Manchmal benimmt man sich schon ganz schön dämlich. Gestern ist mein Mobilfunkvertrag ausgelaufen. Das wusste ich zwar aber als es dann soweit war, war ich dann doch einigermaßen überrascht: Nur noch Notrufe! Super! Dabei wusste ich ja, dass ich mich direkt nach dem Urlaub kümmern muss.
Um die Zeit bis zur neuen telefonischen Mobilität zu überbrücken, wollte ich mir nun eine Prepaid-Karte holen aber Pustekuchen. Weder die Post, noch Konsum oder Cyberport haben eine solche im Angebot. Bei Cyberbort gibt’s die nur mit Vertrag, Konsum und Post laden nur auf. Das sollte aber nicht funktionieren, wenn man nur eine abgelaufenen SIM hat. Beim Konsum habe ich gar die Antwort bekommen, „Kaufen können Sie’s aber wenn’s nicht geht, müssen Sie sich an den Anbieter wenden“. Na Danke. Muss ich mal sehen, ob ich auf dem Heimweg fündig werde, bei Schlecker oder irgend einem anderen Fachgeschäft…
Gestern bin ich auf der Seite Bundesarbeitsgemeinschaft Nord-Süd auf den so genannten Grün-o-maten gestoßen, mit dem man testen kann, wie „grün“ man politisch ist. Ich musste lachen, als ich das Ergebnis bekam: Ich hatte alles richtig getippt! 100 % grün! Vielleicht sollte ich tatsächlich in die Partei eintreten, obwohl ich als Ossi eigentlich keinen Bock auf Parteien und Massenorganisationen habe. Aber unter Umständen ist ja jetzt die Zeit wieder reif dafür…
Passend zum Thema Umwelt gab es heute eine Meldung im Newsletter der Stadt: „Die Landeshauptstadt Dresden hat sich als Mitglied im Klimabündnis verpflichtet, die CO2-Emissionen, die aktuell bei jährlich zehn Tonnen pro Einwohner liegen, künftig alle fünf Jahre um zehn Prozent zu senken…“ Dumm nur, dass man bereits vor einigen Jahren eine deutliche Senkung beschlossen hatte und bisher nichts passiert ist. Jetzt hat man wohl doch endlich begriffen, dass solch eine Verpflichtung nicht nur Last ist, sondern auch etwas bringen kann, namentlich der regionalen Wirtschaft: „…Für Sie haben die Aktionspartner Elektroinnung, Dachdeckerinnung sowie Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik-Innung ein SolarPaket für Einfamilienhäuser in der Stadt Dresden zusammengestellt“, erzählt Wirtschaftbürgermeister Dirk Hilbert. Auch die Ostsächsische Sparkasse Dresden als regionaler Finanzdienstleister wirkt in dem Verbund mit. Na fein, vielleicht wird’s ja doch noch was. Man soll die Hoffnung nie aufgeben…
In letzter Zeit war es hier etwas ruhig, was vorrangig daran lag, dass ich nicht im Land, sondern im Urlaub weilte. Genauer gesagt in Irland.
Den Aufenthalt werde ich an dieser Stelle nicht auswerten – von Irland selbst war das kaum möglich, da ich dort eher selten ans Internet gekommen bin. Was auch mal ganz angenehm war, schließlich hänge ich ja hier quasi den ganzen Tag vorm Computer. Ehrlich gesagt, habe ich die Abstinenz eigentlich sehr genossen. Wir sind auch in Irland selbst eher wenig in Städten unterwegs gewesen und stattdessen lieber durch die unglaublich grüne und nicht minder beindruckende Landschaft gewandert.




Die ersten Erlebnisse in der Heimatstadt waren dann gleich wieder ernüchternd. Mit uns in der S-Bahn fuhr ein westzonaler Schnösel mit ermäßigter Fahrkarte, der dann bei der Kontrolle den Dummen spielte und auch noch damit durchkam. 60 Cent beim ÖPNV gespart aber im Hilton nächtigen. Das sind mir die Richtigen!
Am Neustädter Bahnhof kamen uns dann gleich zwei Betrunkene aus der Bahn entgegen, die im schlimmsten Sächsisch irgendeinen Senf von sich gaben. Willkommen daheim!
Naja, solche „Problemchen“ hauen mich nicht aus den Socken, den Anfang der Arbeitswoche habe ich auch ganz gut überstanden. Montag bin ich noch mit Bus und Bahn gefahren, was sich als weniger tolle Idee herausstellte. Seitdem das Gymnasium oberhalb des Ullersdorfer Platzes im Betrieb ist, stehen dort noch mehr parkende Autos an der Straße nach Gönnsdorf. Da es hier recht eng ist, braucht der Bus Minuten, bis sich mal eine Lücke ergibt; die eine Seite ist quasi zu. Hat er stadteinwärts dieses Hindernis überwunden, muss er sich noch über die B6 in die Haltestelle quälen. Die Gesamtaktion, die sich räumlich über kaum mehr als 500 Meter erstreckt, kann gut und gerne fünf bis zehn Minuten in Anspruch nehmen. Ich bin für ein striktes Parkverbot an der Straße und dafür, dass endlich eine Ampel an die Kreuzung kommt. Apropos Busse: Im aktuellen „DVB-Info“ (03/2010) stand, dass ab Mitte August neue Hybridbusse in Dresden eingesetzt werden, u.a. auch auf den Linien 61 und 63. Mal sehen, wann ich ein dieser Gefährte, welches ausschließlich durch Elektromotoren angetrieben wird, vor die Linse bekomme…
Zu berichten gibt es von uns noch, dass wir seit Freitag dem 13. eine kleine schwarze Katze als neue Mitbewohnerin haben. Bisher giften sich die kleine Cleopatra, kurz Cleo, und die Jungs noch an, hoffentlich kehrt aber bald Ruhe ein. Immerhin hat sich der kleine Wirbelwind schon an uns gewöhnt und ich durfte ihr gestern Abend beim Fernsehen den Bauch kraulen…

Zwei klitzekleine „regionale“ Themen noch, für die, die interessiert, wie das kulturelle Leben hier in Pappritz tobt. Unser Dorfclub hat sein „Pappritzer Blättchen“ verteilt, eine mittlerweile sauber ausgedruckte A4-Seite auf der mal wieder zum Wettbewerb „Schönster Vorgarten – schönster Balkon“ eingeladen wird. Außerdem gibt es eine Anzeige für das Kirschenfest am 28./29. August – aber an dem Wochenende bin ich eh nicht im Lande Sachsen. Insgesamt ein für mich eher wenig interessantes Druckerzeugnis. Ehrlich gesagt – mir sind “schöne Vorgärten” Schnurz und Kirschkernweitspucken kann ich auch ohne anschließende Messung. Laaaaaangweilig!
Im Newsletter der Landeshauptstadt war zudem zu lesen, dass wohl bald der Spiel- und Sportplatz unterhalb der Feuerwehr fertig gestellt werden soll. Am Ende ist er dass sogar schon, muss ich mal genau hinschauen morgen…
Hier noch ein hübsches Bild von unserer Bushaltestelle, die wieder einmal von den Hütern der nationalen Kultur bzw. deren geistiger Gefolgschaft ansprechend gestaltet wurde. Man beachte die deutsche RECHTSschreibung. Am Besten, man risse die Tennishalle ab, dann verschwände vielleicht auch dieser Ungeist….

Posted 2 weeks, 2 days ago. 2 comments
Das Amt für Kultur und Denkmalschutz vermeldet am heutigen Tag die Beschäftigung vier neuer Mitarbeiter. Das ist sofern von Bedeutung, da Eigentümer denkmalsgeschützter Häuser einen Anspruch auf steuerliche Begünstigung für ihre Investitionen in das Objekt haben. In Dresden gibt es etwa 13.000 solcher Kulturdenkmäler.
Ein wenig verwirrt haben mich dann jedoch die Zahlen, die zum Thema von der Stadt präsentiert werden:
„2009 haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 792 denkmalschutzrechtliche Genehmigungen für öffentliche Bauherren und Bürger, 1101 Stellungnahmen an die Bauaufsichtsbehörden und 504 Genehmigungen für Bodeneingriffe ausgestellt bzw. erarbeitet. Weiterhin haben Sie 1076 Negativatteste (Verzicht auf Vorkaufsrechte der Gemeinde bei Einzeldenkmalen) erstellt.“
Nun wurden als Folge der Verwaltungsreform vom ehemaligen Regierungspräsidium 2.000 (!) Altfälle übernommen, zwischenzeitlich seien die Hälfte der Altfälle abgeschlossen. „Es kam zu längeren Wartezeiten von.“ – wie lange steht hier leider nicht. Ich würde mal auf ein knappes Jahr schätzen. Wenn es jetzt schneller geht, ist das natürlich nur zu begrüßen, schließlich wird so ein Gebäude ja nicht besser, wenn es leer steht.
Die steuerliche Begünstigung der Investitionen ist auf jeden Fall eine gute Sache, da die Auflagen bei der Sanierung eines solchen Objektes meist ordentliche Zusatzkosten verursachen. Viele Bauherren lassen deshalb die Hände davon und die schönen Häuser verfallen. Wenn dann erst einmal das Dach eingestürzt und die Wände nass sind, wird der Rest dann einfach weggeräumt. Eine Katastrophe in einer Stadt wie Dresden, die so viel historische Bausubstanz verloren hat.
Passend zum Thema möchte ich auf zwei Dinge hinweisen: Nachdem die ehemalige Ausflugsgaststätte Donaths Neue Welt in Laubegast jahrelang leer stand und im August 2004 abbrannte sind mittlerweile die Trümmer beseitigt. Jetzt ist der Blick auf den nicht ganz so historischen Lidl-Markt wieder ungetrübt. Wirklich zum Heulen.
So sah das schöne Haus mal aus. Hab das Foto grade wieder gefunden und bin dabei etwas nostalgisch geworden. Manchmal ärgere ich mich, dass wir nicht in Laubegast geblieben sind…
Positives gibt es hingegen aus Tolkewitz zu berichten. Dort werden derzeit am Krematorium die Schornsteine abgerissen, die zu DDR-Zeiten angebaut wurden. Jetzt werden die nicht mehr gebraucht und der Jugendstilbau erhält sein altes Aussehen wieder.
Posted 2 months ago. 1 comment
Dass die Frauenkirche seit ihrem Wiederaufbau ein Wahrzeichen Dresdnes ist, wird kaum Jemanden überraschen. Ebenso wenig, wie dass die Vermarktung von Sehenswürdigkeiten und Symbolen zum Teil seltsame Blüten treibt. Das Merchandising kennt keine Hemmschwellen, wie dieses tolle Internetfundstück zeigt:

(C) Volkskunst-online.de
Diese tolle Spieluhr, bestückt mit dem “Blechbläserensemble Ludwig Güttler” gibt es zum Schnäppchenpreis von 357,95 Euro zu erwerben. Der ordentliche Klopper mit einer Höhe von 22cm fehlt mir noch in meiner Schrankwand. Leider steht nirgendwo, was für eine Melodie der Holz-Güttler bläst…
Posted 2 months, 1 week ago. Add a comment