Dresdner|Rand

Dresden vom Rand her betrachtet.

You are currently browsing the archives for the day Sunday, January 3rd, 2010.

Dresden schauen

Haben uns heute die Altstädter Seite der Waldschlösschenbrückenbaustelle angeschaut. Sehr „strange“ aber ich glaube, ich kapiere langsam, wie das funktionieren soll. Was dieses seltsame Pumpwerk nebenan soll, hab ich gar nicht verstanden.

Dann waren wir im Programmkino Ost bei „Interregnum 1991“, ein einstündiger Film über den baulichen Zustand Dresdens im Jahre 1991. Am Anfang dachte ich, ich muss sterben, denn der Film begann mit romantischen Zentrumsbildern und schwülstiger Klaviermusik von Schumann. Zum Glück hielt dies nicht an und es wurden die ganzen Ruinen gezeigt, so wie sie zum Ende der DDR und noch ein paar Jahre danach überall im Stadtbild zu finden waren. Darunter bekannte, wie die der Frauenkirche, von Taschenbergpalais und Schloss aber auch verfallende Häuser und Brachen in Löbtau, Friedrichstadt oder in der Neustadt. Das war echt erschreckend. Ich bin seit 1990 in der Stadt und habe viele dieser Stellen noch „live“ gesehen und trotzdem hatte ich vergessen, wie verheerend es hier aussah. Ich empfehle diesen Film unbedingt anzuschauen, um das Gedächtnis aufzufrischen. Die DVD gab’s gleich an der Kinokasse aber für 18,90 (!) Euro wanderte sie nicht in meinen Einkaufswagen…

Auf dem Heimweg mit dem Bus kamen wir wieder an den Protestplakaten auf der Grundstraße vorbei. Ganz schön finstere Geschichte, wenn man nach zehn Jahren eine Zahlungsaufforderung über etwa 10.000 Euro auf den Tisch bekommt, zu zahlen bis… Ganz abgesehen davon, dass die Anwohner der ausgebauten Grundstraße wahrscheinlich jedes Auto inklusive Dreck, Lärm und Gestank einzeln verfluchen.

PS: Seit heute weiß ich, dass die Anzeigen im Bus auf Windows-Basis laufen. Mr. Gates is everywhere…
PPS: Gesundes Neues Jahr an alle, die das Zeug hier lesen.

Posted 2 years, 1 month ago at 21:33.

4 comments