Dresdner|Rand

Dresden vom Rand her betrachtet.

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Brandanschläge in Dresden

Von einem Brandanschlag auf die „Praxis“ in Löbtau hatte ich bereits vor einigen Tagen gehört. Jetzt hat es noch einen weiteren Anschlag, diesmal auf die Bewohner des antifaschistischen Wohnprojektes auf der Robert-Matzke-Straße gegeben. Glücklicherweise gab es nur Sachschäden, Menschen wurden nicht verletzt.
In Löbtau durfte ich anlässlich eines Konzertbesuches selbst erleben, welch feindliche Stimmung gegenüber den Bewohnern des Hauses herrschte. Das Gebäude liegt an einer großen Straße und immer wieder fuhren seltsame Gestalten vorbei, die die Anwohner und ihre Gäste „unter die Lupe“ nahmen. Irgendwie war selbst mir als Besucher schnell bewusst, dass man hier quasi auf dem Pulverfass sitzt. Solch ein alternatives Wohnprojekt schien Manchem ein Dorn im Auge zu sein.
Auch wenn wir in Dresden, anders als z.B. im Hoyerswerda der frühen 1990er Jahre relativ ruhig leben, scheint das rechtsextreme Fußvolk wieder mobil zu machen. Denn dass die Anschläge einen anderen als den politischen Hintergrund haben, kann ich kaum glauben. Auch wenn manch „braver Bürger“ angesichts solcher „Vorfälle“ sich freudig die Hände reiben dürfte, weil ihm die bunten Gestalten in seiner Nachbarschaft nicht passen; zu einem Brandanschlag, bei dem es Tote geben kann, lässt sich eigentlich keiner von diesen Leuten hinreißen – dazu braucht es ein bestimmtes extremistisches Potential. Der Weg der Wahl ist dann wohl eher eine Klage oder eine Beschwerde.

Wie auch immer man weltanschaulich steht – Brandanschläge sind definitiv kein Mittel zur politischen Auseinandersetzung. Hier muss man die Dinge so benennen, wie sie sind: Ein Brandanschlag auf ein bewohntes Haus ist ein Mordversuch! Die Täter müssen so schnell wie möglich identifiziert und mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft werden. Andernfalls signalisiert man ihnen, dass ihre Tat gar nicht so schlimm ist. Das ist die „beste“ Motivation für weitere, ähnliche Handlungen und irgendwann stirbt dabei ein Mensch…

Posted 1 year, 5 months ago at 22:58.

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Der Herbst naht

Zwar haben wir noch August, doch mehren sich langsam aber sicher die Zeichen dafür, dass der Herbst vor der Tür steht. Mittlerweile ist es morgens schon wieder empfindlich kühl, so kühl, dass ich mir heute beim Radfahren sogar ein Halstuch umgebunden habe. Normalerweise hasse ich das Gefiddel um den Hals aber ich laboriere noch immer ein bisschen an einer Erkältung, da ist solch ein Schutz hilfreich.
Ein weiteres untrügliches Herbstzeichen waren die vermehrt auftretenden Pilzsucher in der Heide, die mit Körbchen bewaffnet Schätze jagen gehen. Zwar habe ich schon vor drei oder vier Tagen einen gesehen, heute waren es aber gleich drei oder vier.
Nicht zu „übersehen“ sind zudem der starke Wind und die fetten Wolken am Himmel. Gerstern Nacht hat es regelrecht gestürmt. Gelegentlich ist es auch schon richtig herbstlich trübe.
Zu guter letzt ist noch die Mitteilung der Stadt zu erwähnen, dass „vom 30. August bis 18. Dezember wird Laub von Straßenbäumen von privaten Haushalten gebührenfrei angenommen wird“. (Für das Hochland ist die Annahmestelle in Cunnersdorf am Alten Bahndamm.) Ja richtig, da war doch was: Im Herbst verlieren viele Bäume ihre Blätter. Wenn man so den ganze Tag am Rechner sitzt, merkt man das kaum…

PS: Vielleicht bastel ich mir in diesem Jahr mal einen Drachen. Habe ich schon seit Jahrzehnten nicht gemacht…
PPS: Ja, ich weiß, ist ein sinnloser Beitrag aber mir war gerade danach.

Posted 1 year, 5 months ago at 13:22.

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Gekloppe beim Fußball

Nicht nur Dynamo fabriziert „Dank“ seiner aktionsfreudigen „Fans“ immer wieder traurige Schlagzeilen, auch andere Fußballvereine der Landeshauptstadt bleiben von solchen Störenfrieden nicht verschont. Jetzt gab es „Mische“ beim Spiel zwischen dem Dresdner SC und Post Dresden: „Die Auftaktpartie des Dresdner Sportclub gegen den Post SV Dresden wurde beim Stand von 2:0 … in der 55. Minute abgebrochen. Zuvor hatten etwa 15 Vermummte von außerhalb die Tribüne gestürmt und wollten die Transparente der DSC-Fans entwenden. Der sofort einschreitende Ordnungsdienst konnte dies verhindern. Nach dem Eintreffen der Polizei wollte der Schiedsrichter die Partie wieder anpfeifen, doch die Spieler des Post SV sahen ihre Sicherheit gefährdet und ließen das Spiel abbrechen. Die Entscheidung über den Spielausgang wird nun das Sportgericht treffen…“
(Quelle DSC Aktuell)

Seit langem haben sich die Randalierer die niederen Spielklassen für ihre Aktivitäten ausgesucht, nicht nur in Dresden. Aufgrund des geringeren Budgets der Clubs sind die Sicherheitsmaßnahmen meist nicht ganz so scharf, so dass mehr „Spielraum“ für die Randalierer bleibt. „Die Übergriffe vom Wochenende zeigen deutlich, dass auch in und um Dresden die Gewalt in den unteren Ligen ein Problem darstellt… Die Polizei ist zum Teil unterbesetzt und die Politik zeigt andererseits wenig Interesse daran zu verhindern, dass Stätten des Sports zu rechtsfreien Räumen verkommen. Es ist einzig und allein dem beherzten Eingreifen des Ordnungsdienstes und dem couragierten Auftreten der DSC-Fans zu verdanken, dass niemand ernsthaft verletzt wurde“, erklärt der Georg Wehse von der Linksjugend in seiner Pressemitteilung. So kann man es natürlich auch sehen.
Die Frage ist nur, wie man das Problem lösen will. Massive Polizeieinsätze kosten Geld und wirklich effektiv ist das wohl auch nicht. Ehrlich gesagt, empfinde ich diese Einsätze auch als Belastung für die Anwohner. Ich kann mich erinnern, dass mal das kleine Stadion in Laubegast regelrecht eingekesselt war, weil es irgendein Pokalspiel gab. Man konnte sich nicht mehr entspannt in seiner Umgebung bewegen, weil alles voller Polizeifahrzeuge stand. Das hat für mich immer so was bürgerkriegsartiges und da stehe ich echt nicht drauf…

Posted 1 year, 5 months ago at 16:41.

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Neue Musik am Zug

Heute bekam ich eine Pressemitteilung vom “Netzwerk Neue Musik” zu einem Projekt “sounding D”. Wie ich zu der ehre komme,w eiß ich nicht so recht aber das ist letztendlich auch egal. Auf jeden Fall klingt das Ganze zeimlich interessant: “Vom 25. August bis zum 12. September 2010 wird eine 3.375 km lange Klangspur durch Deutschland gezogen. Als interaktiver Klangraum auf Schienen fährt ein Sonderzug von Dresden über Berlin, Hamburg, Kiel, Oldenburg, Göttingen, Essen, Moers, Köln, Neuwied, Saarbrücken, Freiburg, Stuttgart, Augsburg und Passau nach Eisenach, um den Sound der Republik einzufangen – sounding D.

Dieser Zug sammelt in einer großen spiralförmigen Bewegung durch Deutschland nicht nur Klänge, sondern er löst sie auch aus. Mit Musik und Festivals wird er von Akteuren vor Ort an allen Stationen in Empfang genommen. Jeweils 15 Hörpunkte markieren das akustische Porträt jeder Stadt. Sie sind als Soundwalk vor Ort oder auf der SoundMap unter www.sounding-D.net nachzuhören.”

Die Eröffnung der Aktion findet am 25. August, also nächsten Mittwoch, in Dresden statt. “Mehrere Hundert Musiker versammeln sich um 17.30 Uhr auf dem Altmarkt zu einem Flashmob-Konzert…” lautet der Plan. Wer zumindest über Grundkenntnisse verfügt darf mitwirken: Noten für Instrumente und Singstimmen stehen im Internet als pdf-Datei unter zum Download. Da bin ich echt gespannt, was daraus wird – auf jeden Fall werde ich mirt das Ganze anschauen und anhören!

Nach dieser Spontanaktion geht es dann um 18.30h als soundparade zum Hauptbahnhof, wo Musiker der Dresdner Philharmonie und des KlangNetz Ensembles, der Chor der Semperoper
und Dresdner DJs Musik machen, bis der Zug um 20.30 Uhr auf große Fahrt geschickt wird.

Musik kostenlos downloaden

Posted 1 year, 5 months ago at 17:19.

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