Löbtau ist ja wahrlich nicht als kultureller Hotspot der Stadt bekannt. Außer dem Kino in der Fabrik fällt mir ganz spontan nichts weiter ein (was aber nichts heißen muss). Nichtsdestotrotz gibt es auch im Neustadt-fernen Löbtau Aktivisten, die etwas auf die Beine stellen (wollen). Nachdem nun also der musikalische Weihnachtskalender in der Neustadt geschlossen bleibt, weil dem ausrichtenden Stadtmusikanten e.V. – um mich vorsichtig auszudrücken – finanziell das Potential dafür fehlt, gibt es ein paar Enthusiasten, die Löbtau in vorweihnachtliche Stimmung versetzen wollen. Das selbstorganisierte Projekt verfügt bereits über ein Wiki und einen Blog, was hinterm ersten Türchen passiert, steht auch schon fest, aber das Programm für die ganzen 24 Tage ist noch nicht in Sack und Tüten. Also liebe Löbtauer Leser: Ran ans Instrument, ins Wiki eingetragen und fröhlich aufgespielt!
PS: Ganz muss die Neustadt nicht ohne MUWeiKa auskommen, im Hecht gibt es einen teil-musikalischen Ersatz!
Posted 2 years, 2 months ago at 16:49. Add a comment
Ich gebe ja zu, ich wäre gern dauerhaft jung aber die Zeit arbeitet gegen mich. Langsam aber sicher merke ich, dass ich die heute Jungen immer schlechter verstehe – nicht akustisch; das Ohr ist trotz meiner Vorliebe für laute Musik noch ganz gut in Ordnung. Es geht eher darum, dass ich nicht mehr nachvollziehen kann, was im Jungvolk so im Allgemeinen und im Speziellen vorgeht. Gerade eben beim Mittagessen hatte ich ein eigentümliche Erlebnis, das mit wieder einmal verdeutlicht hat, dass der Zug abgefahren ist…
Da sitzen zwei junge Männer, wahrscheinlich Angestellte oder Praktikanten aus einem der umliegenden Büros und unterhalten sich bzw. redet vor allem der Eine. Ich krieg natürlich einen Teil mit und denke, dass der Sprecher von einem Computerspiel redet, da es ständig um Gewinne und Prämien geht: Um so länger ich zuhöre, umso größer wird mein Erstaunen, dass es um die Werbemittel eines Bulettenbraters geht. Besagter junger Mann kennt die Produktnamen, die Prämien und die Chancen für deren Erhalt auswendig und erklärt die allen Ernstes und ausführlich seinem Kollegen. Vielleicht hat er sich einmal in den Ferien sein Geld bei McBurger & Co. verdient. Aber muss man das so verinnerlichen???
Posted 2 years, 2 months ago at 14:10. Add a comment
Die Terrakotta-Armee des ersten chinesischen Kaisers Qin Shi Huang Di ist in Dresden zu besichtigen. Natürlich nicht die Originalfiguren, die 1974 zufällig bei Bauarbeiten entdeckt wurden. Den Transport der einmaligen Kunstschätze würde wohl niemand riskieren, geschweige denn versichern. Deshalb gibt es seit dem 21. November bis in den März nächsten Jahres die Ton-Krieger als Kopien zu bestaunen. (Im Kopieren sind die Chinesen ja ziemlich gut, wie ich mal boshafterweise feststellen darf :-))
Ort der Ausstellung ist das Heizkraftwerkmitte, das somit auch mal wieder in den Genuss von Kultur kommt. Leider liegen die Pläne für den Ausbau des Hauses als Kulturzentrum ja schon seit einiger Zeit auf Eis. Oder weiß jemand mehr darüber?
www.terrakottaarmee.de
Posted 2 years, 2 months ago at 18:56. 3 comments
Eigentlich lese ich ja regelmäßig den Newsletter der Landeshauptstadt. Gestern bzw. vorgestern hatte ich es mal nicht getan und sofort bekam ich die Quittung: Ich stand am Morgen in einem echten Superstau. Schon kurz vorm Weißen Hirsch ging so gut wie gar nichts mehr und ich entschied mich zu Laufen. Eine gute Dreiviertelstunde brauchte ich dann bis zum Waldschlösschen, vorbei an endlosen, stinkenden Blechkolonnen, bis ich am Ziel war. Bis dahin durfte ich aber allerhand verzweifelte Gesichter betrachten, einen LKW-Fahrer beobachten, der die Vordrängler aufhalten wollte und einen Mann, der wütend in seinem Auto rumschrie – die hatten den Newsletter wohl alle auch nicht gelesen. Zwischenzeitlich überlegte ich, ob ich nicht in die Heide abbiegen sollte, da die Abgase meiner armen Lunge mächtig zusetzten, so dass ich ein Stechen in der Brust bekam. Aber vom Vortag her wusste ich ja noch, wie es jetzt im Wald aussieht – wir waren in der Sächsischen Schweiz wandern. Na dann, Augen zu (was in diesem Falle nichts hilft) und durch… Auf meinem Weg zur Ursache der „Verstopfung“ passierte ich zwei Busse, holte also insgesamt 20 Minuten auf, wenn man so will. Kurz vor dem Ziel konnte ich sehen, was denn die Verkehrsflut so eindämmte: eine Vollsperrung an der Angelikastraße! Die Autos wurden über Fischhausstraße und Radeberger umgeleitet, ich durfte geradeaus weiterlaufen. War auch irgendwie schön, mal die ganze Straße für mich allein zu haben.
Schlau wie ich bin :-) wollte ich mir dieses Chaos kein zweites Mal antun und bestieg also das Fahrrad. Ihr werdet Euch sicher vorstellen können, wie überrascht ich war, als ich die Straße heute völlig verlassen vorfand. Auf dem ganzen Weg überholten mich gerade mal drei, vier Autos. Von einer Kollegin erfuhr ich dann des Rätsels Lösung: Die Massen haben sich über die Autobahn gequält. Ganz offensichtlich scheint es wohl doch nicht absolut notwendig zu sein, durch die Stadt zu fahren. Vielleicht sollte man mal über eine Umgehungsstraße nachdenken. Apropos nachdenken: Wenn ich daran denke, dass die Albertbrücke jetzt auch noch einseitig gesperrt wird, freue ich mich schon auf das nächste Chaos. Naja, immerhin soll bis Ende nächster Woche wohl die Bautzner Straße im Großen und Ganzen fertig sein, mit etwas Glück fährt auch die Straßenbahn wieder. Derzeit wird and der Nordstraße mit Hochdruck gearbeitet, der Belag ist völlig aufgerissen…
Posted 2 years, 2 months ago at 15:31. Add a comment