Ich fahre seit einigen Jahren schon nach Wroclaw / Breslau zu Konzerten und Festivals. Das war zum teil reichlich beschwerlich. Zwischenzeitlich wurde sogar die direkte Verbindung zwischen Wroclaw und Dresden eingestellt, wenn ich mich recht erinnere exakt zum Eintritt Polens in die EU. Jetzt gibt es endlich wieder vernünftige Verbindungen in unsere polnische Partnerstadt – seit dem 1. März 2009 fährt dreimal täglich die Bahn in beide Richtungen.
Ich habe die Strecke zwar auch schon mit einem Freund per Auto zurück gelegt aber ich bin sowieso eher ein Freund der Bahn. Bei den Straßenverhältnissen hat sich jedoch definitiv was getan in den letzten Jahren, wenn ich da na die erste Besuche denke – das ist kein Vergleich mehr…
Aus meiner Sicht lohnt sich ein Besuch in der Stadt auf jeden Fall, wenn auch Wroclaw außerhalb des historischen Zentrums ziemlich anstrengend ist. Mir ist schon oft aufgefallen, dass viele Entwicklungen, die wir hier hatten, ein paar Jahre später weiter östlich ankommen. So war es mit der McDonaldisierung der Esskultur, dem Handyboom und vielem anderen mehr. Was an Wroclaw aus meiner Sicht nervt, ist der gigantische Autoverkehr, der mit Krach, Luftverschmutzung und Dreck einhergeht. Was das Umweltbewusstsein betrifft, so wird es in Polen wohl noch ein paar Jahre dauern, bis das Thema in der breiten Öffentlichkeit angekommen ist. Ein weiterer Grund dafür, die Kiste daheim stehen zu lassen. Ein Besuch in Wroclaw lohnt sich aber auf jeden Fall. Ein paar Tipps für den Trip nach Schlesien finden sich in der aktuellen Ausgabe der Dresdner Woche (der Artikel ist auch der Grund für meine Beschäftigung mit dem Thema). Persönlich kann ich das vegetarische Restaurant in Marktnähe empfehlen, wenn ich mich nicht ganz täusche, liegt es an der Rynek-Straße. Wenn ich in Wroclaw bin, gehe ich eigentlich nur dort essen. Die Speisen sind lecker und reichlich, das ausschließlich weibliche Personal freundlich und hilfsbereit, so dass man auch ganz ohne Polnisch-Kenntnisse auskommt…
In irgendeiner Pressemitteilung der letzten Tage habe ich gelesen, dass Dresden immer mehr von der Bahn abgekoppelt wird. Sucht man bei Google nach diesem Stichwort scheint aber nicht nur die sächsische Landeshauptstadt von dieser Entwicklung betroffen zu sein…
Posted 2 years, 2 months ago at 10:32. 4 comments
Da ist schon mal was los in meiner ruhigen Gegend und dann verpasse ich das auch noch. Gestern hat es in Rochwitz gebrannt, eine Baracke auf dem Karpatenweg stand in Flammen. Laut Zeitung soll es fünf Stunden gedauert haben, bis der Brand gelöscht war, da es Probleme mit der Löschwasserversorgung gab (bei der SZ gibt es auch ein hübsche kleine Fotogalerie. Ja so ein Feuerchen! Diese Urkraft, das hat schon was!).
Ehrlich gesagt ist es mir ein Rätsel, wie ich von all dem nichts mitbekommen konnte. Die Flammen waren angeblich kilometerweit zu sehen, die Feuerwehr ist direkt um die Ecke und wir hätten sie zumindest ausrücken hören müssen. Aber nichts von alledem. Wir haben zu der Zeit vorm Fernseher gehockt und die wirklich sehr interessante Reportage „Unterwegs in Amerika“ geschaut. Der Samstag war eher so ein Tag zum Abhängen, das miese Wetter hat uns den Spaß an einer Wanderung vergällt…
Naja, wie auch immer. Ich werde dann mal einen Spaziergang zum Ort des Geschehens machen. Viel wird dann zwar nicht zu sehen sein aber ich kann ja unseren Nachbar fragen, der ist bei der Feuerwehr.
Als wir heut morgen auf Arbeit das „Großereignis“ diskutiert haben, kam auch zur Sprache, dass in Rochwitz auf der Karpatenstraße gerade viel gebaut wird bzw. werden soll. Ist auch wirklich eine schöne Ecke da. Vielleicht ist der Brand ja ein so genannter Heißabriss. Wundern würde mich das nicht. Dass Brandstiftung im Spiel ist, ist bereits sicher…
Posted 2 years, 2 months ago at 18:40. 1 comment
Oberbürgermeisterin Helma Orosz hat in unserer schönen Stadt ja noch nicht allzu viele Fans gewinnen können. Oft kritisiert wurde sie bereits für ihre einsamen Entscheidungen, zuletzt für die Absetzung des ARGE-Chefs Dirk Bachmann.
Umso erfreulicher ist es, dass die erste Frau der Stadt am 31. März zur Bürgerversammlung ruft, die allen interessierten Dresdnerinnen und Dresdnern offen steht. Ab 18 Uhr will die Oberbürgermeisterin mit ihrem Volke über die Zukunft Dresdens und ihre politischen Schwerpunkte sprechen. Frau Orosz lässt dazu verkünden: „Auf Grundlage meines Wahlprogramms von 2008 und aus den Erfahrungen meiner ersten 20 Monate Amtszeit habe ich übergeordnete Ziele für mein politisches Handeln entwickelt, die die Weichen für einen Zeitraum bis 2020 stellen sollen. Diese Ziele will ich nun sehr gerne den Bürgern vorstellen und auch kritisch mit ihnen diskutieren.“
Na da bin ich ja mal gespannt. Ganz sicher schaue ich mir das aus nächster Nähe an!
Bürgerversammlung mit der OB
Wann: 31. März 2010, 18 Uhr
Wo: Ratskeller, Dr.-Külz-Ring
Posted 2 years, 2 months ago at 14:58. 2 comments
Irgendwie haben wir in Dresden ein Brückenproblem. Eine teilgesperrte Albertbrücke, ein fast schon einsturzgefährdetes Blaues Wunder, eine ungeliebte und bauverzögerte Waldschlösschenbrücke. Und jetzt noch das: Auch die Brücke an der Nossener Straße entwickelt sich immer mehr zum Sorgenfall. Zwar überspannt das Bauwerk nicht die Elbe, sondern vor allem Bahngleise aber im Dresdner Westen nimmt die Brücke als Zubringer zur Autobahn eine wichtige Stellung ein.
Nun also gibt es schon wieder Schäden an dem Betonbau, genauer gesagt deutlich sichtbare Risse (laut SZ von gestern). Dabei war erst im vergangenen Jahr das Tragwerk der Brücke für ordentlich Geld (58.000 Euro) notrepariert wurden. Bisher ist noch nicht klar, was die Ursache für die Schäden ist, das Straßenbauamt versucht selbiger mit ausgiebigen Messungen auf die Spur zu kommen. Derzeit ist nur der Verkehr auf der Fabrikstraße unter der Nossener Brücke von Einschränkungen betroffen, was aber, wenn das Amt feststellt, dass eine Befahren der Brücke nicht mehr oder nur noch eingeschränkt möglich ist? Da kommen „lustige“ Zeiten auf uns zu! Auch ich bin davon betroffen, obwohl ich am anderen Ende der Stadt lebe, denn meine Haus- und Hofbuslinie 61 verkehrt auf ihrem Weg nach Löbtau über die Brücke. Irgendwie haben wir hier in der Stadt kein Glück mit diesen Bauwerken…
Posted 2 years, 2 months ago at 20:19. 5 comments