Dresdner|Rand

Dresden vom Rand her betrachtet.

You are currently browsing the archives for the day Friday, March 19th, 2010.

Rad voraus und Schwein ge-sehn

Gestern Abend war ich noch mit dem Rad unterwegs und habe Freunde in Pieschen besucht. Auf dem Rückweg habe ich dann mal den Test gemacht und bin entlang der Hauptstraßen Richtung Neustädter Bahnhof / Neustadt gefahren. Abgesehen davon, dass es immer wieder Autofahrer gibt, die meinen, ihr Gefährt auf dem Radweg abstellen zu müssen, ging das ganz gut. Die Pieschener Bürgerstraße ist nicht wirklich toll, da der Platz zwischen Schiene und Rand nicht allzu groß ist und man Dank des Parkstreifens auch immer wieder übner die Schiene auf die Straßenmitte muss. Für die Unterführung zur Großenhainer entschied ich mich dann für den Fußweg – hier ist die Kopfstein gepflasterte Straße einfach viel zu schlecht. Dann folgt aber ein gut ausgebauter Radweg. Etwas unübersichtlich wird es am Neustädter Bahnhof, da muss man schon ganz schön aufpassen, dass man den richtigen Weg findet und nicht grad von einem Rechtsabbieger weggesäbelt wird. Direkt am Schlesischen Platz habe ich dann die Seiten gewechselt aber soweit ich mich erinnere gab es da auch keinen anderen, Ernst zu nehmenden Weg für Radfahrer, vorausgesetzt, man will an dieser unübersichtlichen Stelle nicht auf der Straße fahren. So war ich denn gerade gegen die Fahrtrichtung unterwegs, als zwei Sixpacks auf die Straße bogen – da ich nicht angehalten werden wollte, machte ich lieber einen Schlenker um die beiden, und überquerte hinter den Fahrzeugen die Straße. Wie gesagt, ich denke zwar, dass es nicht anders geht aber trotzdem fühlt man sich immer irgendwie „schuldig“. Heimwärts hielt ich mich dann an die Straße, schließlich bin ich Verkehrsteilnehmer wie jeder andere auch. Warum sollte ich mich da auf den Fußweg verkriechen. Das mache ich eigentlich nur, wenn es zu gefährlich wird oder wie beim Aufstieg zum Weißen Hirsch, wenn es sinnvoll ist, denn meien Geschwindigkeit ist dann im Vergleich zu der der Autos einfach zu gering. Zudem kann ich auf dem stadtauswärts linksseitigen Fußweg mir zudem die Kreuzung an der Mordgrundbrücke sparen…

Heut morgen bin ich wieder durch die Heide zur Arbeit gefahren aber das war irgendwie nicht so die gute Idee. Die Wege waren aufgeweicht und ich kam mir vor, als wenn ich gegen zähflüssigen Schleim anführe. Die Klamotten sahen hinterher auch entsprechend aus. Momentan ist es also nicht sonderlich sinnvoll, diesen Weg zu benutzen. Immerhin habe ich heute mein erstes Wildschwein gesehen! Daheim hatte ich schon ab und zu mal das Glück, hier in Dresden noch gar nicht. Nicht ganz sicher bin ich mir, ob das Tier schon mit Frischlingen unterwegs war. Zwar habe ich eine (zusätzliche) Bewegung wahrgenommen, zu sehen war allerdings keiner der kleinen Racker. Einen Kleiber konnte ich übrigens auch entdecken. Im Großen Garten gibt es eine Menge davon. Gelegenheit zum Fotografieren gab’s natürlich keine: Ich hatte beide Hände fest am Lenker zu halten, um nicht noch in Ganzkörperkontakt mit dem schlammigen Untergrund zu treten…

Posted 1 year, 10 months ago at 12:46.

Add a comment