Dresdner|Rand

Dresden vom Rand her betrachtet.

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Beeindruckend unaufgeräumt

Gestern Abend war ich noch am Wettiner Platz und hatte somit erstmals die Gelegenheit den An- oder Neubau der Musikhochschule im vollendeten Zustand und im Dunkeln zu bestaunen. [Innenansicht des Konzertsaals - echt beeindruckend!] Fangen wir mal mit den Gängen an, die man dank der Glasfassade von außen einsehen kann: Die sind mir ehrlich gesagt zu roh. Ein paar Bilder und andere Gestaltungselemente wären angebracht. Ehrlich gesagt hätte ich auch keine Lust – wie sagte es Mutti immer so schön – dort auf dem Präsentierteller lang zu laufen. Eine „Mattscheibe“ bis zur Mitte wäre sicher angebrachter. Was machen die kurzberockten Damen im Sommer? Die müssen dann immer an der Wand lang, oder?
Das Hauptgebäude mit den abgeschrägten, weißen Wandflächen und der grünen Beleuchtung gefällt mir richtig gut. Das ist doch mal ansprechende moderne Architektur. Leider sieht man in dieser Nebenstraße nicht allzu viel davon. Der völlig unverkleidete „Zwingturm“ (Treppenhaus?), der das Ensemble abschließt, „fetzt“ überhaupt nicht. Sieht irgendwie aus, als wenn den Architekten die Ideen ausgegangen wären. Im verlinkten Artikel (s.o.) ist das Teil auch vorsichtshalber so gut wie nicht zu sehen. Vielleicht ist das Ganze ja auch noch nicht fertig… Sehr unangenehm ist mir dann das (höchstwahrscheinlich) als Wohngebäude konzipierte Haus aufgefallen, das sich direkt an den Anbau anschließt. Das klotzige, überdimensionierte Bauwerk wurde ohne Sinn und Verstand an das frisch sanierte Bürgerhaus rangeklatscht. Da hat wohl jemand seinen Betonreste entsorgt. Insbesondere die überdimensionierten Balkone sind ein Graus.

Kommen wir zum zweiten Teil der Überschrift: „unaufgeräumt“. Ehrlich gesagt, dachte ich dass nur in unserer Straße hier, weil die durch die Baustelle der Waldschlösschenbrücke zu einer Sackgasse geworden ist, nicht geräumt wird. Doch das war ein Irrtum! Und da ich nicht glaube, dass ich zufällig die zwei Ecken gefunden habe, die ungeräumt sind, vermute ich, dies ist ein Flächenphänomen. Auf den Straßen lag zentimeterdick fest- und zerfahrener Schnee. Ich kam mir vor wie im rumänischen Grenzgebiet und nicht wie in der sächsischen Landeshauptstadt. Für die Autos mag das noch in Ordnung gehen – ich als Fußgänger kam schlecht vorwärts und lief dabei immer noch Gefahr, zu stürzen. Lasst mich raten: Dies ist eine Methode, der Stadt Geld zu sparen. Die Anlieger des Schützenplatzes und anderer unwichtiger Nebenplätze und -straßen werden für diese Maßnahmen sicher Verständnis haben…

Posted 2 years ago at 10:16.

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