Dresdner|Rand

Dresden vom Rand her betrachtet.

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Wird jetzt alles besser?

„Der langjährige Chefstadtplaner Andreas Wurff verlässt Dresden. Er soll neuer Baubürgermeister von
Mönchengladbach werden…“ vermeldet heute die Sächsische Zeitung. Und weiter heißt es: In Wurffs Ammtszeit „…fallen der Umbau des Postplatzes, die Umgestaltung des Altmarkts und das Vorantreiben
des historischen Wiederaufbaus des Neumarkts. Auch das Stadtentwicklungskonzept mit der Hafencity trägt seine Handschrift.“ Lassen wir die Hafencity einmal außen vor; allein die Nennung von Postplatz und Altmarkt genügen, um bei mir keine Trauer aufkommen zu lassen, dass der oberste Stadtplaner den Ort seines Würgens Wirkens verlässt. Die Umgestaltung der zentralen Plätze in öde Steinwüsten ist sicher nicht allein von Wurff zu verantworten, einen wesentlichen Anteil daran hat er aber sicher. Insbesondere der Postplatz mit seinen überdimensionierten Blumenkübeln und der schicken Panzerwaschanlage sind eine Grund, vor Scham im Boden zu versinken. Aber das geht ja leider nicht mehr, da selbiger ja versiegelt ist. Wahrscheinlich hat der Stadtplaner auch an der anhaltenden Beseitigung des Stadtgrünes mitgewirkt, die gerade wieder so „wunderbar“ an der Pieschener Allee und am Landtagsufer vorgeführt. Vielleicht geht Wurff ja aber auch, weil er all das ganze Elend nicht mehr ertragen kann – da steck ich leider zu wenig drin, um zu wissen, was so ein Stadtplaner tatsächlich zu entscheiden hat. Am Ende ist es so, dass die tollsten Entwürfe nicht hat umgesetzt werden, weil mal wieder kein Geld da ist, da das an anderer Stelle verpulvert wurde. Das ist beruflich sicher extrem frustrierend. Ein einzelner Stadtplaner ist sicher nciht allein an dem Desaster Schuld.
Wie auch immer, der Chefstadtplaner geht und die Stelle muss neu besetzt werden. Wünschen mir dem Nachfolger, der übrigens bisher noch nicht feststeht, eine glücklichere Hand auf dass uns in Zukunft solche Betonalen Entgleisungen erspart bleiben. Zwei wichtige Bewährungsproben der nächsten Zeit sind die “Entschärfung des sozailen Brennpunktes Johannstadt”, die jetzt anvisiert wird und sicher allerhand stadtplanerische Herausforderungen bietet und der seit langem geplante Ausbau des Boulevards an der Kesselsdorfer Straße. Das gestiegene Verkehrsaufkommen hat dort zu erhöhten Unfallzahlen geführt. Eine Lösung tut also dringend Not. Aber viel Hoffnungen, dass die Straße anders als möglichst Autogerecht gestaltet wird, habe ich ehrlich gesagt nicht…

PS:
Hier noch ein Detail zur Meldung: “Gestern zeigten sich Kollegen und die Rathausspitze auf SZ-Nachfrage überrascht. ‘Das ist mir völlig neu’, sagt Stadtsprecherin Heike Großmann. Selbst die Oberbürgermeisterin scheint von Wurffs Abgang überrascht zu sein.” (SZ) “Typisch Dresden”, kann ich da nur sagen!

Posted 6 months, 2 weeks ago at 19:35. 7 comments