Dresdner|Rand

Dresden vom Rand her betrachtet.

Aggressionsabbau

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AggressionsabbauDresdner|Rand

Öffentliche Verkehrsmittel haben viele Vorteile. Ich muss auch bei miesen Witterungsbedingungen nicht auf die Straße achten, kann ein Nickerchen machen, lesen oder die Gegend anschauen. Wenn das Fahren mit Bus oder Bahn keinen Spaß macht, dann liegt es so gut wie immer an den Mitreisenden. Heute war mal wieder so ein Tag.
Eigentlich hätte ich es schon wissen müssen, als ich die beiden älteren Damen auf den Nachbarsitzen sah aber manchmal bin ich unbelehrbar. Meine Frau regt sich immer darüber auf, dass ich nicht „weghören“ kann – keine Ahnung, wie man das macht. Diese „Behinderung“ wurde mir heute wieder zum Verhängnis, denn die Nerv-Omis quatschten die ganze Zeit. Nicht etwa, dem Alter entsprechend mit Ruhe und Behäbigkeit; nein, Ihr „Gespräch“ klang regelrecht wie Maschinengewehrfeuer, zum Teil redeten die beiden sogar gleichzeitig aneinander vorbei. Fast konnte man den Eindruck haben, dass sie noch schnell fertig werden wollen, bevor sie abnippeln oder sie hatte Angst, keine Luft zu bekommen, wenn sie nicht reden – ich weiß es nicht.
Mein lautes und deutliches Stöhnen und der hilfesuchende Blick in die Runde beeindruckte die Damen nicht und ich wurde immer wütender. Zum Glück dauert die Fahrt nur wenig länger als eine Viertelstunde und ich stieg vorsichtshalber eine Station früher aus, sonst hätte ich die Labertaschen irgendwann angebrüllt oder Schlimmeres. An der frischen Luft und bei dem schönen Wetter konnte ich mich dann relativ schnell wieder normalisieren. Noch mal Schwein gehabt!

PS: Ich ertrage am frühen Morgen auch nicht das Radio, das kaum hörbar vor sich hinnuschelt – ich mache lieber laut oder lasse besser gleich Musik laufen, ganz nach Tagesform von albernem Pop bis hin zu bös-metallischem Waldschratgekreische. Das brauch ich, um nicht gleich am frühen Morgen Pläne zur Erlangung der Weltherrschaft zu entwickeln…

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Posted in Dresden streitet 2 years ago at 10:15.

4 comments

4 Replies

  1. Ich durfte kürzlich erleben, wie ein Straßenbahn-interner Fahrkartenautomat gesponnen und dadurch seinen potentiellen NutzerInnen (die sich keine Tageskarte kaufen konnten) ein Meckerthema für den ganzen Tag beschert hat. Der erste Satz begann, wie sollte es auch anders sein, mit “Ständig tun die ihre Preise erhöhen, und dann funktioniert noch nicht mal…”.

  2. Naja. ärgerlich ist es schon aber das Leben ist nun mal voller Hindernisse. Manchen Leuten möchte man raten, sich den Strick zu nehmen…

  3. ich hasse öffentliche Verkehrsmittel, vor allem wenn sie voll sind. @henteaser: sowas hab ich auch schon oft erlebt, sollen sie halt zu Fuß gehen.

  4. admin Feb 9th 2010

    So schlimm finde ich den ÖPNV nicht. Während ich aber den durchschnittlich frustrierten Menschen hinter der Windschutzscheibe seines Autos maximal sehen, nicht aber hören muss, komme ich in Bus und Bahn meinen Mitmenschen zum Teil viel näher und das birgt natürlich ein gewisses Konfliktpotential.
    Das mit dem Fahrkartenautomaten ist natürlich wirklich Mist. Ich durfte heute morgen auch so einen Fall erleben – was machst Du, wenn Du Dich drauf verlässt, dass Du in der Bahn eine Fahrkarte bekommst und dann geht das Teil nicht. Egal, solange es keine Kontrolle gibt, wenn doch, nützt Dir die Ausrede aber nichts. Das ist schon ein Grund, sich aufzuregen, wobei sich das Problem leicht lösen ließe – einfach immer ein, zwei Notscheine dabei haben…


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