuben - sprich Laubegast und Kleinzschachwitz, denn Leuben selbst hat ja keinen Elbzugang, wenn ich mich nicht täusche.]

Ich wusst gar nicht, das Leuben so ein Crimespot ist. Als Ex-Laubegaster bekomme ich ja noch nachträglich das Gruseln. Obwohl, in der uns gegenüberliegenden Villa auf der Tauernstraße haben sich wohl zwei Leute gegenseitig das Licht ausgeknipst, so hat mir das zumindest jemand berichtet. Leider habe ich dazu nichts im Netz gefunden, über eine Info würde ich mich freuen. Zudem gab es um die Ecke auch einen Mord, allerdings mit dem Messer. Übrigens eine sehr skurrile Geschichte.

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Heute gibt’s mal wieder Neues oder doch schon eher Altes zur Neuen Mensa. Laut einer Pressemitteilung von Dr. Karl-Heinz Gerstenberg, dem hochschulpolitischer Sprecher der Grünen im Sächsischen Landtag, ist Dresdens zweitgrößte Mensa dringend sanierungsbedürftig: “Der Brandschutz der Neuen Mensa auf dem Campus der TU Dresden ist nicht gewährleistet, die Statik wackelt, die Elektrik und die Wasserleitungen haben ihre besten Zeiten längst hinter sich. Hinzu kommen ‘hygienische Unzulänglichkeiten’, die das Finanzministerium lieber nicht allzu konkret beschreiben wollte.” Die Mängel seien seit 2005 bekannt, getan habe sich seitdem allerdings nichts. Im Doppelhaushalt 2013/2014 sind zudem keine Gelder für die Sanierung der Mensa eingestellt (s. Antworten auf kleine Anfrage, “Leertitel”).

Eine akute Sicherheitsgefährdung besteht laut Angaben des Ministeriums nicht. Wenn dem so wäre, müsste die Mensa ja auch umgehend geschlossen werden. Ich kann mich erinnern, dass vor einigen Jahren mal eine Veranstaltung abgesagt wurde, weil die Größe angeblich mit der Statik nicht zu vereinbaren wäre. Im darauffolgenden Jahr fand sie dann wieder statt. Nun war ich schon ewig nicht mehr in der Mensa, kann mir aber vorstellen, dass es da Einiges an Renovierungsbedarf gibt, schließlich ist die Neuen Mensa schon über 30 Jahre alt. Im beigefügten Dokument scheint mir insbesondere das Argument Brandschutz von Bedeutung. Wenn alle Fluchtwege über das Foyer führen, kann dies zu einem echten Problem werden, wenn es genau da brennt, auch wenn das Foyer recht weiträumig ist. Allerdings gibt es – so mein Wissenstand – mindestes einen Weg, der nicht über das Foyer führt. Ich werde auf jeden Fall am Thema dran bleiben.

Hier findet sich die Antwort auf die kleine Anfrage der Grünen.

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Seit einigen Tagen schon kann man dieses lustige Zelt auf der Waldschlösschenbrücke sehen. Wozu genau das dienen soll, weiß ich nicht. Ich lass es mir aber gern erklären :-)

Vielleicht hat das Zelt ja mit der Installation der Elektroausstattung zu tun oder es ist schon das Bierzelt für die Eröffnungsfeier…

Habe die Lösung jetzt in der digitlaen “Dresdner Woche” gefunden: “Dort [auf der Brücke] ist ein 150 Meter langes Zelt aufgeschlagen, unter dem die Fahrbahndichtung aufgebracht wird.”

zelt

zelt

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Heute findet im Ortsamt Altstadt ab 18.30h eine Information zum Vorhaben Ehemaliges Ostravorwerk statt.
Bis zum 22. Juni liegt im Umweltamt zur „Entwicklung der Elbe bis 2015“ aus. Darüber hinaus steht das Dokument beim Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie sowie online unter www.umwelt.sachsen.de/ zur Verfügung. Nach einigem Suchen habe ich dann auch den entsprechenden Unterpunkt gefunden.

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Gestern auf dem Heimweg – ich habe das schöne Wetter genutzt und bin wieder mal über den Körnerweg zum Körnerplatz gelaufen – fiel mir dieser Glaskasten am Elbufer auf, direkt gegenüber dem Wasserwerk Saloppe.

Glaskasten

Keine Ahnung, warum mir das Teil bisher entgangen ist aber erst gestern sprang es mir regelrecht ins Auge. Nun will ich an dieser Stelle nicht über moderne Architektur diskutieren, vielmehr bin ich verwundert, dass solch ein komplett un-barockes Gebäude hier in dieser Umgebung steht. Das wundert mich schon etwas.

Offensichtlich gehört das Ganze zu einem “Brockhauspark”,über den “Bausitution Dresden” schon berichtet hat (1, 2). Die Kommentare sind wie zu erwarten sehr gespalten.

Hier noch die offizielle Darstellung des “Entwicklers”, der Emilia Bau GmbH. Der Glaskasten nennt sich hier “Haus Wagner”.

Brockhauspark

Das ist der Luftblick auf das Gelände vor dem Bau (bei Google Maps):

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Gestern erreichte mich Kunde vom neuen Energiekonzept der Stadt. Liest man den Artikel der DNN aufmerksam, stellt man fest, dass hier hauptsächlich von Plänen und Verfehlungen gesprochen wird. Verfehlt wurde das ehrgeizige Klimaziel, das 1994 formuliert wurde, als die “schmutzige” DDR-Industrie ihren letzten Lebensgeist aushauchte. Nun muss man halt neue Wege gehen und größere Anstrengungen unternehmen, um die angestrebte Marke nicht zu reißen. Das heißt zum einen, dass gut gerechnet wird, ganz nach dem Motto “glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast”. Da das nicht ausreichen wird, ist ein ordentlicher Batzen an Investitionen z.B. für Wärmedämmungen etc. notwendig. Die DNN schreibt wie die meisten, dass im privaten Bereich die armen Mieter zahlen müssen aber das ist wieder mal nur die habe Wahrheit, die typischerweise verbreitet wird, um Angst vor steigenden Kosten zu schüren. Ohne Investitionen geht nun mal nichts. Wenn die Sanierungen z.B. hinsichtlich Wärmedämmung erfolgt sind, sinken ja auch (vorausgesetzt es wurde nicht gepfuscht), der Energieverbrauch und damit (hoffentlich) auch die Kosten. Ok, um die Energiewende und ähnlich komplexe Themen soll es hier aber nicht gehen. Ich möchte mich nicht darüber streiten, ob die sinnvoll ist (ich denke ja) und ob CO2 der Klimakiller ist oder ob uns Wissenschaft und Politik nur Quatsch erzählen (Ich denke, dass das grob stimmt, manche Halb- und Unwahrheiten aber genutzt werden, um andere Ziele damit zu erreichen).

Dem Artikel ist auch zu entnehmen, dass die DREWAG plant, ihr Fernwärmenetz als Speicher zu nutzen gedenken, eine ziemlich clevere Idee, wie ich finde: “Wenn Wind- und Solarparks in Deutschland tagsüber viel billigen Strom in die Netze einspeisen, kauft die Drewag den Strom an, wandelt ihn in Wärme und puffert diese Energie dann im Fernwärmenetz.” Nun weiß ich nicht sicher, ob das “einfach so” geht, vermutlich wird für solche Zwecke aber zumindest eine einigermaßen komplexe Steuer- und Regelungstechnik benötigt. Die ist sicher nicht ganz billig und wird auch nicht von heute auf morgen zur Verfügung stehen. Aber bis 2030 ist ja noch ein bisschen Zeit.

Schade und ein bisschen unverständlich ist an dieser Stelle der Verzicht auf das Pumpspeicherwerk Niederwartha. Sicher, die Sanierung kostet mehr als nur einen Pappenstiel aber es wäre aus meiner Sicht sinnvoll, die Einrichtung zu erhalten.

 

Nachlesen (muss ich auch noch machen): Das vollständige Energiekonzept 2030 für Dresden

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Grüne kritisieren steuergeldfinanzierte Hotelbetten im Hochland und großzügige Umverteilung von Ortschaftsmitteln in die Privatkasse von Ortsvorsteher Behr“. Unter diesem etwas sperrigen Titel hat die Grüne Fraktion des Dresdner Stadtrats erneut Kritik an Ortsvorsteher Hans-Jürgen Behr geübt. Im Mittelpunkt der Kritik steht Behrs Unternehmen BBV Weißig GmbH, die nicht zum ersten Mal Nutznießer der im Ortschaftsrat beschlossenen Vorhaben ist. So wurde laut Aussage der Grünen die Hälfte der von der Stadt bewilligten Investitions- und Verfügungsmittel in Höhe von 650.000 Euro für ein Bettenhaus für den Sportverein SG Weißig ausgegeben. Das ist übrigens ein Fakt aus dem Bericht des städtischen Rechnungsprüfungsamtes und keine Propaganda der Grünen.
Es lohnt sich auf jeden Fall, die Mitteilung bis zu Ende zu lesen. Wenn das alles so stimmt, was ich selbst nur schwer nachprüfen kann, dann dürfte Herr Behr tatsächlich mal Schwierigkeiten bekommen. Bisher ist ihm ja nichts passiert, auch weil er seine Partei, die CDU, „in unverbrüchlicher Solidarität“ hinter sich weiß.

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