Heute habe ich zufällig die Seite Dresden-Aquarium.de gefunden. Ich wusste gar nicht, dass es zu diesem etwas seltsamen Vorschlag zur Befüllung des Wiener Lochs eine regelrechte Projektstudie gibt. Ganz schön groß angelegt, das Vorhaben. Auch wenn das alles ein klein wenig seltsam bzw. überzogen wirkt, wäre solch ein Aquarium sicher eine Attraktion, die Touristen anzieht. Man denke nur an das Seaworld-Aquarium am Straßburger Platz, das auch immer ganz gut besucht war.
Die Nähe zum Bahnhof ist da selbstverständlich von Vorteil – Durchreisende könnten längere Wartezeiten für einen Abstecher in die “Unterwasserwelt” nutzen. Ich muss allerdings gestehen, dass ich nicht optimistisch bin, was die Umsetzung des Projektes betrifft. 120 Millionen sind kein Pappenstiel. Und vermutlich sieht die Stadt an dieser Stelle lieber richtige “Gewerbetreibende”. Wobei bei geplanten 23 Millionen jährlicher Einnahmen auch für die Kommune in Form von Steuern ein bisschen was abfallen sollte. Zu klären wäre da aber noch, was der Betrieb des Aquariums kostet. Wenig wird’s nicht gerade werden…
Letzte Woche war nicht allzu viel los, deshalb ein kleiner Rückgriff auf die Zeit „zwischen den Jahren“ (Wer hat sich eigentlich diesen schwachsinnigen Ausdruck ausgedacht?). Wir waren im neueröffneten Militärmuseum. Die Idee stellte sich allerdings als nicht sonderlich klug heraus, denn eine gefühlte Million anderer Menschen hatte den gleichen Einfall. Schon die Parksituation in der Nähe des Museums hätte uns eigentlich Warnung genug sein sollen. Das Anstehen im eiskalten Wind ging noch einigermaßen zu ertragen, etwa 20 Minuten mussten wir aushalten, bis wir durch die affige Drehtür (immer nur zwei Mann!) eintreten durften. Wer diese Staufalle eingebaut hat, dem gehört der Hintern versohlt. Eine Panik möchte man sich hier nicht vorstellen.
Das Museum selbst war, wenn auch ohne Plan nicht wirklich gut zu durchschauen (unbedingt am Eingang mitnehmen!), wirklich sehenswert. Da die (Un)Massen durchs Haus strömten, machte der Besuch allerdings nicht wirklich viel Spaß. Die Luft ist, wie in fast allen Museen pubstrocken, weshalb ich das Mitnehmen von Getränken empfehle (Ob das erlaubt ist, weiß ich nicht. Kontrolliert sind wir auf jeden Fall nicht wurden).
Definitiv nicht empfehlenswert ist die Benutzung der Fahrstühle – keine Ahnung, was an dem Tag los war – wir mussten Minuten warten (meine Mutter ist nicht mehr ganz so gut zu Fuß) und dann waren die Kabinen so eng, dass wir auf das „Lifting“ verzichteten.
Alles in allem werde ich aber sicher wieder hingehen. Auch wenn der Eintritt dann vielleicht 5 Euro kostet – das Geld ist gut ausgegeben. Hauptsache ich kann dann auch mal vor einem Exponat stehen bleiben oder da lang laufen, wo ich will. Momentan ist das echt ein Graus. Wer in der Woche Gelegenheit hat, sich das Museum anzuschauen, der sollte dies tun (auch wenn ich nicht sicher bin, ob es da leerer ist), am Wochenende ist es sicher wieder rappelvoll Und das wird wohl zumindest noch so lange dauern, wie der Eintritt frei ist. Und das ist laut aktueller Meldung bis Ende Februar so :-(
Zeit sollte man sich übrigens einige mitbringen. Der Ausstellungsraum zieht sich über vier Etagen!
NACHTRAG
Das imposanteste Exponat aus meiner Sicht war der Schützengrabengeruch. Hier ein interessanter Artikel zum Thema: “So riecht der Erste Weltkrieg”
Gestern Abend habe ich zwei brauchbare Bilder vom Blauen Wunder gemacht. Geben ganz gute Desktophintergründe ab – ich habe sie nur etwas komprimiert. Wer’s mag, darf’s behalten. Ist sozusagen ein kleines Weihnachtsgeschenk an die treuen Leser…
>>Blick von der Schillerstraße am Café Zara<<
>>Blick vom Elberadweg, Ecke Angelsteg<<
Einfach aufs Bild klicken, dann öffnet sich die größere Variante in einem neuen Fenster. Ich wünsche Euch viel Freude daran!
Habe ich gerade im Netz entdeckt. Diese Kunst gefällt bestimmt so gut wie Jedem :-)
Und bitte nicht gleich wieder meckern, dass es andere gibt, die das besser können!