So ein blöder Tag. Eine unserer Katzen wurde heute von einem Auto angefahren. Direkt vor unserem Haus. Zum Glück haben wir das sofort mitbekommen. Erst dachten wir, da gibt’s wieder mal Streit mit den Nachbarkatzen…
Die kleine Miez liegt jetzt im “Krankenhaus” beim Tierarzt auf der Fischhausstraße. Das Becken ist gebrochen. Gegen so einen doofen Eisenkasten haben die zerbrechlichen Wesen kaum ein Chance. Wir hoffen, dass trotzdem alles wieder ins Lot kommt. Das wird zwar recht teuer aber egal. Ich hasse Autos! Aber als wir sie zum Arzt schaffen mussten, waren wir froh, eins zu haben. Ich stell mir vor, wie schlimm das ist, wenn sowas mit einem Kind passiert…
Usere Süße vorm Fenster der alten Wohnung.
Nachtrag:
Das Mausel liegt noch immer im Krankenhaus. Gestern hat sie eine Bluttransfusion bekommen, damit sich ihr Zustand stabilisiert. Operieren wollten die Ärzte noch nicht. Immerhin hat sie schon ein bissel “Energiepaste” (so was in der Art wie hier verlinkt) gefuttert.
Posted 6 months, 1 week ago at 20:00. 6 comments
Unter obiger Unterschrift äußerte sich die sächsische Sozialministerin Christine Clauß (CDU) zu den starken Kürzungen bei der Jugend- und Sozialarbeit am Dienstag in der SZ. Wie genau die Pläne aussehen, ist mir noch nicht bekannt. Seltsam an den Aussagen der Ministerin finde ich, mit welcher Gelassenheit sie den Kahlschlag kommentiert. Kein Wort davon, dass sie versucht hätte, diese Kürzungen zu verhindern oder wenigstens abzumildern. Da kommt der Finanzminister und sagt: Du musst Summe x sparen und da macht man das halt. Wir können ja nur das Geld ausgeben, das wir haben, oder so in der Art. Auf die „Kürzung der Jugendpauschale für die Jugendarbeit vor Ort von 14,70 auf 10,40 Euro“ angesprochen, erklärt sie, dass man mit Augenmaß vorgegangen sei. Mag ja alles sein, ich will ihr auch nichts Böses unterstellen, aber was nützt es, wenn es ab einer bestimmten Summe egal ist, wie viel man genau gibt, da die so oder so nicht ausreicht. Wenn eine Pflanze nicht genug Wasser bekommt, ist es egal, ob das ein Esslöffel oder drei Esslöffel zu wenig sind, irgendwann geht sie ein. Im zweiten Fall halt etwas schneller…
Frau Clauß hat in ihrem Interview aus meiner Sicht deutlich gezeigt, dass sie das Ministerium verwaltet, mehr auch nicht. Ein Minister sollt doch der erste Lobbyist derjenigen sein, für die er in der Verantwortung steht. Aber Jugendliche und „sozial Schwache“ haben halt keine Lobby und die Ministeriumsmitarbeiter bekommen ihr Gehalt, egal über wie viele Mittel sie verfügen. Diese Sozialpolitik nach Kassenlage wird uns noch teuer zu stehen kommen. Damit züchtet man sich echte Demokratiefeinde, ganze nach dem Motto: Was haben die denn für uns getan? Fehlende Jugendclubs im ländlichen Raum sorgen zum Beispiel dafür, dass sich dort die braunen Rattenfänger mit ihren Angeboten breit machen können. Dann protestieren wir halt mal wieder gegen Rechts. Davon ändert sich natürlich nichts. Vielleicht nützt aber der Protest ein bisschen was.
Posted 6 months, 1 week ago at 18:15. Add a comment
Heut morgen war an der Mordgrundbrücke erst einmal Endstation. Irgendwie hat es einen Unfall gegeben, wahrscheinlich mit “Personenschaden”, wie man so unschön sagt. Gehört oder gesehen habe ich nichts – ich werde das Ganze mal im Netz verfolgen. Als ich die Straße abwärts Richtung Arbeitsplatz lief, kamen mir zwei Polizeiautos und ein Krankenwagen entgegen.
An der Straße langzulaufen ist eine echte Tortur. Wahrscheinlich ist die Luft in Pappritz zu gut, hier direkt an der Verkehrsader habe ich immer Angst zu ersticken. Inversionswetterlage dürfte eigentlich nicht sein, oder? Aber solange jeder mit seinem Auto fährt, ändert sich daran wohl nichts.
An der Fischhausstraße nutzte ich dann die Gelegenheit, mich von der Hauptstraße zu entfernen und bog in die Judeichstraße ein. Das ist noch eine von diesen Ecken, in denen man sieht, wie die Stadt aussah, bevor sie zum Highway mit Siedlungsanschluss verkam. Rechts und links alte Bäume (fürchterlich gestutzt), hübsche Villen und trotz der Nähe zu zwei großen Straßen recht ruhig. Ich glaube, ich gehe hier jetzt öfter mal lang…
Posted 6 months, 2 weeks ago at 10:26. 2 comments
„Der langjährige Chefstadtplaner Andreas Wurff verlässt Dresden. Er soll neuer Baubürgermeister von
Mönchengladbach werden…“ vermeldet heute die Sächsische Zeitung. Und weiter heißt es: In Wurffs Ammtszeit „…fallen der Umbau des Postplatzes, die Umgestaltung des Altmarkts und das Vorantreiben
des historischen Wiederaufbaus des Neumarkts. Auch das Stadtentwicklungskonzept mit der Hafencity trägt seine Handschrift.“ Lassen wir die Hafencity einmal außen vor; allein die Nennung von Postplatz und Altmarkt genügen, um bei mir keine Trauer aufkommen zu lassen, dass der oberste Stadtplaner den Ort seines Würgens Wirkens verlässt. Die Umgestaltung der zentralen Plätze in öde Steinwüsten ist sicher nicht allein von Wurff zu verantworten, einen wesentlichen Anteil daran hat er aber sicher. Insbesondere der Postplatz mit seinen überdimensionierten Blumenkübeln und der schicken Panzerwaschanlage sind eine Grund, vor Scham im Boden zu versinken. Aber das geht ja leider nicht mehr, da selbiger ja versiegelt ist. Wahrscheinlich hat der Stadtplaner auch an der anhaltenden Beseitigung des Stadtgrünes mitgewirkt, die gerade wieder so „wunderbar“ an der Pieschener Allee und am Landtagsufer vorgeführt. Vielleicht geht Wurff ja aber auch, weil er all das ganze Elend nicht mehr ertragen kann – da steck ich leider zu wenig drin, um zu wissen, was so ein Stadtplaner tatsächlich zu entscheiden hat. Am Ende ist es so, dass die tollsten Entwürfe nicht hat umgesetzt werden, weil mal wieder kein Geld da ist, da das an anderer Stelle verpulvert wurde. Das ist beruflich sicher extrem frustrierend. Ein einzelner Stadtplaner ist sicher nciht allein an dem Desaster Schuld.
Wie auch immer, der Chefstadtplaner geht und die Stelle muss neu besetzt werden. Wünschen mir dem Nachfolger, der übrigens bisher noch nicht feststeht, eine glücklichere Hand auf dass uns in Zukunft solche Betonalen Entgleisungen erspart bleiben. Zwei wichtige Bewährungsproben der nächsten Zeit sind die “Entschärfung des sozailen Brennpunktes Johannstadt”, die jetzt anvisiert wird und sicher allerhand stadtplanerische Herausforderungen bietet und der seit langem geplante Ausbau des Boulevards an der Kesselsdorfer Straße. Das gestiegene Verkehrsaufkommen hat dort zu erhöhten Unfallzahlen geführt. Eine Lösung tut also dringend Not. Aber viel Hoffnungen, dass die Straße anders als möglichst Autogerecht gestaltet wird, habe ich ehrlich gesagt nicht…
PS:
Hier noch ein Detail zur Meldung: “Gestern zeigten sich Kollegen und die Rathausspitze auf SZ-Nachfrage überrascht. ‘Das ist mir völlig neu’, sagt Stadtsprecherin Heike Großmann. Selbst die Oberbürgermeisterin scheint von Wurffs Abgang überrascht zu sein.” (SZ) “Typisch Dresden”, kann ich da nur sagen!
Posted 6 months, 2 weeks ago at 19:35. 7 comments