Dresdner|Rand

Dresden vom Rand her betrachtet.

Die Hürden der Bürgerbeteiligung oder Wahrheit und Lüge

Vor einiger Zeit hatte ich ehrlich empört hier eine Petition der Grünen zur geplanten Ausgliederung von Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet am Loschwitzer Elbufer gepostet. Daraufhin gab es Kommentare u.a. von einem ortsansässigen FDP-Vertreter, der die Petition als Schmarrn bezeichnete, weil der Stadtrat die Ausgliederung schon längst beschlossen hätte. Da war es wieder mein Problem, das mich häufig dazu bringt, überhaupt nichts zu tun. Denn um sich eine fundierte Meinung zu bilden oder gar eine Entscheidung zu treffen, braucht man vernünftige und vor allem richtige Informationen. Bloggerkollege Frank hat in seinem Beitrag zu obigem Sachverhalt auf eindrucksvolle Weise nachgewiesen, wie schwierig es ist, an dieses Wissen überhaupt heranzukommen. Mein Dank und meine Hochachtung gebührt ihm für seine Ausdauer, mit der er letztendlich doch zu einem Ergebnis gekommen ist. Danke! Seine Schlussfolgerung teile ich 100 Prozent: „Wenn man als Bürger bei jeder Petition und ähnlichen Dingen immer erst so ewig nachhaken muss – na schönen Dank!“ Hinzufügen möchte ich: Wenn die Politik den interessierten Bürger hinhält und verschaukelt, muss sich niemand über „Politikverdrossenheit“ wundern. Aber vielleicht ist das auch der Sinn hinter solchen Aktionen. Wenn sich der Pöbel nicht einmischt, können wir das machen, wozu wir Lust haben.

Wenn zwei Parteien (jetzt nicht unbedingt im Sinne der politischen Parteien gemeint) etwas Gegensätzliches erzählen, ist nur eins klar: eine Seite lügt. Mit dieser Tatsache habe ich immer so meine Probleme. Wenn sich, wie im vorliegenden Fall die Fakten nicht nachprüfen lassen, dann wird’s bitter. Mir ist es einmal passiert, dass ich ein Stück wertvolle Technik verborgt hatte, das dann bei Wiedererhalt beschädigt war. Als „Täter“ in Frage kamen nur zwei Leute, die sich gegenseitig bezichtigten, Schuld zu sein. Einen unbeteiligten Zeugen gab es nicht. Was macht man in solch einer Situation?
Dass ich diesmal auf der richtigen Seite stand und die mir sympathischen Grünen richtig lagen, wenn sie auch mit einigen Weglassungen dem Gesamtbild eine ihnen genehme Tendenz verpassten, ist mir da nur ein kleiner Trost…

So, hier gibt’s noch den Link zur Online-Petition zum Erhalt des Landschaftsschutzgebietes. Würde mch freuen, wenn Ihr unterschreibt…

Posted 17 hours, 45 minutes ago at 10:17. Add a comment

Wer kennt Dresden – Gewinnspiel per Twitter

Dapema hat auf seinem Blog ein Gewinnspiel ausgelobt, welches in vorbildlicher Weise die sozialen Medien nutzt. (Krieg ich jetzt einen Extrapunkt für’s Schleimen?)
:-)
Das Ganze funktioniert über den Microbloggingdienst Twitter. Wer einen Account hat, kann die Frage beantworten, indem er die hoffentlich richtige Antwort mit vorangestelltem Hashtag #DDFdT twittert. Das müsste dann so aussehen:

Twitter

Der Gewinner wird dann über einen Zufallsgenerator ermittelt.

Posted 1 day, 13 hours ago at 14:43. 1 comment

Brandanschläge in Dresden

Von einem Brandanschlag auf die „Praxis“ in Löbtau hatte ich bereits vor einigen Tagen gehört. Jetzt hat es noch einen weiteren Anschlag, diesmal auf die Bewohner des antifaschistischen Wohnprojektes auf der Robert-Matzke-Straße gegeben. Glücklicherweise gab es nur Sachschäden, Menschen wurden nicht verletzt.
In Löbtau durfte ich anlässlich eines Konzertbesuches selbst erleben, welch feindliche Stimmung gegenüber den Bewohnern des Hauses herrschte. Das Gebäude liegt an einer großen Straße und immer wieder fuhren seltsame Gestalten vorbei, die die Anwohner und ihre Gäste „unter die Lupe“ nahmen. Irgendwie war selbst mir als Besucher schnell bewusst, dass man hier quasi auf dem Pulverfass sitzt. Solch ein alternatives Wohnprojekt schien Manchem ein Dorn im Auge zu sein.
Auch wenn wir in Dresden, anders als z.B. im Hoyerswerda der frühen 1990er Jahre relativ ruhig leben, scheint das rechtsextreme Fußvolk wieder mobil zu machen. Denn dass die Anschläge einen anderen als den politischen Hintergrund haben, kann ich kaum glauben. Auch wenn manch „braver Bürger“ angesichts solcher „Vorfälle“ sich freudig die Hände reiben dürfte, weil ihm die bunten Gestalten in seiner Nachbarschaft nicht passen; zu einem Brandanschlag, bei dem es Tote geben kann, lässt sich eigentlich keiner von diesen Leuten hinreißen – dazu braucht es ein bestimmtes extremistisches Potential. Der Weg der Wahl ist dann wohl eher eine Klage oder eine Beschwerde.

Wie auch immer man weltanschaulich steht – Brandanschläge sind definitiv kein Mittel zur politischen Auseinandersetzung. Hier muss man die Dinge so benennen, wie sie sind: Ein Brandanschlag auf ein bewohntes Haus ist ein Mordversuch! Die Täter müssen so schnell wie möglich identifiziert und mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft werden. Andernfalls signalisiert man ihnen, dass ihre Tat gar nicht so schlimm ist. Das ist die „beste“ Motivation für weitere, ähnliche Handlungen und irgendwann stirbt dabei ein Mensch…

Posted 1 week, 1 day ago at 22:58. 3 comments

Der Herbst naht

Zwar haben wir noch August, doch mehren sich langsam aber sicher die Zeichen dafür, dass der Herbst vor der Tür steht. Mittlerweile ist es morgens schon wieder empfindlich kühl, so kühl, dass ich mir heute beim Radfahren sogar ein Halstuch umgebunden habe. Normalerweise hasse ich das Gefiddel um den Hals aber ich laboriere noch immer ein bisschen an einer Erkältung, da ist solch ein Schutz hilfreich.
Ein weiteres untrügliches Herbstzeichen waren die vermehrt auftretenden Pilzsucher in der Heide, die mit Körbchen bewaffnet Schätze jagen gehen. Zwar habe ich schon vor drei oder vier Tagen einen gesehen, heute waren es aber gleich drei oder vier.
Nicht zu „übersehen“ sind zudem der starke Wind und die fetten Wolken am Himmel. Gerstern Nacht hat es regelrecht gestürmt. Gelegentlich ist es auch schon richtig herbstlich trübe.
Zu guter letzt ist noch die Mitteilung der Stadt zu erwähnen, dass „vom 30. August bis 18. Dezember wird Laub von Straßenbäumen von privaten Haushalten gebührenfrei angenommen wird“. (Für das Hochland ist die Annahmestelle in Cunnersdorf am Alten Bahndamm.) Ja richtig, da war doch was: Im Herbst verlieren viele Bäume ihre Blätter. Wenn man so den ganze Tag am Rechner sitzt, merkt man das kaum…

PS: Vielleicht bastel ich mir in diesem Jahr mal einen Drachen. Habe ich schon seit Jahrzehnten nicht gemacht…
PPS: Ja, ich weiß, ist ein sinnloser Beitrag aber mir war gerade danach.

Posted 1 week, 1 day ago at 13:22. Add a comment