Dresdner|Rand

Dresden vom Rand her betrachtet.

You are currently browsing the archives for December, 2009.

Gut geparkt, ist halb gewonnen

Während in anderen Städten an so genannten Park & Ride-Systemen gearbeitet wird, um den Autoverkehr aus der Innenstadt fernzuhalten, hat sich die hiesige Verwaltung etwas Besonderes einfallen lassen, um die Lenker von Kraftfahrzeugen über das Parkplatzangebot in der Dresdner City zu informieren. Ein zwölfseitiges Faltblatt “Parken in der Innenstadt” ist nun in aktualisierter Form erhältlich.
“Darin sind alle öffentlichen Tiefgaragen, Parkhäuser, Parkplätze und Parkstreifen aufgeführt und mit einer übersichtlichen Innenstadtkarte auch schnell zu finden. Auch das Dynamische Parkleitsystem wird erläutert – es sorgt dafür, dass Sie als Autofahrer immer gleich Bescheid wissen, wo etwas frei ist. Darüber hinaus werden die Anzahl der Stellplätze, die Höhe der Parkgebühren und gebührenfreie Zeiten auf den städtischen Parkflächen sowie die Anzahl der Schwerbehindertenparkmöglichkeiten genannt. Zusätzlich gibt es, das ist besonders für Dresden-Besucher interessant, einen Übersichtsplan ‘Großraum Dresden’ mit den kostenlos nutzbaren Park-and-Ride-Anlagen im Dresdner Stadtgebiet und darüber hinaus. Hier erfährt der Nutzer auch, wie lange er mit der Bahn oder der Straßenbahn von den Park-and-Ride-Standorten in die Dresdner Innenstadt unterwegs ist.” Na immerhin!

Laut Stadt richtet sich das Faltblatt “vor allem an Touristinnen und Touristen, aber auch an alle Dresdnerinnen und Dresdner, die mit dem Parkplatzangebot in der City noch nicht genügend vertraut sind oder die sich anhand der Informationen des Parkleitsystems einen freien Stellplatz suchen möchten.”
Wer das Blättlein haben möchte, muss jedoch zuvor einen Parkplatz in der Nähe eines Rathauses, eines Ortsamtes oder (sic!) “in der Tourist-Information im Kulturpalast” finden. Na dann, gutes Gelingen! Innerstädtischer Handel und Gastronomie freuen sich auf Ihren Besuch…

Posted 8 months, 2 weeks ago at 11:12. 2 comments

Endlich Winter

Die letzten Tage war es wirklich richtig kalt und endlich ist auch der Winter da. Am Freitag durfte ich erst einmal ordentlich Schnee schippen. Den ersten Bus erreichte ich somit nicht mehr, bis der nächste kam, hatte ich noch ein bisschen Zeit. Ich liegf also von Pappritz hoch nach Gönnsdorf zur nächsten Haltestelle. Mein Gesicht fühlte sich nach kurzer Zeit an, als wenn es in tausend Scherben zerspringen wollte. Trotzdem fühlte ich mich euphorisch „Oxygen gets you high!“. Vielleicht habe ich ja einen Vogel aber bei solchen Gelegenheiten muss ich immer an die Soldaten denken, die im Zweiten Weltkrieg bei Stalingrad standen und dann bin ich dankbar, in solch eine friedliche Zeit hineingeboren zu sein…
Am Abend brauchte ich dann etwas länger nach Hause – unglücklicherweise verpasste ich gleich zwei Busse und so lief ich los. Meine Finger waren trotz Handschuh schon kalt und irgendwann hatte ich den Eindruck, dass ich sie mir erfriere. Das Hausmittel in solchen Fällen: Die kalten Hände mit Schnee einreiben. Der nächste Bus kam auch bald und so saß ich dann mit schmerzverzerrten Gesicht auf meinem Sitz, in der Hoffnung, nicht schreien zu müssen. Meine Fresse, das tut weh, wenn die Gliedmaßen wieder auftauen.

Winterwanderung

Samstag war ich dann außerhalb – die Autobahn nach Norden war OK und die Fahrt nicht allzu gefährlich – und Sonntag sind wir dann eine Runde spazieren gewesen, rüber nach Schönfeld und zurück. Ideales Wetter mit Sonneschein, teilweise blauem Himmel und nicht zu kalt. Der Winter zeigte sich von seiner schönsten Seite.
Ob klirrend kalt oder sonnig angenehm – ich mag den Winter und habe mich riesig gefreut, als es endlich schneite. Das Gejammer vieler Leute kann ich nicht verstehen. Die Jahreszeiten gehören zu unserm Leben und erst der Wechsel macht das Ganze interessant. Ewiger Sonnenschein wäre die Hölle für mich…

Posted 8 months, 2 weeks ago at 19:54. Add a comment

Dresden im Bild

Die Kollegen haben mich grad drauf hingewiesen: Auf Gigapixel-Dresden.de gibt es ein Foto vom Stadtzentrum (Haus der Presse) aus aufgenommen mit Blick nach Osten. “Mit einer Auflösung von 297.500 x 87.500 Pixel (26 Gigapixel) ist das Foto derzeit das größte der Welt. (Stand Dezember 2009).” Na da haben wir Dresdner endlich mal wieder was, worauf wir ohne schlechtes Gewissen stolz sein können…

PS: Schaut mal in Richtung Fernsehturm. Da stehe ich und winke ;-)

Posted 8 months, 3 weeks ago at 12:23. Add a comment

Weihnachtsmärkte und kein Ende

Ich bin zugegebenermaßen kein allzu großer Weihnachtsfan. Weder hänge ich dem christlichen Glauben an, so dass mir die Geburt eines Erlösers nahe ginge, noch habe ich Kinder, die sich auf das Fest freuen und mit denen man sich darauf vorbereiten könnte. Logischerweise kann ich auch nicht allzu viel mit Weihnachtsmärkten anfangen. Na immerhin waren wir schon zweimal auf dem Stallhöfischen Weihnachtsmarkt – da gibt’s immer mittelalterliche Musik und heißen Met. Um den Strietzelmarkt mache ich aber für gewöhnlich einen weiten Bogen – zu viele Menschen, zu viele Kaufgierige, die die Grundregeln des menschlichen Zusammenseins missachten (vulgo: Ferngesteuerte).

Mit der E-Wochen-Zeitung Dresdner Woche kam heute der Link zu diesem kleinen Video. Aufgefallen war mir der Neumarkt-Weihnachtsmarkt natürlich auch schon, schließlich führt der Weg zum Stallhof daran vorbei. Bisher wusste ich nicht, ob der Teil noch zum Strietzelmarkt gehört, nun habe ich die Aufklärung vorliegen: Es ist der “romantische Weihnachtsmarkt”. Langsam aber sicher glaube ich, wir wollen dem Erzgebirge den Rang als Weihnachtsland ablaufen. Also Gewerbetreibender möchte ich da nicht sein.

Hier für alle Abhängigen eine Liste der “festlich dekorierten Jahresend-Handelsplätze“.

PS: Momentan sieht’s in Dresden nicht grad sehr weihnachtlich aus aber auch damit kann man klar kommen…

Posted 9 months ago at 18:40. Add a comment